Öl ins Getriebe

Teil 4: Vista und die Hardware

Bereits seit Windows ME setzt Microsoft für die direkte Scanner-Unterstützung nicht mehr auf TWAIN, sondern auf WIA (Windows Image Acquisition). Bei Vista läuft der WIA-Dienst aber nicht mehr unter dem LocalSystem-Account mit vollen Administratorrechten, sondern als LocalService mit eingeschränkten Rechten. Das steigert die Sicherheit des Systems, da fehlerhafte Treiber nicht mehr genutzt werden können, um so an Administratorrechte auf einem Rechner zu gelangen. Diese Änderung, die bereits mit Windows Server 2003 eingeführt wurde, führt aber auch dazu, dass alle Scanner-Hersteller ihre Treiber für Vista anpassen müssen, um weiterhin WIA nutzen zu können. Dieser Aufwand war einigen Herstellern für ihre älteren Modelle offenbar zu groß, sie liefern entweder gar keine Vista-Treiber, oder solche, die nur TWAIN unterstützen.

Vista und die Hardware

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Im zweiten Fall kann der Scanner zwar für Applikationen wie Photoshop, IrfanView oder Photo-Paint genutzt werden, aber nicht für die Windows Fotogalerie oder Windows Fax und Scan. Steht kein Vista-Treiber bereit, kann man sich im Notfall auch mit der Installation der XP-Treiber behelfen, die in den allermeisten Fällen auch eine TWAIN-Schnittstelle installieren. Allerdings klappt dann der Aufruf der Geräte-Eigenschaften über das Systemsteuerungsapplet nicht. Wir empfehlen hier also den Kauf eines neuen, Vista-kompatiblen Scanners.

Vista und die Hardware

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Mit reinen TWAIN-Scannern kann das Scan- und Fax-Tool von Vista nichts anfangen.

Für die Kommunikation mit Digitalkameras verwendet Vista nicht mehr WIA, sondern den WPD-Standard (Windows Portable Devices). Wenn eine Kamera nach dem Anschluss an einen Vista-PC nicht erkannt wird, dann kann man ihr durch eine Änderung in den Einstellungen in der Kamera auf die Sprünge helfen: Hier stellen Sie statt WIA die Option PTP (Picture Transfer Protocol) ein.

Vista spricht nicht mit jedem

Ausgesprochen verschlossen zeigt sich Vista bei der Kommunikation mit PDAs und Smartphones. Denn das Windows-Mobile-Gerätecenter, das ActiveSync ersetzt, arbeitet nur noch mit PDAs und Smartphones mit Windows Mobile 6.0, 5.0 oder Mobile 2003 zusammen. Ältere Geräte mit Windows Mobile 2002 oder gar einer der Windows-CE-Varianten bleiben außen vor, denn ActiveSync kann auf Vista nicht installiert werden. Das Windows-Mobile-Gerätecenter ist nicht Bestandteil der Vista-Grundinstallation, sondern muss unter www.microsoft.com/windowsmobile/devicecenter.mspx heruntergeladen und installiert werden. Die Synchronisierung zwischen PDA und PC ist weiterhin über USB, Infrarot oder Bluetooth möglich, aber die Qualität der meisten Bluetooth-Treiber für Vista lässt noch zu wünschen übrig.

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Windows-Mobile-Gerätecenter spricht nur mit PDAs ab Windows Mobile 2003.

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