CMS für größere Zwecke

Teil 4: CMS-Serie: Drupal vorgestellt

Drupal 7

Drupal 7 wird aus Sicherheitsgründen nur noch ab PHP 5.2 laufen. Auf der To-do-Liste für die Version 7 steht unter anderem ein Neuentwurf des etwas betagten Forum-Moduls, das insbesondere bei sehr großen Portalen an seine Grenzen stößt.

Viele Engpässe im Zusammenhang mit der aktuellen Version dieses Moduls resultieren aus seiner Abhängigkeit von dem Taxonomy- und dem Comment-Modul. Drupal 7 soll im vierten Quartal 2009 erscheinen.

Fazit

Drupal ist ein CMS mit viel Potenzial. Er zeichnet sich durch innovative Funktionen und sauberen Code aus. Von allen PHP- basierten CMS-Systemen gehört Drupal 6.9 eindeutig zu den besten.

Kampf gegen Spam

Der Aufwand, ein CSM-basiertes Webportal zu moderieren, kann erheblich sein, insbesondere wenn nicht alle Benutzer Gutes im Sinne haben. Jede Schnittstelle zum Einspeisen von Beiträgen durch anonyme Besucher, von einem öffentlichen Registrierungsformular bis hin zum Upload von Daten, bringt nicht nur potenzielle Risiken hinsichtlich der Integrität des CMS-Systems mit sich, sondern öffnet Tür und Tor für eine Flut von Spam.

Einen interessanten Ansatz zum Abblocken von Spam-Bots verfolgen Entwickler aus dem Projekt Mollom ().

Hinter dem Spam-Blocker Mollom steckt Dries Buytaert, der ursprüngliche Gründer des Drupal-Systems, der von Foren-Spam offenbar ein Lied singen kann. Seit Molloms Vorstellung vor knapp zehn Monaten soll das System bereits mehr als 28 Millionen Spam-Versuche wirksam verhindert haben.

Laut Anbieter beschützt Mollom derzeit über 5300 Seiten und habe in diesem Zeitraum eine sehr respektable Effizienzrate von 99.93 Prozent erreicht. Mollom unterstützt außer Drupal auch Wordpress, Radiant und Silverstripe.

Die Basis-Version (mit Branding und ohne Uptime-Garantie) wird kostenlos angeboten. Die kostenpflichtige Premium-Version Mollom Plus schlägt monatlich pro Website mit 30 Euro zu Buche.

Mehr Drupal-Leistung

Die Voreinstellungen, die eine Standardinstallation von Drupal 6.9 mitbringt, sorgen nicht für die maximale Performance. Wer eine höhere Leistung erzielen möchte, muss im Administrations-Frontend selbst Hand anlegen.

Content-Management-Systeme

© Archiv

Gute Online-Datenbank von Drupal-Modulen: drupalmodules.com

Im Abschnitt Admin > Leistungen empfiehlt sich, Cache auf normal zu setzen und Block Cache zu aktivieren. Außerdem sollte man die CSS- und die JS-Optimierung erlauben.

Dadurch wird Drupal alle CSS-Stylesheets, die zu einer Webseite gehören, in einer Datei zusammenfassen und komprimieren, um die Anzahl der http-Anfragen zu reduzieren, die verfügbare Bandbreite damit effizienter zu nutzen und die Zugriffszeiten zu reduzieren. Javascript-Dateien werden nur zusammengefasst und nicht komprimiert.

Darüber hinaus können Sie dem System mit einigen Erweiterungsmodulen zur Höchstleistung verhelfen. Mit dem Modul Throttle kann Drupal auf einen sprunghaften Anstieg der Anzahl von Anfragen reagieren, indem es nicht dringend benötigte Module oder Blöcke schrittweise abschaltet, um die Belastung zu senken und die Antwortzeiten zu verbessern.

Das Throttle-Modul muss nach der Aktivierung sorgfältig konfiguriert werden, um den gewünschten Effekt bei einem temporären Ansturm von Benutzern oder beispielsweise Digg-Anfragen an die Seite zu erzielen.

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