Handy-Grundlagen

Teil 5: Asse statt Masse

Um die grundlegenden Funktionen eines Handys scheint sich dagegen kaum mehr jemand zu kümmern. Noch immer sind zwei Telefonbücher auf einem Gerät üblich: ein Verzeichnis auf der SIM-Karte und eines auf dem internen Speicher des Handys. Das ist zwar ganz nett, weil sich so die Telefonnummern auf der SIM-Karte einfach in ein anderes Telefon übernehmen lassen. Doch der Anwender muss sich mit zwei Verzeichnissen herumschlagen und aufpassen, wo was gespeichert ist. Ein intelligentes Gerät sollte sich darum automatisch kümmern.

Asse statt Masse

© Archiv

Kamerahandys bieten nicht nur eine hohe Auflösung, sondern auch eine mit Fotoapparaten vergleichbare Handhabung.

Weitere Probleme lauern in den Telefonbüchern. Auf die SIM-Karte passen meist nur 100 oder 200 Telefonnummern. Die Verzeichnisse auf dem Handyspeicher lassen bei normalen Handys immerhin zwischen 100 und 500 Einträge zu. Dabei bieten Handys deutlich weniger Eingabefelder pro Adresse als Adress- und E-Mail-Programme auf dem PC. Viele Handys speichern zum Beispiel keine Berufsbezeichnungen, E-Mail- oder Internet-Adressen. Teilweise sind auch einzelne Eingabefelder zu kurz. Auf diese Weise gehen Daten verloren, wenn man Handyverzeichnisse mit Kontaktlisten auf dem PC abgleicht. Manche Handys schneiden zum Beispiel das Datenfeld "Firma" nach der fünfzehnten Stelle einfach ab. Aus einem Datensatz aus Outlook mit dem Firmeneintrag "Kfz-Werkstatt Sindelsheim" macht das Handy ein nichtssagendes "Kfz-Werkstatt S".

Das Fatale daran: Auch auf dem PC gehen die Daten irgendwann verloren. Wenn die Adressen vom PC aufs Handy wandern, schneidet es die letzten Buchstaben ab. Werden Handy und PC später nochmals synchronisiert, fehlt der Ort "Sindelsheim" auch in Outlook. Für den Abgleich mit dem Handy sollte sich der Anwender daher immer ein Unterverzeichnis in Outlook, Outlook Express oder Lotus Notes anlegen, in dem die speziell bearbeiteten Adressen für das Handy liegen. Die Synchronisations-Software muss mit solchen Unterverzeichnissen umgehen können.

Probleme gibt es auch, wenn Telefonnummern in Outlook in der Form "+49 (0)251 - 234 56 78" geschrieben wurden. Handys streichen Klammern, Leerstellen, Spiegelund Schrägstriche weg, wenn man die Daten vom PC überspielt. Sie speichern dann die Nummer "+4902512345678", die beim Wählen eine Fehlermeldung erzeugt. Die PC-Software, die die Handyhersteller mitliefern, erkennt den Fehler bei der Übertragung meistens nicht. Anwender müssen bereits in Outlook auf eine Schreibweise achten, die ihr Handy versteht.

Bei den Telefonbüchern von Nokia und Sony Ericsson gibt es Eingabefelder, die gleichzeitig den Vor- und Nachnamen enthalten. Damit kann der Anwender nicht einstellen, ob er die Einträge nach dem Voroder Nachnamen sortieren möchte. Überträgt er die Adressen vom PC aufs Handy, werden automatisch Vor- und Nachname hintereinander geschrieben und nach dem Vornamen sortiert. Wer lieber die Nachnamen alphabetisch sortieren möchte, muss im Outlook-Unterverzeichnis für die Handy-Adressen die Vor- und Nachnamen vertauschen.


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