Steinmetzarbeit

Teil 7: Bilder freistellen

Bei den meisten Auswahlwerkzeugen hat sich folgende Vorgehensweise gut bewährt: Wählen Sie erst die Ansicht, mit der Sie das gesamte Bild sehen. In dieser Ansicht nehmen Sie eine erste, noch recht grobe Auswahl vor, damit Sie später nicht die Orientierung verlieren. Dieses Herangehensweise gilt besonders für die Auswahl mit den unterschiedlichen Lasso- Werkzeugen. Wählen Sie die Gesamtansicht durch die entsprechenden Tastaturkürzel, in Photoshop: [Strg-0].

Bilder freistellen

© Archiv

Extrahiert: Der Extrahieren-Filter erstellt einen Farbauszug für die grün übermalten Bereiche.

Für die Grobauswahl bietet sich vor allem das Polygonlasso an, da Sie die Auswahl mit wenigen Mausklicks fertig stellen können.

Zoomen Sie ins Bild hinein, beispielsweise auf 400 Prozent. Viele Programme bieten dazu ebenfalls praktische Tastaturkürzel, z.B. [Strg- +]. Wenn Ihr Programm ein Magnetisches Lasso besitzt, wählen Sie alternativ dieses Werkzeug - es macht selten Sinn, beide Tools hintereinander einzusetzen.

TIPP: Sind die Kanten an manchen Stellen nicht klar zu erkennen, kommt es beim Magnetischen Lasso leicht zu fehlerhaften Auswahlen. So passiert es schnell, dass wichtige Bildteile nicht in der Auswahl enthalten sind oder sich unwichtige Details hineinschmuggeln. Um das zu vermeiden, fügen Sie per Mausklick der Auswahl an der kritischen Stelle einen weiteren Begrenzungspunkt hinzu.

Zuletzt verfeinern Sie die Auswahl mit dem Lasso: Wählen Sie das Lassowerkzeug, halten Sie die [Umschalt]-Taste gedrückt und umfahren Sie die zu erweiternden Bereiche in kreisenden Bewegungen möglichst aus der Richtung, in der die Auswahl bereits getroffen wurde - die Software muss schließlich "wissen", welche Bereiche Sie markieren wollen: Sie schließt die Auswahl automatisch zwischen dem Ausgangs- und Endpunkt. Um zu viel markierte Bereiche wieder abzuziehen, halten Sie die [Alt]-Taste gedrückt und umfahren diese aus Richtung der nicht zu markierenden Bereiche.

Wenn Sie Bildbereiche ohne weiche Auswahlkante wählen, wirken sie wie mit der Schere ausgeschnitten - meistens gibt es in der Praxis keine ganz harten Kanten.

TIPP: Stellen Sie ein bis drei Pixel für eine Weiche Auswahlkante ein - die Bezeichnung variiert von Programm zu Programm, Fireworks verwendet dafür den Begriff Feder, PSP Randschärfe.

Die ideale Wahl hängt von der physikalischen Größe des Bilds (in Pixel) sowie dem Motiv ab: Für ein 100-MByte-Bild, das Sie ohnehin noch stark verkleinern, können Sie wie bei einem weichen Übergang (viele feine Haare im Wind vor kaum unterscheidbarem Hintergrund) auch einen größeren Wert - etwa fünf Pixel - einsetzen.

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