Sicher surfen mit dem Internet Explorer

Teil 4: Schutzmantel für den Internet Explorer

Eine wichtige Neuerung im Internet Explorer Service Pack 2 ist die Informationsleiste. Der Anwender bekommt sie meist schon beim ersten Surfausflug zu Gesicht.

Schutzmantel für den Internet Explorer

© Archiv

Die Informationsleiste meldet sich immer dann, wenn der Internet Explorer eine möglicherweise gefährliche Aktion einer geladenen Webseite blockiert. Dazu zählen neben lästigen Pop-Up-Fenstern auch die automatische Installation eines ActiveX-Steuerelements, der automatische Download einer Datei sowie das Ausführen aktiver Inhalte oder unsicherer ActiveXElemente auf dem PC.

Die Informationsleiste besitzt einen hellgelben Hintergrund und klappt direkt unter der Adressleiste im Kopf des Browsers nach unten. Erscheint die Leiste zum ersten Mal, weist Sie ein Fenster auf die neue Einrichtung hin. Damit das erklärende Fenster "Informationsleiste" nicht bei jedem geblockten Inhalt erscheint, setzen Sie einen Haken vor "Dies Meldung nicht mehr anzeigen" und bestätigen mit "OK".

So erkennen Sie gleich, wenn der Internet Explorer eine der oben genannten Aktionen der eben aufgerufenen Webseite nicht zulässt. Die große Verbesserung im Service Pack 2: Der Browser versucht, die aufgerufene Webseite mit allen erlaubten Elementen trotzdem anzuzeigen - ohne den Anwender vorher per Dialogfenster zu einer Entscheidung zu zwingen. Und in den meisten Fällen gelingt das auch, sogar ohne die geblockten Funktionen oder Elemente.

Klappt es nicht, so bietet die Informationsleiste die Möglichkeit, ein geblocktes Element dennoch anzuzeigen (Pop-Up-Fenster), herunterzuladen (Datei) oder auszuführen (aktive Inhalte). Ein Klick auf die Leiste genügt, um die Blockade aufzuheben. Das sollten Sie jedoch nur dann machen, wenn Sie die eben aufgerufene Webseite für vertrauenswürdig halten und die geblockten Inhalte auch wirklich benötigen.

Schutzmantel für den Internet Explorer

© Archiv

Auf diese Weise können Sie beispielsweise ActiveX-Komponenten installieren, "Pop-Ups temporär zulassen", also einmalig erlauben, oder "Pop-Ups von dieser Site immer zulassen". Weitere Ausführungen zum Pop-Up-Blocker erfahren Sie unter "Kampf den Werbefenstern".

Die Informationsleiste ersetzt damit die Dialogfenster des "alten" Internet Explorer vor dem Service Pack 2. Vor allem sicherheitsbewusste Anwender waren mit den vielen Entscheidungsabfragen zu ActiveX-Installationen, aktiven Inhalten oder Download-Vorgängen beim Surfen stark eingeschränkt. Die Folge war meist, dass die strengeren Sicherheitseinstellungen im Browser bald wieder auf die komfortablere, aber unsichere "Standard"-Einstellung umgestellt wurden.Wer beispielsweise die Blockade eines bestimmten Web-Inhalts aufheben wollte, wusste oft gar nicht, was eigentlich blockiert wurde. Um die Webseite dennoch nutzen zu können, musste man vorübergehend die Sicherheitseinstellungen der Internet-Zone im Internet Explorer ändern. Damit ist nun Schluss.

Mehr zum Thema

festplatte, hardware, pc, hdd
Gelöschte Dateien wiederherstellen

Wir zeigen Ihnen, wie Sie verloren geglaubte Daten retten können - etwa mit dem kostenlosen Tool Recuva.
Windows 10 Sicherheit: Symbolbild
Computer ohne Werbung

Wir zeigen, wie Sie Adware vermeiden, damit Sie sich im Anschluss an die Installation nicht mühsam entfernen müssen.
Sicherheit im Urlaub
Diebstahlschutz, offene WLANs und Co.

Diebstahlschutz für Smartphones, Schutz in offenen WLANs und Co: Worauf Sie beim Reisen achten sollten, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Facebook-Betrug mit Fake-Profilen
Gefälschte Facebook-Konten

Betrüger nutzen gefälschte Facebook-Profile, um Geld zu ergaunern. Wir zeigen, wie Sie sich und auch Ihre Facebook-Kontakte gegen die Betrugsmasche…
Festplatte Verschlüsselung
Windows

Wir vergleichen den mittlerweile eingestellten Marktführer TrueCrypt mit dem Nachfolger Veracrypt und der Alternative Bitlocker.