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Teil 5: Übersicht Kopierschutzverfahren

Protect-CD/Protect-DVD

Übersicht Kopierschutzverfahren

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Beispiel Darkstar One mit ProtectDVD.

Der Kopierschutz von VOB hinterlässt seine Fußabdrücke in der Registry. Dort befindet sich im HKCU-Software-Verzeichnis ein Unterordner VOB mit den verräterischeren Einträgen Protect-CD. Der Schutz versteckt seine Informationen in den Subchannel-Daten des Mediums. Moderne Brenner und Brennprogramme können diese allerdings mitkopieren. Protect-Disc setzt massiv auf das Blacklisting von Emulatoren und unangenehmen Brennprogrammen. Ist zum Beispiel Alcohol installiert, verweigert die Anwendung den Betrieb.

Protect-DVD 6 (auf Darkstar One) weicht offensichtlich etwas von der Methode ab. Genaue Informationen über die Art des Schutzes sind nicht erhältlich. Crackbar war das Spiel allerdings innerhalb von wenigen Stunden. Passende Dateien kursierten bereits am Tage der Veröffentlichung im Netz.

Ring-Protect

Der Kopierschutz von Ed-Contrive aus Japan setzt auf einen Ring schwer lesbarer Sektoren. Mittels moderner Brennprogramme wie Alcohol und dem A.S.S.-Modus sind diese mittlerweile trotzdem zu lesen - das dauert nur länger. Bis zu A.S.S. behalfen sich Kopierer durch den Einsatz einer Gefriertruhe: Nach mehreren Stunden im Tiefkühlfach und anschließender Trocknung ließen sich die CDs einfach kopieren.

SafeDisc

Übersicht Kopierschutzverfahren

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SafeDisc von Macrovision wird von EA und Take2 eingesetzt - auch wenn sich der Sinn des KS beim Online- Spiel Battlefield 2 nicht erschließt.

Dem ursprünglich von C-Dilla stammenden Kopierschutz war früher leicht mit Brennern beizukommen, die 2352 Bytes lesen und unkorrigiert schreiben konnten. Ab Version 2.0 kamen jedoch schwache Sektoren hinzu, die von den Brennern nicht mehr ausgelesen werden konnten. Bessere Geräte (solche, die bestimmte EFM-Wörter schreiben konnten) und Kopier-Software mit der Funktion, schwache Sektoren zu verstärken (Alcohol 120% oder CloneCD), umgingen schnell auch diese Verbesserung. Ab Version 2.4 suchte die Software nach ATIP-Läuflänge-Informationen von CDRohlingen (Absolut Time in Pregroove). Für die nächste Generation an Brennprogrammen und Emulatoren war dies kein Problem. Version 2.9 hielt als Überraschung eine Blacklist bereit, die gerade bei Vorhandensein eben jener Tools den Programmstart verhinderte. Ab Version 3 sollte eine digitale Signatur die ausführbaren Elemente schützen. Allerdings konnte dieser Kopierschutz mit den aus Safe- Disc 2 bekannten Hardware- und Software- Einschränkungen trotzdem dupliziertwerden. Auch die letzte Version 4 von SafeDisc unterliegt den gleichen verschärften Systemvorgaben. Außerdem wurde das Blacklisting weiter angehoben. Selbst die lange Zeit immer noch zulässigen Disk-Emulatoren fallen darunter.

SafeDisc zählt zu den meist verbreiteten Kopierschutz- Verfahren. Meist schneller als eine Kopie zu basteln, schieben Raubkopierer allerdings Cracks ins Internet.

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