KATZ UND MAUS

Teil 4: Musik sicher tauschen

Einer Studie der ipoque GmbH (www.ipoque.com) zufolge, sank der Netzwerkverkehr nach dem Schlag gegen das eDonkey-Netzwerk zunächst um 15 Prozent, um dann innerhalb von drei Wochen wieder auf das ursprüngliche Niveau zu steigen. Der gleichen Studie ist auch zu entnehmen, dass der "Anteil von P2P-Traffic am Internetverkehr in Deutschland zwischen 50 Prozent (tagsüber) und 80 Prozent (nachts)" beträgt. Die Hälfte davon entfällt auf das eDonkey-Netzwerk, 45 Prozent lassen sich BitTorrent zuordnen und rund 2,5 Prozent gehen zu Lasten des Gnutella- Netzes. Diese ungebrochene Beliebtheit stellt gleichzeitig Risiko wie auch Schutz dar. Zum einen ruft die riesige Anzahl von Nutzern die Ermittler auf den Plan, was die Benutzung zum Risiko macht. Zum anderen sorgen aber die Millionen von Anwender dafür, dass der einzelne User quasi in der Masse untertauchen kann. In Kombination mit bewährten Verhaltensregeln lässt sich das Risiko zumindest minimieren.

Musik sicher tauschen

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Grobe Wissenslücke: Logistep ermittelt Nutzer, die urheberrechtlich geschützte Inhalte zum Tausch anbieten. Dabei kennt das Unternehmen nicht einmal den Unterschied zwischen P2Pund FTP-Clients.

Wie bereits erwähnt, spielt die Anzahl der zum Tausch angebotenen Dateien eine eminent große Rolle. Zwar müssen auch Personen mit zivilrechtlichen Klagen rechnen, die nur einen einzigen urheberrechtlich geschützten Song zum Tausch anbieten, in der Praxis dürften die betroffenen Unternehmen in solchen Fällen ? allein schon aus Imagegründen ? allerdings ein Auge zudrücken. Aus diesem Grund entfernen gewiefte eDonkey- Nutzer sofort nach dem Download alle Dateien aus dem freigegebenen Verzeichnis. Wer etwas mutiger ist, tauscht einige wenige Dateien für kurze Zeit, denn wenn alle nur noch laden, ohne etwas anzubieten, bricht das Tauschsystem zusammen.

Anwender konfigurieren ihre eDonkey-Clients so, dass andere Nutzer die Freigaben nicht einsehen können. Diese Funktion ruft der Anwender auf, indem er auf "Optionen" klickt, im folgenden Dialog den Eintrag "Dateien" markiert und im Bereich "Freigaben" auf "sichtbar für auf Niemanden" klickt.

BitTorrent-User müssen diesen Ratschlag nicht beherzigen, da sie keine Dateien freigeben müssen und das Browsen durch den Datenbestand anderer Anwender ohnehin nicht möglich ist. Bereits fertig geladene Dateien werden den anderen Nutzern nicht mehr lange zur Verfügung gestellt, indem man den entsprechenden Torrent im Client entfernt.

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