Funklöcher schließen

Teil 4: WLANs vor Hackern schützen

Ein WLAN-Router posaunt ständig und an jeden den Namen seines drahtlosen Netzwerks (seine SSID) heraus. Das unterbinden Sie in diesem Schritt. Ist die Übertragung der SSID abgeschaltet, lässt sich Ihr WLAN nicht mehr mit herkömmlichen Methoden orten, weder über den Assistenten von Windows noch über ein Scan- Tool wie Netstumbler. Anschließend ändern Sie die SSID, die meist den Namen des Router-Herstellers trägt und somit leicht zu erraten ist.

WLANs vor Hackern schützen

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Entfernen Sie in der "Wireless Konfiguration" von Netgears Router den Haken vor "Broadcast des Netzwerknamens erlauben". Anschließend ersetzen Sie den SSID-Namen "NETGEAR" durch einen eigenen.

WLANs vor Hackern schützen

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Die SSID darf maximal 32 Zeichen lang sein und aus den Buchstaben A bis Z (auch Kleinbuchstaben) und den Ziffern 0 bis 9 bestehen. Je länger Ihre SSID ist, deren Zeichenfolge keinen Sinn ergeben sollte, umso besser geschützt ist Ihr WLAN-Netzwerk.

Notieren Sie sich die SSID auf den Zettel, der bereits Ihren WEP- oder WPA-Schlüssel enthält. Anschließend übernehmen Sie die Änderungen im Router, indem Sie die Schaltfläche "Anwenden" betätigen. Die Funkverbindung zwischen WLAN-Router und Ihrem PC ist nun wieder getrennt. Um sie wieder herzustellen, müssen Sie die SSID auch dem WLAN-Adapter Ihres PC mitteilen. Das ist nur möglich, indem Sie auf Ihrem PC ein neues Drahtlosnetzwerk einrichten.

Doppelklicken Sie im Infobereich der Task- Leiste auf das Symbol für Drahtlosnetzwerke. Damit erscheint das Fenster "Drahtlose Netzwerkverbindung". Das WLAN mit der neuen SSID wird nicht angezeigt, da Sie kurz vorher die Übermittlung der SSID abgeschaltet haben. Wählen Sie in der Liste links die Option "Drahtlosnetzwerk für Heim- bzw. kleines Firmennetzwerk einrichten" , um den "Drahtlosnetzwerk- Installationsassistenten" zu starten.

Nach einem Klick auf "Weiter" wählen Sie die Option "Neues Drahtlosnetzwerk einrichten" und betätigen erneut "Weiter". Geben Sie jetzt Ihren Netzwerknamen (SSID) in exakt derselben Schreibweise ein, wie Sie sie eben im Router eingetragen haben. Setzen Sie außerdem einen Punkt vor "Netzwerkschlüssel manuell zuweisen". Haben Sie sich für WPA entschieden, setzen Sie einen Haken vor "WPA-Verschlüsselung an Stelle von WEP verwenden (...)". Nutzen Sie die WEP-Verschlüsselung, lassen Sie den Haken weg.

Wählen Sie "Weiter" und geben Sie nun zweimal Ihren WPA- oder WEP-Schlüssel ein. Achten Sie auch hier auf die exakte Schreibweise. Entfernen Sie dazu den Haken vor "Zeichen bei der Eingabe ausblenden". Bereits vorhandene Einträge in den Eingabefeldern löschen Sie komplett, bevor Sie Ihren Schlüssel eintippen.

Nach einem Klick auf "Weiter" bietet Ihnen der Assistent die Möglichkeit, Ihre Verschlüsselungsdaten auf einen USB-Speicherstick zu übertragen. So lassen sich weitere WLAN-PCs rasch dem Funknetz hinzufügen. Klicken Sie auf "Weiter" und folgen Sie den Anweisungen. Im Anschluss daran bietet Ihnen Windows an, Ihre Daten wieder vom USB-Stick zu löschen. Entfernen Sie den Haken vor "Netzwerkeinstellungen... entfernen", falls Sie später noch einen weiteren PC zu Ihrem WLAN hinzufügen möchten.

Besitzen Sie keinen USB-Stick, wählen Sie die Option "Netzwerk manuell einrichten" und klicken auf "Weiter". Drucken Sie Ihre Netzwerkeinstellungen noch einmal aus und verwahren Sie sie zusammen mit Ihrem Notizenzettel an einem sicheren Ort. Mit "Fertig stellen" beenden Sie den Assistenten und die Verbindung zu Ihrem WLAN-Router wird wieder hergestellt. Für jeden weiteren PC, den Sie an Ihr gesichertes WLAN anschließen möchten, verwenden Sie entweder den USB-Stick oder führen erneut die Konfiguration über den Drahtlosnetzwerk- Installationsassistenten durch.

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