Haus der Gegenwart

Teil 4: Bordcomputer für Ihr zu Hause

Lassen Sie uns das Haus der Gegenwart noch einmal betreten: Die Eingangstür öffnet sich automatisch, wenn eine berechtigte Person in die Nähe kommt. Genauso vermerken die Präsensmelder, wer sich wo im Haus aufhält, spielen gleich die favorisierte Musik und öffnen wunschgemäß die Fenster für Frischluftfanatiker. Realisiert wird dies mittels RFID. Diese kabellose Technik identifiziert drahtlos eindeutig und unverwechselbar einen Chip. Hat man diesen in der Tasche oder gar in der Kleidung, lässt sich der Rest automatisch steuern.

Bordcomputer für Ihr zu Hause

© Archiv

Apropos Fenster. Diese schließen sich automatisch, wenn es kalt wird oder zu regnen beginnt. Genauso lässt sich dies per Handy bewerkstelligen, wenn Sie gerade im nächsten Supermarkt einkaufen und es auch nur zu regnen droht.

Da Microsoft die Federführung bei dem Projekt hat, wird es Sie auch nicht wundern, dass hier ein Windows-PC im Mittelpunkt steht. Die zentrale Steueranlage übernimmt ein Rechner, auf dem die CE-Variante des Betriebssystems läuft. Dieser greift über ein einfaches PC-Netzwerk auf die Steuermodule zu, an die wiederum die eigentlichen Endgeräte angeschlossen sind: also Licht, Heizung, Fenster, Unterhaltungselektronik, Küchengeräte und vieles mehr. Von all dem merkt der Bewohner wenig. Er steuert sämtliche Funktionen vom Desktop, Notebook, Pocket PC oder Smartphone. Mit diesen Geräten greift er - ebenfalls von unterwegs - auf einen handelsüblichen PC mit Windows XP zu, der als zentraler Gebäudeserver fungiert. Hier ist sämtliche Zusatz-Software der Partner installiert. Auf diese Weise lassen sich selbst die Küchengeräte wie Kühlschrank, Herd, Backofen, Gefrierschrank sowie Waschmaschine und Trockner gezielt ansprechen.

Allerdings beschränkt sich der Hausgerätehersteller Bosch/Siemens im Haus der Gegenwart derzeit noch gezielt auf einige Grundfunktionen. Bei der Waschmaschine beispielsweise heißt das: ein- und ausschalten. Viel weiter ist man bei Geräten der "Surf@home"-Klasse, die es bereits im Handel gibt. Hier lässt sich die Waschmaschine individuell am PC programmieren, das Waschprogramm von unterwegs wechseln und noch vieles mehr. Das Besondere an diesen Geräten ist, dass Sie über Powerline, also per Netzwerk über die Steckdose, gesteuert werden. Hier ist also nicht einmal eine zusätzliche Datenleitung erforderlich. Schließlich wird all diese Zusatz-Software in die Bedienungsoberfläche der XP Media Center Edition von Microsoft eingebunden. Auf diese Weise lassen sich sämtliche Funktionen sogar bequem vom Sofa aus per Fernbedienung ansteuern. Wenn Sie es einmal ausprobieren möchten, klicken Sie sich im Internet durch die folgende Seite: http://hdg.3soft.de/Hdg/. Darüber hinaus lässt sich das Haus sogar telefonisch steuern. Wenn Sie einmal probeweise ins Telefonmenü hereinhören möchten wählen Sie die folgende Nummer: 02561 - 913325.

Umgekehrt, und da geht es ebenfalls um Kommunikation, können sich die Bewohner über eine Vielzahl von Ereignissen informieren lassen. Ob die Kühlschranktür offen steht, die Waschmaschine ihr Programm beendet hat, ein Kontakt in Tür oder Fenster einen Einbruch vermeldet, alles wird Ihnen per SMS, E-Mail oder auf einer persönlichen, geschützten Webseite angezeigt.

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