Kleine und mächtige Tools für Google

Teil 4: Microformats und RDFa - Einfachere Verschlagwortung für Google

Die Frage ist nun bei zwei technisch sehr ähnlichen Konzepten, wo eigentlich die Unterschiede liegen. Klar ist, dass die Microformats etwas einfacher sind als RDFa. Dies erklärt sich vor allem aus dem Verzicht auf Namespaces.

Andererseits hat RDFa sicherlich dank Ratifizierung durch das W3C den offizielleren Anstrich.

In der Praxis sind Microformats schon wesentlich länger etabliert, allerdings nimmt der Einsatz von RDFa langsam zu. Im Endeffekt wird hauptsächlich der Praxiseinsatz und die Unterstützung in Software wie Suchmaschinen entscheiden, welche der Formate sich schließlich durchsetzen.

Deutlich zu merken ist hier auch, dass in den Standardisierungsprozess des W3C die Ideen einfließen, die die Microformats und auch andere Standards wie eRDF mit sich gebracht haben.

Einsatz der Suchmaschinen

Das Zünglein an der Waage für einen Erfolg für die in (X)HTML eingebundenen semantischen Informationen ist, dass sie jemand nutzt. Nur dann lohnt es sich für die Gemeinde der Webdesigner und -entwickler, die einfachen Schritte zu unternehmen, um entsprechenden Microformats- oder RDFa-Code einzubinden.

Als Hauptmotivatoren könnten sich die großen Suchmaschinen herauskristallisieren. Ihr Ziel ist zuerst einmal, die Suchergebnisse zu verbessern. Angefangen hat das Yahoo mit dem Projekt Search Monkey ().

Das Vorgehen ist recht einfach: Yahoo definiert für verschiedene Arten von Inhalten, Produkte, Dokumente, Videos eigene RDF-Objekte. Für jeden der Inhalte gibt es einen eigenen Namespace, zum Beispiel search.yahoo.com/searchmonkey/product/ für Produkte. Nun reicht es aus, diesen Namespace zu definieren und dann die RDF-Eigenschaften typeof und property zu verwenden.

<div typeof="product:Product" xmlns:
product="http://search.yahoo.com/searchmonkey/product/"
xmlns:rdfs="http://www.w3.org/
2000/01/rdf-schema#"><div property="product:listPrice">
40.00</div><div property="product:currency"
content="EURO"></div><div property="rdfs:label">Das
Produkt</div></div>

Ob Search Monkey durch die Zusammenarbeit von Yahoo und Microsoft bei der Websuche von Dauer sein wird, ist allerdings fraglich.

Echte Bewegung in das Thema hat die Ankündigung von Google im Mai 2009 gebracht, Microformats und RDFa zu unterstützen. Google prägte dafür den Begriff Rich Snippet. Mit Snippet ist das Suchergebnis gemeint, das über die Metainformationen quasi angereichert wird. Google entscheidet sich dabei nicht zwischen den beiden Formaten (), sondern bietet Unterstützung für beide.

Aktuell konzentriert sich Google dabei vor allem auf Produkte, Personen, Unternehmen und Bewertungen (Reviews). Für die RDF-Objekte finden Sie die von Google verwendeten Vokabularien unter - hier setzt Google also aktuell auf eine Eigenlösung.Die Indizierung ist - vor allem bei Google - nicht garantiert. Der Verbreitungsgrad von Microformats und RDFa in Suchmaschinen dementsprechend noch sehr gering. Und eine Auswirkung auf das Ranking gibt es bisher offenbar nicht. Auf Dauer dürfte die strukturiertere und damit für den Nutzer wertvollere Information, aber auf jeden Fall für mehr Klicks sorgen. Insofern ist die kleine Optimierung aus Suchmaschinensicht auf jeden Fall schon heute sinnvoll.

Microformats und RDFa - reif für die Praxis?

© Archiv

Referenz: Der Tag verweist auf eine Tagsite.

Soziale Netzwerke

Die bisher gezeigten Microformats, die auf dem rel-Attribut-basieren, glänzen durch Einfachheit. Das Konzept wird allerdings durchaus auch für komplexere Beziehungen verwendet. Ein Beispiel ist XFN (). Das Kürzel steht für Xhtml Friends Network. Damit lassen sich im rel-Tag Angaben zur Beziehung mit einer Person machen, die beziehungsweise deren Profil man verlinkt.

Der folgende Link bedeutet also, dass man die Person, Member X, Mitglied eines sozialen Netzwerks, getroffen hat und sie zu den Freunden zählt:

Für XFN gibt es beispielsweise eine Software, die die Beziehungen als Graph darstellt (). Ein weiterer Zweck besteht darin, Beziehungen einfach sortieren zu können. Natürlich wohnt einem solchen Format aber auch ein datenschutzrechtliches Problem inne.

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