Blackberry Storm und Co gegen iPhone

Teil 4: Touchscreen-Handys im Vergleich

Samsung Omnia SGH-i900 - ein Handy, sieben Bedienkonzepte

Das Omnia will ein Alleskönner mit fingerfreundlicher Bedienung trotz des verwendeten Windows-Mobile-Betriebssystems sein. Immerhin bietet es Handlichkeit, umfangreiche Ausstattung und gute Technik.

Das lateinische Wörtchen Omnia bedeutet "alles". Und nicht weniger als das verspricht Samsung mit seinem neuen Touchscreen-Handy. Es soll die Möglichkeiten eines berührungsempfindlichen Bildschirms voll ausreizen - obwohl die Koreaner auf konventionelle Technik setzen. Denn anders als der berührungsempfindliche Bildschirm von Apples iPhone 3G kann der Touchscreen des Omnia SGH-i900 keine zwei Fingerbewegungen gleichzeitig auswerten - er beherrscht nicht die viel gerühmte "Multitouch"-Funktion. Eine speziell um Windows Mobile herum entwickelte Bedienoberfläche soll dieses Manko ausgleichen. Den für das Microsoft-Mobilbetriebssystem obligatorischen Stift gibt es für Notfälle trotzdem. Ohne Mobilfunkvertrag ist das SGH-i900 Omnia für rund 600 Euro erhältlich, mit Vertragssubvention ab 99 Euro.

Touchscreen-Handys im Vergleichstest

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Samsung will mit dem i900 Omnia überzeugen.

Menüs im Überfluss

Zur fingergerechten Bedienung gehören die von Samsung bekannten Widgets. Das sind Icons und Anzeigen auf einer ausblendbaren Leiste am Bildschirmrand. Zudem lässt sich vom Home-Bildschirm aus das so genannte Hauptmenü starten, das weiteren Zugang zu häufig benötigten Programmen bietet. Hierbei ist der Bildschirm in zwölf Icons aufgeteilt, ein Pfeil am unteren Rand führt zu einem Dutzend weiterer Schaltflächen. Applikationen, die keinen Knopf abbekommen haben, finden sich in einem großzügigen Listenmenü, das über den Button "Programme" erreichbar ist. Wem die Bedienung nach dieser Beschreibung kompliziert vorkommt, der liegt nicht ganz falsch. Bis man sich als Neuling die jeweils schnellsten Wege zu den gerade benötigten Anwendungen erarbeitet hat, braucht es etwas Zeit. Selbst bei der Text-, Zahlen- und Zeicheneingabe hat Samsung auf Windows Mobile draufgesattelt: Neben den vier Möglichkeiten, die das Betriebssystem mit Buchstaben- und Strichzugerkennung, Tastatur und Transcriber von sich aus anbietet, hat Samsung noch die fingerfreundlichen Eingabemöglichkeiten Keyboard, Keypad und Phonepad hinzugefügt. Doch damit nicht genug. Der rechteckige Knopf in der Mitte unterhalb des Displays funktioniert wie ein Touchpad am Notebook. Wahlweise kann das Pad als Vier-Wege-Navigator oder als Mauszeigersteuerung konfiguriert werden, jeweils mit Aktivierungsfunktion durch festen Druck.

Viel Ausstattung

Auch in Sachen Ausstattung wird das Omnia seinem Namen gerecht. Es hat über 100 Megabyte Arbeitsspeicher, die durch 8-Gigabyte-Flash-Speicher ergänzt werden, was - je nach Qualität - für etwa 70 Stunden Musik reicht. Wem selbst das nicht genügt, der kann Speicherkarten über einen innen liegenden MicroSDHC-Slot nachrüsten. Auch bei den Funkstandards fehlt von GSM bis UMTS mit HSDPA und von Bluetooth (mit allen wichtigen Profilen) bis zu WLAN nichts, was heute wichtig ist. Dass dabei auch die messtechnischen Eigenschaften ein "gut" aus dem connect-Labor bekommen haben, ist bei PDA-Phones keineswegs selbstverständlich.

Umfangreiche Foto-Funktionen

Ebenfalls Lob verdient - besonders in dieser Gerätegattung - die 5-Megapixel-Autofokus-Kamera mit ihren Betriebsarten für Panorama-Aufnahmen und für Gesichter, die erst dann aufgenommen werden, wenn sie zu lächeln beginnen. Trotz der vielen Features liegt auch die Ausdauer im grünen Bereich: 8 Stunden typischer Normalbetrieb und immer noch 4:30 Stunden UMTS-Telefonie sind für ein so kompaktes PDA-Phone schon beachtlich. Fazit: Trotz Kritik an der etwas überladenen Bedienung kann das Samsung SGH-i900 Omnia in punkto Ausstattung und Technik überzeugen. Unter den PDA-Phones mit Top-Ausstattung, die connect bislang getestet hat, ist es sogar das handlichste. Weitere Infos und technische Daten

Edel will das Touch Diamond von HTC wirken. Aber was steckt hinter dem noblen Namen? Seite 5 weiß mehr...

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