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Teil 6: Fünf Media-Center-Programme im Vergleich

Möchten Sie den Rechner nicht ausschließlich als Media Center benutzen, sondern am Rechner arbeiten und gleichzeitig fernsehen, benötigen Sie eine Grafikkarte mit zwei Monitor- Ausgängen und einem TV-Ausgang. Wenn Sie an den ersten Monitor-Ausgang den Monitor und an den TV-Ausgang Ihren Fernseher anschließen, können Sie beide Bildschirme getrennt voneinander nutzen. Gehen Sie dazu in der Systemsteuerung auf Anzeige/Einstellungen, wählen Sie das rechte zweite Monitor- Symbol und versehen Sie die Option Windows- Desktop auf diesem Monitor erweitern mit einem Haken. Klicken Sie auf Erweitert, bekommen Sie weitere Grafikkarten-spezifische Optionen, um z.B. das TV-Out-Bild ohne Rand darzustellen (Overscan-Modus). Nehmen Sie jetzt das Fenster Ihrer Media-Center- Software und schieben Sie es nach rechts aus dem Monitor-Bild in das Fernseh-Bild rüber. Ein anschließender Klick auf das Maximieren- Icon in der Fensterleiste sorgt für Vollbild-Wiedergabe auf dem Fernseher. Funktioniert das nicht, geben Sie durch einen Haken in den Anzeige- Einstellungen an, dass Sie den TV-Out als primären Monitor verwenden möchten.

Fünf Media-Center-Programme im Vergleich

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Bei einem stichprobenartigen Test mit WinDVD 6 und PowerDVD 5 funktionierte diese Vorgehensweise problemlos mit einer ATI Radeon-9700- und einer GeForce-FX-5700-Grafikkarte und aktuellen Treibern. Allerdings hat diese Art der TV-Ausgabe einen Haken: Sie gibt das Bild nicht 1:1 wieder. Das Bild wird skaliert, und der PC muss vor der Ausgabe zunächst aus den Halbbildern Vollbilder machen (Deinterlacing), um hässliche Kammstrukturen oder Streifen zu vermeiden. Derartige Verluste gibt es bei Matrox-Grafikkarten nicht: Im DVDMax-Modus kann ein (noch nicht gedeinterlacetes) Video-Bild richtig skaliert und synchronisiert zur TV-Out-Frequenz mit einer Qualität auf den Fernseher ausgegeben werden, die man von Geräten der Consumer-Elektronik gewohnt ist. Allerdings gibt der DVDMax-Modus wirklich nur das Video-Overlay aus, nicht aber OSD-Einblendungen oder die Bedienoberfläche einer Media-Center-Software. Sie können auch nicht per Knopfdruck auf den "normalen" Ausgabe- Modus umstellen, so dass sich DVDMax derzeit nur bedingt für Media-Center-Anwendungen eignet. Dieses Problem gilt z.B. auch für eine Hauppauge Nexus DVB-s oder eine Hauppauge PVR 350: Der TV-Ausgang gibt nur das reine Videobild wieder, aber kein OSD oder Bedienelemente. Dazu müsste die Software speziell angepasst werden.

Allerdings macht es nur dann Sinn, Wert auf einen perfekten TV-Ausgang zu legen, wenn Sie einen entsprechenden Fernseher besitzen. Günstige 100-Hz-Fernseher, Beamer oder LCDisplays sorgen durch Nachleuchten oder schlechtes Deinterlacing von sich aus für Bewegungs- Unschärfe. Bei Anschluss eines Beamers oder eines LCD-Fernsehers sollten Sie eher Wert auf hochqualitativen VGA-Ausgang legen bzw. gleich den DVI-Ausgang nutzen.

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