Neue Technologien

Teil 4: Der Fernseher der Zukunft

So spannend sich die neuen Techniken anhören: Es gibt eigentlich keinen Grund, von der alten Technik, der Röhrentechnik, abzurücken: Zum Fernsehen eignen sich die Kathodenstrahlröhren immer noch am besten. Aus gutem Grund beherrschen sie die Wohnzimmer der Deutschen: In über 90 Prozent aller Haushalte steht ein herkömmlicher Fernseher. Der funktioniert im Prinzip genauso wie der, den Braun 1897 baute. Dabei schießt eine Kathodenröhre Elektronen auf eine mit Phosphor beschichtete Scheibe, die ein farbiges Bild erzeugt. Das Bild, das auf diese Art entsteht, wirkt nicht so scharf wie bei einem Plasma- oder LCD-Fernseher, aber dafür natürlich. Außerdem schafft es kein LCDFernseher, ein so gutes Schwarzbild zu erzeugen wie ein Röhrenfernseher. Denn bei einem TFT dringt immer etwas Licht an den Polarisationsfiltern vorbei und erhellt einen eigentlich schwarzen Bildpunkt so, dass immer ein dunkles Grau anstatt Schwarz sichtbar wird.

Der Fernseher der Zukunft

© Archiv

Einen Vorteil haben die beiden Herausforderer: Sie zeigen bei Kinofilmen keine schwarzen Balken am unteren Bildrand, da sie meist ein Seitenverhältnis von 16:9 besitzen. Ein Standard- Röhrenfernseher hingegen liefert das Bild im 4:3-Format, wie man es von vielen Serien oder Nachrichten kennt. Das ist beim Fernsehschauen noch von Vorteil: Schaut man "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" auf einem 16:9-Fernseher an, zeigen sich oben und unten die klassischen dicken Balken. Allerdings stellen die Sender immer mehr Sendungen auf das 16:9- Format um, sodass ein Fernseher mit diesem Seitenverhältnis nicht mehr nur für Filme geeignet ist. Dazu braucht man dann nicht zu LCD oder Plasma greifen: Es gibt Röhrenfernseher im Breitbild-Format.

Ebenfalls für die Röhre spricht Auflösung und Bildaufbauzeit. Die folgt beim Fernseher immer noch dem PAL-Standard (Phase Alternation Line), der 50 Bilder pro Sekunde liefern kann. Als man PAL in den 60er-Jahren einführte, reichte die Bandbreite nicht, um 50 Bilder pro Sekunde an den Fernseher zu senden - deswegen beschränkte man sich auf Halbbilder. Pro Sekunde werden also nur 25 Vollbilder gesendet, die der Fernseher aufteilt. Das ist zu wenig und macht sich mit einem Flimmern bemerkbar, das so genannte 50-Hertz-Flimmern. Zwar gibt es 100-Hertz-Fernseher, die die Bilder besser aufbereiten und das Flimmern weitgehend unterdrücken - doch für die, die ein Standard-Gerät ihr Eigen nennen, wird sich auch bei DVB-T nichts ändern.

Da die Bildpunkte auf die Sichtfläche geschossen werden, spielt es für einen Röhrenmonitor keine Rolle, welche Auflösung er fährt - das Bild wirkt immer sauber. Ein LCD hingegen hat eine feste Auflösung und nur auf dieser wirkt das Bild scharf. Ist ein LCD etwa für HDTV ausgelegt und damit für 1920x1080 Bildpunkte, wird ein normales PAL-Bild darauf matschig aussehen - denn dessen Auflösung beträgt nur 720x576.

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