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VMware als alternativer XP-Modus

Eine weitere kostenlose Software mit Unterstützung für 3D-Beschleunigung und ein guter Ersatz für den XP-Modus ist VMware Player. In unserem Test lief Quake III Arena auf Anhieb flüssig. Auch Icewind Dale startete ohne Probleme. Dafür muss man allerdings die VMware Tools nachinstallieren. Das geschieht über das Menü VM/Install VMware Tools. Sonst ist keine Nacharbeit erforderlich, die 3D-Beschleunigung ist standardmäßig installiert.

VMware Player bietet gegenüber VirtualBox eine spezielle Funktion, welche die Anwesenheit eines virtuellen PCs fast wie der XP-Modus verschleiert. Die Funktion heißt Unity. Sie wählen sie über den Menüpunkt VM/Enter Unity aus. Der virtuelle Desktop verkleinert sich zu einer Leiste mit einem kleinen Pfeil ganz rechts.

Klicken Sie diesen Pfeil links an, öffnet sich das XP-Startmenü aus dem virtuellen PC. Wenn Sie über dieses Startmenü ein Programm starten, erscheint es als Fenster. Gerade so, als liefe es direkt unter Windows 7. Während so ein Fenster geöffnet ist, bringt ein Klick auf das Windows-7-Startmenü das Windows-XP-Startmenü zum Vorschein.

Die Funktion ist ein guter Ersatz für den XP-Modus, auch wenn man keine direkten Verknüpfungen zu den virtualisierten Programmen zum Beispiel im Startmenü anlegen kann. Lästig ist nur, dass man die notwendigen VMware Tools über das Web nachladen muss. Auch die Zwangsregistrierung vor dem Download ist nicht jedermanns Geschmack.

Komplette Installation transportieren

Es gibt auch eine Möglichkeit, ein komplettes Betriebssystem zu kopieren und in die virtuelle Festplatte für den VMware Player zu verwandeln. Dazu dient der VMware vCenter Converter Standalone Client. Dieses Programm ist für bei VMware registrierte Benutzer kostenlos.

Windows 7 und Windows XP/Vista gemeinsam
Bild vergrößern 553 388 http://img2.magnus.de/Windows-7-und-Windows-XP-Vista-gemeinsam-r553x388-C-a5a44605-59281.jpg So sieht das Unity-Startmenü des VMware Players aus. Neben der Box erscheint das Original-XP-Startmenü.

So sieht das Unity-Startmenü des VMware Players aus. Neben der Box erscheint das Original-XP-Startmenü.

Es wandelt einen kompletten PC oder auch ein Image des kostenpflichtigen Tools Acronis True Image (www.acronis.de) in eine virtuelle Maschine um. Diese können Sie dann unter Windows 7 im VMware Player laufen lassen. Allerdings ist der Vorgang sehr langwierig und kann viele Stunden dauern. Die entstehende Datei sollten Sie aus Sicherheitsgründen auf einem externen Laufwerk speichern.

Angesichts des Aufwands ist es empfehlenswerter, seine Dateien mit den in diesem Special vorgestellten Tools nach Windows 7 zu portieren. Die problematischen Programme kann man immer noch in einem virtuellen PC betreiben.

Der Vollständigkeit halber ist zu erwähnen, dass es ähnliche Funktionen auch bei anderen Programmen gibt. Das kostenpflichtige O&O Disk Image (www.oo-software.com/home/de/,30 Euro) zum Beispiel kann seine eigenen Partitionsimages in virtuelle Festplatten für Microsofts Virtual PC und den XP-Modus umwandeln. Paragon Drive Backup 9 (http://www.paragon-software.com/de/index.html, 60 Euro) passt das Image einer Vista- oder XP-Partition an eine veränderte Hardware an oder konvertiert es in eine virtuelle Festplatte.

XP und Windows 7 parallel

Eine weitere, etwas umständlichere Methode, Windows XP und Windows 7 parallel zu betreiben, ist eine Parallelinstallation. Umständlich deshalb, weil Sie im Gegensatz zu einer virtuellen Maschine beim Wechsel zwischen den beiden Betriebssystemen Ihren Rechner komplett neu booten müssen.

Diese Lösung empfiehlt sich höchstens für Spiele. In einem virtuellen PC werden Sie nie die Performance wie auf einem echten Rechner erreichen. Bewahren Sie deshalb Windows XP auf einer eigenen Partition auf und booten Sie zum Spielen in das alte System. Wenn Sie eine Festplatte mit 250 GByte oder mehr Platz haben, können Sie sicher die nötigen 20 GByte für Windows 7 erübrigen.

Haben Sie eine Partition komplett frei, ist die Operation einfach: Legen Sie die Windows-7-DVD ins Laufwerk und starten Sie Ihren Rechner neu. Wenn Sie dazu aufgefordert werden, drücken Sie eine Taste und das Setup-Programm von Windows 7 startet. Geben Sie an, in welche Partition das Betriebssystem installiert werden soll. Den Rest – inklusive Installation eines Bootmanagers – übernimmt das Setup.




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