Tools nicht nur zur Suche

Teil 7: Geheimküche Google

Neben der innovativen Verbesserung der Suche versucht sich Google intensiv an neuen Web-Techniken: Stichwort Ajax. Brandneu ist eine Online-Tabellenkalkulation (Google Spreadsheet spreadsheets.google.com). Mit Ajax lassen sich Webanwendungen erstellen, die wie Applikationen wirken. Wenn der Anwender etwas anklickt, wird nicht die komplette Webseite neu aufgebaut, sondern nur der Ausschnitt, der sich ändern soll. Bei einer Tabellenkalkulation etwa ist das nur die Zelle, die neu berechnet wurde. Ferner lassen sich Menüs aufklappen und Objekte mit der Maus hin- und herziehen.

Ob eine Tabellenkalkulation im Web insgesamt Sinn macht, ist sehr fraglich, da alle Versuche, ein Web-Office zu verkaufen, bislang gescheitert sind.

Geheimküche Google

© Archiv

Ob eine bessere Bedienbarkeit mit Ajax den Durchbruch bringt, ist ebenfalls sehr fraglich. Eher anzunehmen ist, dass die Anwender ihre Dokumente und Abrechnungen nicht gerne im Web sehen.

Aber Spreadsheet ist für Google ein schönes Experimentierfeld für innovative Techniken. Es ist leider bislang (wie Gmail) nur einer begrenzten Nutzergruppe zugänglich, aber derzeit ist die Warteliste noch nicht so lange.

Auch an anderer Stelle implementiert Google Ajax. Seit längerem bereits gibt es Suggest www.google.com/webhp?complete=1). Während der Suchende im Google-Suchfeld seine Frage eintippt, bekommt er inkrementell Vorschläge aus dem Fundus aller bei Google eingegangenen Suchanfragen. Es ist also anzunehmen, dass seine Frage dabei ist.

Nach den ersten Buchstaben findet er den gewünschten Suchbegriff in der Liste, was die reine Tipparbeit erheblich beschleunigt. Außerdem zeigt die Liste die Anzahl der zu erwartenden Treffer. Ein weiteres wegweisendes Ajax-Projekt von Google ist die personalisierte Startseite (www.goo gle.com/ig), in deren Zentrum nach wir vor das Google-Suchfeld steht.

Nun gibt es eine ganze Reihe von Diensten, die sich zufügen lassen: Nachrichten, Wetter, Bilder von Webcams, einen Mail-Checker für Gmail oder Börsen-Zickzack. Wenn der Anwender auf den kleinen Link "Content hinzufügen" links oben in der Ecke klickt, so zeigt sich die ganze Ästhetik von Ajax. Das bisherige Bild der Startseite schiebt sich zusammen und links tritt ein Kontextmenü heraus. Früher hätte der Anwender warten müssen, bis die ganze Seite neu geladen ist. In diesem Kontextmenü wählt der Anwender neue Dienste hinzu.

Es sind bereits deutschsprachige vorhanden (sofern inden Google-Preferenzen Deutsch als Sprache eingestellt ist). Ferner lassen sich im Suchfeld unten eigene RSS-Feeds einfügen, z.B. (www.pcmagazin.de/common/rss/rss.php?r=all). Der Anwender zieht die einzelnen Objekte mit der Maus per Drag&Drop hin-und her und verschiebt sie nach belieben. Auch das gehört zu den neuen bunten Steinen im Ajax-Baukasten.

Die meisten die hier vorgestellten Beispiele entstammen den Google-Labs (labs.google.com). Hier zeigen die Entwickler aus Mountain View ihre Spielereien und stellen sie einer öffentlichen Diskussion.

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