Die Vor- und Nachteile aktueller Virtualisierungs-Software

Teil 4: Virtualisierung gratis: Das leisten VMware, VirtualBox & Co.

Xen und KVM

Der Hypervisor Xen wird von einem privilegierten Gast aus verwaltet, der so genannten Dom0. Dort verrichtet üblicherweise ein Linux mit einem um Xen-Funktionen ergänzten Kernel seinen Dienst. Alternativ nutzt man eine Xen-Distribution wie XenServer oder Suse Linux Enterprise Server. Die übrigen Gäste laufen in so genannten DomU.

Xen bietet bietet zwei verschieden Modi, die Paravirtualisierung und die Hardwarevirtualisierung. Paravirtualisierte Maschinen (PVM) laufen nahezu mit der selben Leistung die sie zeigen würden, wenn man sie direkt auf der Hardware (ohne Hypervisor, so genanntes "bare metal") installieren würde. Die Paravirtualisierung erfordert aber eine Modifikation des Gast-Betriebssystems, was nur bei Open-Source-Systemen wie Linux möglich ist.

Closed-Source-Systeme wie Windows laufen unter Xen als hardwarevirtualisierte Maschinen (HVM). Die setzt voraus, dass der Prozessor Virtualisierungsfunktionen mitbringt, die bei Intel "VT-x" und bei AMD "AMD-V" heißen.

Neben dem ESXi-Server von VMware bietet Xen die beste Performance. Aktuell leidet Xen darunter, dass es entgegen der langjährigen Erwartung nicht in den offiziellen Linux-Kernel aufgenommen wird. Deshalb müssen die Entwickler von Xen bzw. der verschiedenen Linux-Distributionen ihre Kernel von Hand um Xen erweitern, was sehr aufwändig ist.

Aktuell bieten CentOS 5.3, OpenSuse 11.2 und Debian Lenny noch Xen-Support für die Dom0, während Ubuntu die Arbeit bereits eingestellt hat und künftig auf KVM setzt. Diese neue Virtualisierungstechnik entwickelt sich zwar rasant vorwärts, ist aber noch längst nicht ausgereift.

zm_timkaufmann

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