Anwendung: Diamond Cut Magic Audio

Teil 5: Audiokassetten digitalisieren

Der erste Filter in der Leiste, Impulse Noise, entfernt Knackser aus der Aufnahme. Die kommen bei Bandaufnahmen selten vor. Sie können ihn überspringen.

Als nächstes steht der Continuous-Noise-Filter zur Wahl. Er beseitigt kontinuierliche Geräusche aus der Aufnahme. Die sind bei Bandaufnahmen fast immer zu hören. Zuerst stellen Sie dem Filter eine Probe des Rauschens zur Verfügung. Markieren Sie mit der Maus die erste halbe Sekunde des Titels, hier sollte noch keine Musik laufen. Die Zeit sehen Sie am unteren Rand des Tonspurfeldes. Diese sollte nach der Auswahl ungefähr "Stop=00:00:00.5000" (Stunden:Minuten:Sekunden: 1/10-Sek usw.) anzeigen. Ein paar hunderstel oder tausendstel Sekunden mehr oder weniger ist nicht relevant.

Klicken Sie auf den "Sample-Noise"-Knopf, den Sie auf der Filterseite finden. Damit ist die Probe eingelesen. Sie sehen nun eine blaue Linie oberhalb der roten Linie der Aufnahme. Stellen Sie folgende Parameter ein: Attack Time = 40 msec, Release Time = 80 msec sowie Attenuation = 100 dB. Markieren Sie den Song durch einen Doppelklick mit der linken Maustaste innerhalb des Fensters mit den Tonspuren. Wählen Sie den "Filtern"-Knopf, der Restaurationsprozess beginnt. Das Ergebnis finden Sie unterhalb der Quelldatei wiederum als zwei Tonspuren. Um es zu überprüfen, klicken Sie auf die "Play"- Taste in der Taskleiste. Sie können nun den Song speichern oder weiterbearbeiten.

Zum Speichern klicken Sie auf "Datei" und "Ziel speichern als". Wählen Sie über den Dateiexplorer einen Ordner und einen Dateinamen, mit "Speichern" legen Sie das bearbeitete Musikstück ab.

Wollen Sie den Song weiterbearbeiten, wählen Sie "Datei" und "Ziel zur Quelle machen". Es öffnet sich der Ordner mit Ihren Aufnahmen, der ursprüngliche Dateiname bekommt eine "1" angehängt. Klicken Sie jetzt auf "Speichern", wird die Datei abgelegt, ohne die Ursprungsdatei zu überschreiben. Die können Sie löschen oder zur weiteren Kontrolle behalten. Dazu wandert die Darstellung der bearbeiteten Tonspuren im Bearbeitungsfeld hoch und steht als Quelldatei für weitere Filter zur Verfügung.

Audiokassetten digitalisieren

© Archiv

Um die Qualität einer Kassettenaufnahme weiter zu verbessern, empfehlen wir noch den "Highpass"-Filter. Er entfernt niederfrequentes Rumpeln, welches nach dem Überspielen von Bandaufnahmen mit guten Lautsprechern zu hören ist. Öffnen Sie den Filter und stellen Sie "Frequenzy" auf 55 Hz und die "Filter-Kurve" auf 18 dB/Oktave. Klicken Sie auf "Filtern", verschwindet das Rumpeln. Speichern Sie den Song, wie im Schritt zuvor beschrieben.

Audiokassetten digitalisieren

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Mit dem "Graphic Equalizer" lassen sich stumpfe Aufnahmen wieder aufpolieren. Hier können Sie mit Schiebereglern einzelne Frequenzen hervorheben oder verringern, bis die Klangdynamik Ihren Wünschen entspricht.

Audiokassetten digitalisieren

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Magic Audio bietet noch eine Vielzahl weiterer Restauratonsmöglichkeiten, auch für die Restauration alter Schallplatten. Es lohnt sich, mit den Filtern zu experimentieren. Uns hat gefallen, dass man jede Änderung mit einem Klick speichern und sich das beste Ergebnis für eine CD aussuchen kann.

Audiokassetten digitalisieren

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Bei den Profiversionen "Diamond Millennium" und "Diamond Cut Five" stehen Ihnen ein Höchstmaß an Eingriffsmöglichkeiten in allen Variablen zur Verfügung, die den Audio-Restaurierungsprozess ausmachen. Dabei gibt Diamond Cut Ihnen die Möglichkeit, einen akzeptablen Kompromiss zwischen dem Grad der Geräuschentfernung und dem Erhalt der Wirklichkeitstreue, der Signalqualität und des Frequenzgangs zu finden.

Daneben bieten Ihnen die beiden kostenpflichtigen Versionen einen so genannten Multifilter. Er erlaubt es Ihnen, bis zu 24 Filter oder Effekte vor dem Filterbefehl zu speichern und im Anschluss nacheinander ablaufen zu lassen. Eine Zwischenspeicherung entfällt.

Der zusätzlich in Diamond Cut Five verfügbare "Live-Feed-Through"-Modus erlaubt es bei Systemen mit echter Full-Duplex-Funktionalität (der PC kann mehrere Anwendungen gleichzeitig ausführen), die Festplatte zu umgehen. Der PC wird von der Software als Echtzeit-Signalprozessor eingesetzt. Das Signal, das Sie in den Eingang der Soundkarte Ihres PCs einspeisen, wird direkt durch die Funktionen von Diamond Cut bearbeitet und steht Ihnen bereits wenige Millisekunden später am Ausgang der Soundkarte zur Kontrolle über die angeschlossenen Boxen oder den Kopfhörer zur Verfügung.

Welche zusätzlichen Funktionen Ihnen bei den Profiversionen zur Verfügung stehen, finden Sie auf der Webseite des Herstellers. Hier sind alle drei Restaurations- Tools von Diamond Cut mit Ihren Funktionen zum Vergleich nebeneinander gelistet. Alle Funktionen sind noch einmal kurz erläutert. Auch ohne CD können Sie sich über den Link www. diamondcut.de über die Funktionen der drei Anwendungen informieren.

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