Ideen auf Knopfdruck

Teil 4: Software fürs Mind Mapping

Kommerzielle Programme sollten erstens leistungsfähiger sein als Freeware-/Open-Source-Tools. Zweitens sollten sie sich uneingeschränkt in einem längeren Zeitraum testen lassen und drittens schlank und ressourceschonend sein.

Software fürs Mind Mapping

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MindGenius

MindGenius präsentiert sich mit einer gut strukturierten Oberfläche. Alle Elemente und Funktionen können schnell selektiert und angewendet werden. Fürs Business eignet sich sehr gut der Kategorienselektor, mit dem jeder Eintrag (Knoten) durch Wochentag, Projektstatus, To-dos, Entscheidungsfelder und Priorität näher gekennzeichnet werden kann. Dadurch ist es auch möglich, Stärke-Schwäche-Analyse (SWOT), Einfluss- und Entscheidungsanalysen und Projektstukturpläne in Form von Mind Maps zu präsentieren.

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MindGenius bietet einen Kriterienselektor, mit dem Sie Zusammenhänge darstellen.

Auch lassen sich mit den einzelnen Ästen und Zweigen Aktionen auslösen und in Outlook weiterverarbeiten. Die Integration in Microsoft Office ist ebenfalls gut gelöst. Daten aus Word und Project lassen sich importieren, Mind Maps in Word, PowerPoint, Excel, Visio, HTML und PDF exportieren. Einziger Kritikpunkt ist die umständliche Dateneingabe: Zuerst muss der entsprechende Ast mit der Maus selektiert, danach kann durch das Betätigen der Einfügetaste ein neuer Zweig, ein neues Blatt eingefügt werden. Bei einem Gruppen-Brainstorming hält so etwas ungemein auf.

MindMapper

MindMapper verfügt über eine noch effektivere Integration des Office-Pakets von Microsoft; Highlight ist hier vor allem der Import und die Visualisierung von Projektstrukturplänen inklusive Terminmanagement. Das Handling ist einfacher und schneller, die Design- und Stilvorlagen sind vielseitiger einsetzbar als das bei MindGenius der Fall ist.

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Die Integration von Projektplänen löst MindMapper am Besten.

MindManager

Das teuerste Produkt dieser Kategorie ist MindManager. Er ist dafür aber das am meisten ausgereifte Produkt dieser Kategorie. Um anzufangen reicht es, eine der zwölf Stil- oder eine der fünfzehn Mapvorlagen (Aufgabenplanung, Enscheidungsfindung, Meeting, Geschäftsstrategie) auszuwählen. Natürlich kann man auch mit einer leeren Standardmap anfangen. Empfehlenswert ist dies vor allem beim klassischen Brainstorming. Es gibt kein Werkzeug, mit dem man hier intuitiver und schneller arbeiten könnte. Die Ideen können ohne vorfabrizierte Ordnungsschemata, ohne Vorgabe von Hauptästen etc. einfach durch Klicken und Tippen gesammelt werden.

Wenn in den Präsentationsmodus geschaltet wird, hat man das gesamte Arbeitsblatt fürs Mind Mappen zur Verfügung, was gerade bei der Gruppenarbeit sehr vorteilhaft ist. Man sammelt die Ideen, markiert zusammengehörige Begriffe und zieht sie mit der Maus auf den übergeordneten Knoten.

Alternativ lassen sich natürlich auch Listen, Tabellen, PowerPoint-Folien und vor allem Projektstrukturpläne als Ausgangsmaterial fürs Mind Mapping nutzen.

Aktivitäten können um Chancen-Risikoprofile, Verweise auf E-Mails, Charts und QM-Ansätze ergänzt und erweitert, Projekte insgesamt effizienter und kreativer gemanagt werden. Wem das immer noch nicht reicht, der kann auf diverse Add-ons aus dem Partnerprogramm von Mindjet (www.mindjetsolutions.de) zurückgreifen.

OpenMind

Von Matchware kommt OpenMind, das als einziges Produkt dieser Reihe nur mit funktionalen Einschränkungen getestet werden konnte. Der Download der Trial-Version setzt zudem eine Regisierung unter www.matchware.com/de voraus. Mind Maps lassen sich durch die effiziente Benutzerführung sehr schnell entwerfen; das Einbinden von Icons und Grafiken ist elegant gelöst. Die Office-Einbindung über Import-/Exportfunktionen ist Standard. Einziger Wermutstropfen: Microsoft-Project-Dateien können nur ab Version 2003 bearbeitet werden, wobei sowohl die Übernahme als Gantt-Diagramm als auch die vereinfachte Ausgabe als klassische Mind Map möglich sind. Verglichen mit dem MindMapper ist das Preis-Leistungs-Verhältnis schlechter. OpenMind ist aber durch seine Schnittstellen für Anwender von Matchwares Mediator besonders attraktiv.

Fazit

Mit allen hier vorgestellten Programmen lassen sich mehr oder minder anspruchsvolle Mind Maps erzeugen, Informationen strukturieren und überzeugend präsentieren. Wenn die Investitionskosten eine untergeordnete Rolle spielen und im Wesentlichen ein ebenso leistungsfähiges und benutzerfreundlichesWerkzeug für das Design und die Weiterverarbeitung von Mind Maps gesucht wird, empfiehlt sich der MindManager in der Version 7. Wer Abstriche im Preis machen muss, wird zum MindMapper greifen und wer sich der Devise "Geiz ist geil" verschrieben hat, findet in FreeMind das geeignete Werkzeug. Etwas anders stellt sich die Sache dar, wenn mehr kreative Möglichkeiten gesucht werden, um Ideen und Informationen zu entwickeln und zu vernetzen. In diesem Fall ist Axon 2007 sicherlich die beste Wahl.

Software fürs Mind Mapping

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Überblick: kostenlose und kommerzielle Mind-Mapping-Software.

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