Grundlagen

Teil 6: BIOS enträtselt

Ein Prozessor kann noch so hoch übertaktet oder leistungsfähig sein: Wenn der Cache- Speicher im BIOS falsch eingestellt ist, kann dies unter Umständen sogar einen Leistungsverlust bis zu 50 % bedeuten. Die Einstellungsmöglichkeiten für den Cache finden Sie meist unter Advanced BIOS Feature. Sowohl der Wert bei CPU Internal Cache (L1-Cache) als auch bei External Cache (L2-Cache) sollte auf Enabled stehen.

BIOS enträtselt

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Plug and Play: Damit das Betriebsystem die Ressourcenverwaltung selbst verwalten soll, muss Plug and Play Aware O/S auf Yes stehen. Modere Grafikkarten unterstützen zwar AGP 8x, können aber das System instabil laufen lassen. Stellen Sie also AGP 4x ein

Der Arbeitsspeicher ist der nächste Baustein, der für die Gesamtleistung des Systems mit verantwortlich ist. Ein wichtiger Begriff hier ist Speichertiming. Ist dieser Wert falsch eingestellt, bremst es das System deutlich aus. Moderne Speicherriegel lesen die Speichertimings automatisch per SPD-Modul (Serial Presence Detect) aus. Dies gewährt ein stabiles und intaktes System. Normalerweise sollte deswegen Configure DRAM im BIOS auf by SPD eingestellt sein. Dennoch steckt in den Speicherriegeln einiges an Leistungsreserve, die Sie noch ausreizen können. Zuerst sollten Sie sich mit dem Programm CPU-Z 1.24 im Reiter Memory bzw. SPD das SPD-Modul auslesen lassen. Der Wert bei CAS# Latency ist hier entscheidend. Die Zahl CL2 oder CL3 steht für die Taktlänge des lokalen Speichers und bestimmt die Latenzzeit. Je niedriger der Wert also ist, desto schneller kann der Speicher auf die bereitstehenden Daten zugreifen. Ähnlich ist es bei RAS# to CAS# Delay. Die Zahl hier bestimmt den Zugriff auf eine bestimmte Speicherzelle (Adressierung nach Zeile und Spalte). Der Wert bei RAS# Precharge sollte beibehalten werden, um Speicherfehler und Datenverlust aus dem Weg zu gehen.

Diese Werte können Sie nun im BIOS meist unter Advanced Chipset Feature einstellen. Setzen Sie den Wert bei Configure DRAM auf Disabled oder Manual und tragen nun die entsprechenden Werte ein. Doch Vorsicht: Auch wenn Ihr System stabil läuft, können vereinzelte Applikationen immer wieder abstürzen. Das kann sich dadurch äußern, dass Programme benötigte DLLs nicht laden können oder dass ein Kopiervorgang jedes Mal unterbrochen wird. Wenn Sie nicht wissen, an was das liegen könnte, ist es eben die Änderung der Speichertimings im BIOS. Deshalb ergreifen Sie immer eine Maßnahme nach der anderen und schreiben sich die Veränderung auf. So lassen sich die Einstellungen besser zurückverfolgen.

BIOS enträtselt

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