Zurück in die Zukunft

Automatenspiele und Retro-Joysticks

Automatenspiele mit MAME und MESS

Das Original ohne Wenn und Aber:

© Archiv

Das Original ohne Wenn und Aber: "MAME" bzw. "IV/Play"/"MAMEUI" emulieren Original-Spielautomaten aus den letzten 35 Jahren.

Besonders beliebt waren zu Heimcomputer-Zeiten Umsetzungen bekannter Automatenspiele. Heute müssen Sie sich nicht mit den meist technisch einfacheren Heimcomputer-Versionen begnügen, sondern können mithilfe von "MAME" (Multiple Arcade Machine Emulator; http://mamedev.org) Games wie "Asteroids", "Pac-Man" und "Donkey Kong" im Original direkt am PC spielen. Windows-User sollten besser zu "IV/Play" bzw. "MAMEUI" von www.mameui.info greifen, da sie über eine komfortable grafische Oberfläche verfügen.

Die Spiele bzw. ROMs selbst werden im Internet als Komplettpakete zum Download angeboten, unterliegen aber fast alle noch einem Copyright, sodass das Herunterladen meist als illegal anzusehen ist.

MAME wird seit 1997 entwickelt, ein Großteil der alten Automatenklassiker läuft fehlerfrei, bei Games aus den 90ern mit aufwändigerer 3D-Grafik hat der Emulator jedoch noch größere Probleme, da MAME versucht, auch die Grafikhardware des Automaten zu emulieren und nicht eine eventuell verfälschende Hardware-Beschleunigung der Grafikkarte einzusetzen. In diesem Fall ist man vielleicht mit einem spezialisierteren Emulator wie dem "Model 2 Emulator" oder "Nebula" (beide von http://nebula.emulatronia.com; mehr Arcade-Emulatoren z.B. unter www.aep-emu.de/emus13.html)  besser bedient. Weitere Informationen zu MAME finden Sie in diesem separaten Artikel über Spielhallenautomaten-Emulation.

Aus "MAME" hat sich darüber hinaus "MESS" (Multiple Emulator Super System; ) entwickelt, das alte Computersysteme (u.a. auch C64 und Amiga) sowie viele Spielekonsolen emuliert. Ob die Kompatibilität jedoch ebenso hoch wie bei spezialisierten Emulatoren ist, sollten Sie im Einzelfall selbst überprüfen.

 

Retro-Stick Competition Pro wiederbelebt - inklusive Spiele

Ein Joystick-Klassiker, als Limited Edition in Gold mit Amiga- und C64-Spielen zu bekommen:

© Speed-Link

Ein Joystick-Klassiker, als Limited Edition in Gold mit Amiga- und C64-Spielen zu bekommen: "Competition Pro 25th Anniversary Edition" von Speed-Link.

Die Firma Speed-Link (www.speedlink.com) verkauft bereits seit Jahren den C64- und Amiga-Joystick-Klassiker "Competition Pro" als USB-Variante für den PC - inklusive der bekannten Mikroschalter, die damals selbst wildeste Rüttelorgien bei Spielen wie "Decathlon" überlebten und gegebenenfalls leicht zu ersetzen waren, sowie zuschaltbarem Autofeuer.

Derzeit gibt es den Joystick für knapp unter 20 Euro als "normalen" transparent-roten Competition Pro USB mit einer C64-Best-of-CD, die 99 Spiele-Klassiker enthält, die über eine einfache Oberfläche gestartet werden und vom mitgelieferten VICE-Emulator gestartet werden.

Wer es jedoch besonders ausgefallen mag, erhält derzeit für knapp 25 Euro mit dem "Competition Pro 25th Anniversary Edition" eine komplett goldene Variante des Steuerknüppels als "Limited Edition" - inklusive jeweils 25 C64- und Amiga-Spielen auf mitgelieferter CD (für die Amiga-Emulation kommt UAE zum Einsatz).

Wem das Retro-Gaming am PC zu aufwändig ist, kann zudem versuchen, zumindest gebraucht noch eines der C64-DTV-Modelle zu erwerben. Dabei handelt es sich um einen Mini-C64 in einem Competition-Pro-Gehäuse - zusammen mit 30 Spielen, die in einem Flash-ROM gespeichert sind. Wer andere C64-Spiele spielen will, muss basteln und ggf. die Games auch anpassen, damit sie fehlerfrei vom Flash laufen. Mehr Infos dazu finden Sie im C64-DTV-Wiki unter http://picobay.com/dtv_wiki. Als Emulator für die DTV-Variante kann VICE (www.viceteam.org) eingesetzt werden, da ein entsprechender Port zur Verfügung steht.

 

Emulatoren für Wii, NDS, PSP, PS3 & Co

Auch wenn wir uns in diesem Artikel in erster Linie mit Emulatoren für den PC beschäftigen, gibt es gerade von den großen Open-Source-Projekten wie VICE, UAE, DOSBox und ScummVM auch Portierungen für Spielekonsolen - von kleinen Handhelds wie Nintendo DS und PlayStation Portable bis hin zu Wii und PlayStation 3. Da jedoch Konsolenhersteller in der Regel die Installation selbst entwickelter Programme (sog. Homebrew-Software) verbieten, bleibt dem Retro-Spiele-Fan nur der Weg über einen Jailbreak/Hack der Konsole übrig, um Emulatoren installieren zu können und laufen zu lassen.

Wie gut die Emulatoren laufen, hängt natürlich einerseits von der Portierungsqualität, andererseits von der Leistung der Konsole ab. Manche Portierungen sind daher eher als Proof-of-Concept als als ernstzunehmende Emulation anzusehen. Dennoch ist klar, dass derzeit eine PlayStation Portable im Handheld-Bereich und eine PS3 im Wohnzimmer-Bereich am meisten Rechenleistung zur Verfügung stellen können. Andererseits reicht die Leistung einer Wii für eine C64-Emulation völlig aus, bei Amiga-Spielen wird es allerdings schon eng. Und bei DOSBox und ScummVM hängt zudem alles von der vom  jeweiligen Spiel geforderten Leistung ab.

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