Computer:Netzwerk:WLAN & Router

Teil 4: Schnelle Alternativen zu DSL

UMTS-Anbieter und Tarife

Alle vier Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland, also T-Mobile, Vodafone, EPlus und O2, bieten UMTS-Internet-Verbindungen an. Auch die Wiederverkäufer dieser Dienste, die Mobilfunk-Provider, haben entsprechende Angebote darunter auch so genannte Flatrates. Gerade dann, wenn man in einem mit HSDPA versorgten Gebiet wohnt und UMTS als Alternative zu DSL einsetzen möchte, ist es gut zu wissen, dass die Anbieter eine Surfbremse für Vielnutzer eingebaut haben, auf die im kleingedruckten Sternchentext hingewiesen wird. Sinngemäß heißt es dort: Das UMTS- (384 kbit/s) oder gar HSDPA- Tempo (3,6 Mbit/s oder 7,2 Mbit/s) wird jeden Monat nur so lange gewährt, bis man fünf oder zehn GByte an Daten geladen hat. Dann wird die Handbremse gezogen und bis zum Beginn des nächsten Abrechnungsmonats sind nur noch Download- Geschwindigkeiten von maximal 64 kbit/s möglich. Eine weitere Einschränkung gegenüber DSL über Telefonleitung, Kabel oder Satellit ist, dass die Mobilfunkbetreiber kein Voice over IP, also keine Telefonate über die Datenleitung, erlauben. Ebenfalls kritisch ist der Zugriff auf UMTS in Grenzgebieten. Hier ist darauf zu achten, dass der Rechner niemals eine Verbindung zu einem ausländischen Provider aufbaut. In diesem Fall würde anstelle der Flatrate nämlich der Auslandstarif gelten und pro MByte Daten mehrere Euro fällig werden. Ein Download von 20 MByte über einen österreichischen Provider (oder in jedem anderen EU-Land), beispielsweise beim automatischen Update von Windows, kostet im Tarif Vodafone Mobile Connect Flat mit kostenloser Option Word Data immerhin 76 Euro (19 Cent je 50 KByte). Mit HSDPA-Verbindung dauert es eine Minute und das Geld ist weg. Übrigens: Internet per UMTS ist längst kein Nischenmarkt mehr. Laut Schätzungen des Branchenverbandes BITKOM gab es Ende 2008 bereits rund 16 Millionen UMTS-Anschlüsse.

Endlich schnell surfen

© Archiv

Der UMTS-Router von Vodafone bringt einem Desktop-PC ins Internet. Quelle: Vodafone

WiMax, Powerline & Co.

Vereinzelt sind regionale Nischenangebote über den Datenfunk WiMax oder über Powerline, das Internet per Stromleitung, verfügbar. Die ersten WiMax-Frequenzen wurden 2006 mit der Auflage versteigert, bis 2009 etwa 15 Prozent der Gemeinden zu versorgen. Erste konkrete WiMax-Projekte gibt es in Niedersachsen in den Landkreisen Emsland und Rotenburg/Wümme, wo EWE-TEL etwa 300 Haushalte in einem Forschungsprojekt per Funk mit einem Internet-Anschluss versorgt. Außerdem bietet das Unternehmen DBD Deutsche Breitband Dienste mit DSLonair.de und MAXXonair.de regionale WiMax-Tarife an. Powerline, das Internet aus der Steckdose, gibt es in den Städten Dresden, Ellwangen, Hameln, Haßfurt, Mannheim sowie in der Gemeinde Hatzenbühl in Rheinland-Pfalz. Die großen Energieversorger, wie beispielsweise E.ON und RWE haben sich von ihren Powerline-Plänen verabschiedet. Wenn gar nichts geht, dann hilft nur Eigeninitiative. Längst haben einige mutige Gemeinden ihre Breitbandmisere selbst in die Hand genommen und individuelle Lösungen für ihre Bürger gefunden. Die Internetseite Zukunft-Breitband. de listet 24 Gemeinden, die aufzeigen, wie sie einen Ausweg gefunden und realisiert haben.

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