Doppel-Whopper

Teil 5: DVDs erfolgreich brennen

Für das Brennen von Daten auf einen DVDRohling stehen verschiedene Dateiformate zur Auswahl, die abhängig vom späterem Verwendungszweck richtig gewählt sein wollen. Neben dem bei CDs eingesetzten ISO 9660/Joliet- Format stehen alternativ das UDF- (Universal Disk Format) sowie das UDF-Bridge-Format zur Auswahl. Bei Letzterem kommen beide Dateisysteme, ISO und UDF, quasi parallel zum Einsatz.

DVDs erfolgreich brennen

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Book-Type-Field- Management a la Nero: Auch Aheads Nero 6 unterstütz die komfortable Manipulation der Book-Type- Field-Einträge.

Soll ein DVD-Rohling später ausschließlich als PC-Speichermedium eingesetzt werden, ist das ISO 9660/Joliet-Format in den meisten Fällen das optimale Format. Die ehemals vorhandenen ISO-Level-1-Beschränkungen auf Dateinamen im 8.3-Format in Großbuchstaben und Ziffern bei maximal acht Verzeichnisebenen sind dank Microsofts Joliet-Erweiterung schon lange passe. Das aktuelle ISO 9660/Joliet-Format erlaubt Dateinamen bis zu einer Länge von 64 Zeichen im Unicode-Format.

Die Verzeichnistiefe ist lediglich durch die maximale Pfadlänge von 255 Zeichen beschränkt. ISO 9660/Joliet-formatierte DVDs können selbst unter Uralt-Betriebssystemen wie Windows 95 ausgelesen werden. Lediglich in speziellen Fällen, in denen beispielsweise Dateien, die größer als zwei Gigabyte sind, auf DVD gebrannt werden sollen, bedarf es des UDF-Formats. Zudem bietet das UDF-Format mit einer maximalen Dateinamenlänge von 255 Bytes und Verzeichnispfaden mit einer Länge von bis zu 1023 Bytes mehr als ausreichende Reserven. Auch Sonderzeichen stellen kein Problem dar. Lediglich mit der Kompatibilität kann es unter Umständen hapern: So unterstützt Windows 98SE lediglich die UDF-Version 1.02, Windows 2000 Professional die Version 1.5. Erst Windows XP kommt mit allen Versionen inklusive der aktuellen 2.01-Version klar. Bei manchen Brennprogrammen kann die UDF-Version daher manuell festgelegt werden. Für einmal beschreibbare DVDs ist die UDF-Version 1.02 am besten geeignet. Packet-Writing-Programme nutzen hingegen überwiegend die Version 1.5, da hier spezielle Optimierungen in Hinblick auf das Packet-Writing vorgenommen wurden. Kommt es auf älteren Betriebssystemen zu Kompatibilitätsproblemen, bleibt als Alternative die Bridge-DVD, hier gilt allerdings wiederum die 2-GByte-Dateigrößenbeschränkung, oder die Installation eines UDF-Readers respektive einer Packet-Writing-Software.

DVDs erfolgreich brennen

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Manuelle UDF-Versionswahl: Um die Kompatibilität zu erhöhen, ist es gelegentlich sinnvoll, die UDF-Version manuell vorzugeben.

Bei der Erstellung von Video-DVDs, die ebenfalls auf dem UDF-Bridge-Dateisystem aufsetzen, müssen Sie in Ihrer Software ein DVD-Video- Brenn-Projekt wählen. Denn in den IFODateien eines VIDEO_TS-Ordners ist festgelegt, wo die jeweils dazugehörigen VOB-Dateien zu finden sind. Nur durch Berücksichtigung dieser Informationen durch Auswahl eines DVDVideo- Templates ist sichergestellt, dass die Dateien auf dem Rohling auch physikalisch am richtigen Platz landen und eine größtmögliche Abspielkompatibilität erreicht wird.

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