Großrechner- Feeling

Teil 3: Xen: Viele Linux-Instanzen auf einem PC

Das Vorhandensein von Xen 3.0 in open- SUSE 10.1 und Fedora Core 5 sollte eigentlich den Einstieg beträchtlich erleichtern. Wählt man beim nächsten Reboot den Xen- Eintrag im Grub-Menü, fallen zwei Dinge auf: Die ersten Bootmeldungen entstammen nichtwie üblich Linux, sondern dem vorgelagerten Xen-Kernel. Auch ist der Framebuffer- Modus des Linux-Kernels deaktiviert. Der Grund: Nur Xen darf die BIOS-Routinen aufrufen, die zum Umschalten in den Framebuffer- Modus notwendig sind.

Xen: Viele Linux-Instanzen auf einem PC

© Archiv

Drei Linuxe gleichzeitig: openSUSE 10.1 in Domain 0, Kanotix im VNC-Fenster und SSH-Zugriff auf das uClibc-Mini-Linux.

Neu in Xen 3.0 ist ACPI-Unterstützung. Wie beim normalen Linux-Kernel sollten Sie jedoch gerade bei Notebooks mit der individuellen Kombination Kernel-Hardware herausfinden, ob ACPI auf Ihren System nutzbar ist.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, deaktivieren Sie die powersaved-Funktion. Vorsichtig sollten Sie auch mit den proprietären Grafikkartentreibern von Ati und Nvidia respektive deren Kernelmodulen sein. Während die Open-Source-Treiber mit Xen harmonieren, neigen die Closed-Source- Treiber gelegentlich dazu, das Xen-Linux-System abstürzen zu lassen.

Ist das Xen-System hochgefahren, steht ein erster Rundgang an. Wichtigstes Kommandozeilenwerkzeug, um Xen-Einstellungen abzufragen und zu verändern, ist das Python-Script xm. Dieses verbindet sich mit dem im Hintergrund laufenden Xen-Daemon xend. Mit dem Befehl

xm dmesg

erhalten Sie beispielsweise die Bootmeldungen von Xen. Eine Liste aller aktuell unter Xen laufenden Betriebssystem-Instanzen zeigt

xm list

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