Sicher surfen mit dem Internet Explorer

Teil 6: Schutzmantel für den Internet Explorer

Mit dem Service Pack 2 versucht Microsoft, die so genannte Zonenverwaltung des Browsers besser abzusichern. Dabei geht es um die verschiedenen Quellen, aus denen der Internet Explorer seine Webseiten erhält und dementsprechend mit unterschiedlichen Sicherheitseinstellungen anzeigt.

Schutzmantel für den Internet Explorer

© Archiv

So macht der Browser in den Grundeinstellungen einen klaren Unterschied, ob Sie eine Webseite aus dem lokalen Netzwerk (dazu zählt auch Ihr eigener PC) oder aus dem Internet laden. Zudem lassen sich einzelne Websites auch der Zone "Vertrauenswürdige Sites" hinzufügen. Lädt der Browser eine derart eingeordnete Webseite, greifen in den Grundeinstellungen so gut wie keine Sicherheitsmechanismen.

Leider weist der Internet Explorer trotz Service Pack 2 weiterhin Lücken in der Zonenverwaltung auf. So kann man dem Browser vorgaukeln, dass Webinhalte, die eigentlich in der weitgehend abgesicherten Internetzone ausgeführt werden müssten, in der relativ ungesicherten Zone "Lokales Intranet" ablaufen. Doch dieser Bug lässt sich umgehen, wenn Sie die Sicherheitsstufen für "Lokales Intranet" und für "Vertrauenswürdige Sites" entsprechend anheben.

Die Zonenverwaltung finden Sie im Internet Explorer unter "Extras/ Internetoptionen/Sicherheit". Der Browser unterscheidet zwischen vier verschiedenen Webinhaltszonen: "Internet", "Lokales Internet", "Vertrauenswürdige Sites" und "Eingeschränkte Sites".

Klicken Sie zunächst auf "Lokales Intranet" und gleich anschließend rechts unten auf die Schaltfläche "Standardstufe". Ziehen Sie jetzt den Regler am linken Rand von "Niedrig" auf "Mittel" und betätigen Sie mit "Übernehmen". Anschließend öffnen Sie mit "Stufe anpassen" die lange Liste der Sicherheitseinstellungen.

Schutzmantel für den Internet Explorer

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Nehmen Sie folgende Änderungen vor: Den ersten Punkt "ActiveX-Steuerelemente ausführen, die für Scripting sicher sind" setzen Sie auf "Deaktivieren". Achtung: Diese strenge Einstellung kann auf einigen Webseiten Probleme verursachen. Besuchen Sie viele Webseiten, die beispielsweise mit Flash gestaltet wurden, sollten Sie sie "aktiviert" lassen. Allerdings geht das auf Kosten Ihrer Sicherheit. Scrollen Sie die Seite etwas nach unten und "Deaktivieren" Sie die Option "Binär- und Skriptverhalten".

Ziemlich am Ende der Liste deaktivieren Sie noch die Einstellung "Websites, die sich in Webinhaltszonen niedriger Berechtigung befinden, können..." und setzen außerdem die "Zugriffsrechte für Softwarechannel" auf "Hohe Sicherheit". Bestätigen Sie mit einem Klick auf "OK" und beantworten Sie die folgende Frage im "Achtung"-Fenster mit "Ja".

Verfahren Sie nun mit den beiden Webinhaltszonen "Vertrauenswürdige Sites" und "Internet" genauso, wie Sie es eben für die Zone "Lokales Internet" durchgeführt haben. Danach schließen Sie das Fernster "Internetoptionen" mit "OK".

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