Die Saug-WM 2006

Teil 4: Illegale Download-Quellen im Vergleich

Das von Bram Cohen entwickelte BitTorrent-Protokoll (www.bittorrent.com) wurde einst als System zur schnellen Verbreitung großer Dateien konzipiert. Auch heute noch nutzen Software-Hersteller das BitTorrent-Netzwerk zur Verteilung von Iso-Files, beispielsweise Live-Linux-CDs und Open-Source-Software.

Illegale Download-Quellen im Vergleich

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Weltweit ist BitTorrent das am häufigsten genutzte File-Sharing-System, was sich auch in einer großen Auswahl an Clients widerspiegelt. Abzuraten ist von der Nutzung des sperrigen Original-BitTorrent-Clients, da der Funktionsumfang mager ist. Wesentlich mehr Funktionen bieten die kostenlosen Alternativen Azureus 2.4.0.2 (http://azureus.sourceforge.net), BitComet 0.68 (www.bitcomet.com) und µTorrent 1.5 (www.utorrent.com).

Dateiauswahl: Bei weitem nicht so groß wie das eDonkey-Angebot, tauschen User auch im BitTorrent-Netzwerk alle gängigen Inhalte. Allerdings beschränkt sich der Datenbestand auf aktuelle Alben, Filme und Software. Mehrere Wochen oder gar Monate alte Releases sind nahezu unauffindbar. Verantwortlich dafür ist das Funktionsprinzip, das zwischen Seeder und Leecher unterscheidet.

Erstgenannte Gruppe stellt eine Datei zur Verfügung, die Leecher laden das File herunter und versorgen sich gegenseitig mit noch fehlenden Fragmenten. Ist der Download beendet, werden Leecher zu Seedern, da sie ebenfalls die komplette Datei im Netzwerk bereitstellen. Je länger eine Datei im Umlauf ist, desto weniger Personen stellen sie zur Verfügung - in der Szenesprache ist der "Torrent tot".

Dateisuche: Nach speziellen Inhalten sucht der Nutzer entweder direkt im Client oder auf Torrent-Suchseiten, zum Beispiel Mininova. org. Zudem finden sich im Netz zahlreiche Torrent-Portale, die täglich die aktuellsten Links präsentieren. Der Nutzer muss einen solchen Link lediglich anklicken und die .Torrent-Datei speichern, um den Download anzustoßen.

Illegale Download-Quellen im Vergleich

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Interessant: Um Personen auszuschließen, die keine Dateien ins Netz stellen (seeden), sondern stets nur herunterladen (leechen), schließen sich User immer häufiger zu geschlossenen Communities zusammen. Die Mitgliedschaft in solchen Anti-Leech-Gemeinschaften ist jedoch mit der Bereitstellung von Dateien verbunden.

Geschwindigkeit: Aktuelle Downloads landen im Allgemeinen recht schnell auf der Festplatte. Grund dafür ist das bereits erwähnte Funktionsprinzip. Je mehr Personen eine Datei laden, desto größer die Downloadgeschwindigkeit. Übertragungsraten von 100 KB/s und mehr sind im BitTorrent-Netz keine Seltenheit.

Sicherheit: BitTorrent-User sind bei weitem nicht so gefährdet, wie eDonkey-Nutzer. Denn da der Anwender keinerlei Dateien freigeben muss, lässt sich nicht so einfach feststellen, welche Inhalte ein User bereits geladen hat. Lediglich bei längerer Überwachung kann ein detailliertes Profil erstellt werden. Größere Gefahr droht Mitgliedern von Anti-Leech-Communities, da in den Serverlogs alle Aktivitäten verzeichnet sind. Virenverseuchte Dateien tauchen im BitTorrent-Netz auf, allerdings sind solch schädliche Inhalte ebenso selten wie Fakes.

Illegale Download-Quellen im Vergleich

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Die extrem große Beliebtheit des eDonkey-2000-Netzwerks hängt auch mit der sehr einfachen Bedienung der Zugangssoftware eMule zusammen.

Fazit: Unter den File-Sharing-Systemen bietet BitTorrent die beste Kombination aus Handhabung, Download-Geschwindigkeit und Sicherheit. DasMaximum holen Mitglieder spezieller Anti-Leech-Communities heraus, deren Risiko, den Strafverfolgungsbehörden ins Netz zu gehen dafür deutlich höher ist.

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