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Teil 7: Das BIOS optimieren

Mit einigen wenigen Einstellungen arbeitet jeder Rechner schneller und stabiler.

Das BIOS optimieren

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Wir beschreiben im Folgenden die wichtigsten Parameter im Award-BIOS, das am weitesten verbreitet ist.

Besitzen Sie ein anderes BIOS, variieren die Parameter ein wenig oder sind nicht vorhanden.

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Sämtliche BIOS-Einstellungen lassen sich auf einen Schlag mit dem Befehl "Load Optimized Defaults" im Hauptmenü optimieren. Besonders wer mit den einzelnen Parametern unsicher ist, aber ein schnelles System möchte, sollte diese Einstellung ausprobieren.

Läuft der Rechner mit den optimierten Einstellungen instabil, können Sie stattdessen "Load Fail-Safe Defaults" wählen. Das richtet das BIOS voll auf Stabilität aus.

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Um den Systemstart zu beschleunigen, stellen Sie die Startreihenfolge so ein, dass der Rechner von der Festplatte bootet. Suchen Sie im BIOS den Eintrag "Boot Device Priority", "Boot Sequence" oder ähnlich und stellen Sie ihn so ein, dass "IDE-0", "HDD-0", "C" oder ähnlich an erster Stelle steht.

Suchen Sie dann den Menüpunkt "Quick Power On Self Test" und stellen Sie ihn auf "enabled". Das beschleunigt den Systemstart nochmals. Abschließend stellen Sie "Boot Up Floppy Seek" auf "disabled". Das verhindert, dass beim Systemstart auf das Diskettenlaufwerk zugegriffen wird.

Um den Zugriff auf alle Laufwerke zu optimieren, kann man im Bereich "Integrated Peripherals", "Peripheral Setup" oder "Advanced BIOS Features" einige Einstellungen ändern. Besitzen Sie eine Festplatte mit SMART-Technologie, was auf alle neuen Platten zutrifft, stellen Sie zunächst unbedingt die"HDD S.M.A.R.T. capability" auf "enabled". Smart überprüft den Zustand der Platte und warnt zumeist rechtzeitig vor einem sich anbahnenden Festplattenschaden. Wer mehr auf Geschwindigkeit als auf Zuverlässigkeit setzt, sollte S.M.A.R.T. allerdings lieber ausschalten, denn diese Technik verlangsamt die Platte ein wenig.

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Wesentlich schneller läuft eine Festplatte, wenn der "IDE HDD Block Mode" eingeschaltet ist. Wird der Rechner mit dieser Einstellung instabil, schalten Sie den Block Mode wieder ab.

Bei der Einstellung "IDE Prefetch Mode" können Sie "enabled" ausprobieren. Stellen sich jedoch Schreib- oder Lesefehler ein, deaktivieren Sie diesen Menüpunkt lieber wieder.

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Bei manchen BIOS-Versionen muss der schnelle DMA-Modus per Menüpunkt aktiviert werden. Stellen Sie, falls vorhanden, den Eintrag "Primary Master UDMA" auf "enabled" beziehungsweise "Auto".

Möchten Sie eine USB-Tastatur nutzen, um damit das BIOS zu konfigurieren, muss das BIOS diese auch erkennen und unterstützen. Gehen Sie dazu mit einer normalen PS/2-Tastatur ins BIOS und aktivieren Sie im Menü "Advanced Chipset Features" oder ähnlich den Punkt "USB Keyboard Support". Erst dann lässt sich eine USB-Tastatur auch nutzen, bevor das Betriebssystem samt USB-Treiber gestartet ist.

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Die Speichereinstellungen lassen sich im BIOS ebenfalls optimieren. Bevor Sie das tun, starten Sie den Speicher-Benchmark, der im Programm Everest integriert ist, und notieren sich das Ergebnis. Wenn Sie die folgenden Einstellungen vorgenommen haben, lassen Sie die Tests ein zweites Mal durchlaufen. In vielen Fällen läuft der Rechner deutlich schneller.

Gehen Sie ins BIOS und stellen Sie in den "Advanced BIOS Features" den "CPU Internal Cache" sowie den "External cache" auf "enabled". Mit den Einstellungen "SDRAM Cycle Length" oder "SDRAM CAS Latency" lässt sich ebenfalls mehr Tempo herauskitzeln. Je niedriger der eingestellte Wert, desto schneller läuft der Speicher. Besitzen Sie hochwertige Markenmodule, riskieren Sie ruhig einen Wert von "2". Gibt es Probleme mit der Stabilität, setzen Sie den Parameter wieder auf den ursprünglichen Wert zurück.

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