Markennamen auf dem Prüfstand

Teil 4: Billig gegen Marke

Dieses Kapitel könnte unter dem Motto stehen "Wer es billig will, hat auch nur billig verdient!" Kühne Rechenkünstler, die sich einen eigenen PC von Grund auf zusammenschrauben, mit dem Ziel, die beste Leistung zum niedrigsten Preis zu erhalten, müssen im Vorfeld einiges berücksichtigen.

Billig gegen Marke

© Archiv

On-Board-Sound: Beide Systeme sind mit Sound-Chips ausgerüstet. Lediglich die Anschüsse unterscheiden sich. Der Marken- PC hat anstelle eines digital-koaxialen einen optischen Soundanschluss.

Zunächst einmal gilt es, die Wahl des Prozessors mit entsprechendem Sockel zu treffen. Ich beginne bei Intel. Der Celeron mit 3,06 GHz und Sockel 478 kommt auf rund 130 Euro, im Asrock P4i45D+ finden wir ein scheinbar passendes Mainboard für 34 Euro. Dieses Board unterstützt aber den Celeron nur bis 2,8 GHz, und bei 4x AGP ist Schluss. Aber für 52 Euro gäbe es schon ein Asrock 775I48. Das hätte dann 8x AGP und den Sockel 775. Rund 180 Euro für Prozessor (mit Kühler) und Board werden notiert. Dann lenke ich meinen Blick zu Intels Erzfeind AMD.

AMDs Sempron ist schon richtig günstig und deutlich unter 100 Euro zu haben; will man aber den 3000+, dann liegt man bei der Boxed- Variante schon bei rund 120 Euro. So richtig modern ist der verpflichtende Sockel A aber nicht mehr. Der Front-Side-Bus geht nur bis 333 MHz, zumindest mit dem Sempron. Auch sind es nicht gerade die neuesten Chipsätze, die den Sockel A umgeben. Die Boards mit Sockel A sind zum Schleuderpreis zu haben - mehr als rund 50 Euro muss man nicht investieren. Ich notiere rund 170 Euro für CPU und Board.

Der Gedanke an deutlich mehr Leistung für ein ganz klein wenig mehr Geld weckt meinen Sportsgeist und bringt mich zum nächsten AMD-Kandidaten. Denn den Athlon 64 3000+ gibt es für Schnäppchenjäger schon ab rund 130 Euro, und das sind nur zehn Euro mehr als man für den Sempron investieren muss.

Der günstige Athlon 64 3000+ verlangt nach Sockel 754. Auch mit diesem Sockel gibt es etliche Boards im Angebot. Meine Wahl fällt auf das GigaByte GA-K8NS mit nForce-3-Chipsatz für rund 60 Euro.

Bevor ich übereilig zu bestellen beginne, füge ich diese sehr verlockende CPU-Board-Kombination für 190 Euro meiner Übersichtsliste hinzu. Ausgeruht und mit klarem Kopf sehe ich mich tags darauf erst einmal nach günstigen AGP-Grafikkarten mit der nVidia 6600 GPU um, bevor ich mich an die Bestellung wage.

Und dann kam die Überraschung, die alles noch einmal umwerfen sollte.

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