Das richtige CMS für den richtigen Zweck

Teil 3: Web-CMS vorgestellt

Sicherheitsfragen

Die Sicherheit spielt bei Content-Management- Systemen eine wichtige Rolle. Es gibt viele potenzielle Sicherheitsrisiken nicht nur auf Web-Portalen, die eine öffentliche Anmeldung ermöglichen, sondern vor allem überall dort, wo ein Upload von Daten zugelassen ist. Beispiele für Sicherheitslücken häufen sich besonders bei vergleichsweise unbekannten, experimentellen Systemen. Zum Beispiel in XHP CMS wurde mit dem Update auf die Version 0.5.1 eine kritische Sicherheitslücke im Zusammenhang mit der Upload-Funktion behoben. Von dem Einsatz eines Exoten-CMS sollte man daher lieber Abstand nehmen.

Serienstart: Web-CMS

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Drupal trumpft mit zahlreichen Modulen und Themes auf.

Bei Open-Source-Lösungen muss sich der Administrator umfassend informieren und das CMS durch regelmäßige Updates auf dem neuesten Stand halten. Die Sicherheitslücken proprietärer Systeme hängt der Hersteller tendenziell nicht an die große Glocke - in der Regel werden sie erst bekannt, nachdem sie behoben wurden. Aufgrund von Copyright-Einschränkungen kann man den Quelltext auch nicht einsehen.

Beim Aufdecken potenzieller Sicherheitslücken hilft ein Sicherheitsaudit nach jeder relevanten Änderung der Konfiguration des CMS. Dieses kann man als einen Dienst oder als eine Applikation von einem spezialisierten Anbieter wie Acunetix oder Netcraft erwerben.

In Context Editing

Alle relevanten CMS spielten sich bisher auf dem Server ab. Dass es auch anders geht, zeigt Adobe In Context Editing. Der Part des CMS fällt den In-Context-Editing-Onlinediensten zu, die von Adobe gehostet werden. In Context Editing erfordert keine Installation, weder auf Client-Computern noch auf dem Webserver und somit auch keine Aktualisierungen.

In Context Editing gewährleistet die Integrität des Corporate Designs der Website und die Konformität des Quellcodes mit W3C-Standards, allerdings werden nicht alle Doctypes unterstützt. Benutzer können Beiträge mithilfe eines Webbrowsers verfassen und editieren, indem sie Texte, Bilder, Tabellen und andere Inhalte einfügen. Der Anwender, der seine Beiträge in die Website einpflegen möchte, muss lediglich das Wysiwyg-Prinzip einer simplen Textverarbeitung wie MS Word verstehen, um zurechtzukommen.

Adobes In-Context-Editing-Onlinedienste sind eine denkbare Alternative zu einem konventionellen CMS. Auch hier greift das Model-View-Control-Paradigma. Model bezieht sich auf die Daten auf Ihrem Server. Die Vorlagen (View) entstehen auf dem Desktop in Adobe Dreamweaver CS4. Das Control-Element des Modells bilden die In-Context-Editing-Webdienste.

Die editierbaren Regionen einer Website lassen sich relativ simpel in Dreamweaver CS4 festlegen. Das Programm hat sich weg vom bloßen Webeditor mehr und mehr auch zum clientseitigem CMS entwickelt. Dreamweaver bietet gleichzeitig die Integration mit anderen relevanten Applikationen wie Photoshop CS4 oder Flash CS4 Professional an.

CMS für jedes Budget

Content-Management-Systeme sind praktisch für jedes Budget verfügbar. Die Kosten liegen je nach gewählter Lösung sehr weit auseinander. Während Open-Source-CMS preislich oft konkurrenzlos sind, ist man beim Support entweder auf sich alleine gestellt oder man muss zusätzlich mit Telefon-, Online- (und wenn man einen entsprechenden Aufpreis zu zahlen gewillt ist), sogar Vor-Ort-Support hinzukaufen.

Wenn man sich für den Adobe Contribute Publishing Server 1.11 (mit Dreamweaver CS4) entscheidet, zahlt man 89 Dollar pro Arbeitsplatz plus die Dreamweaver CS4- Lizenz. Diese können Sie am besten als Bestandteil von Adobe Creative Suite Design Premium, Web Standard, Web Premium oder Master Collection erwerben.

Nutzerverwaltung

Ob man eine mittlere oder eine große CMS vor sich hat, merkt man primär an Nutzerverwaltung und natürlich an der Skalierbarkeit. Verschiedene Rechte für Bearbeiter und Administratoren sind das absolute Minimum. Typisch für größere CMS ist die Fähigkeit, Zugriffsrechte der Benutzer auf bestimmte Inhalte gezielt einzuschränken und abgestufte Benutzerrechte anzuwenden. So gibt es Bearbeiter, die nur Teile der Website editieren können, Redakteure mit der Berechtigung, einzelne Beiträge freizuschalten. Auf diese Weise bleibt jeder innerhalb seiner Befugnisse und kann nur das wirklich ändern, was in sein Aufgabenbereich fällt.

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Einige CMS-Systeme wie Joomla unterstützen Anzeigenverwaltung.

Um die Einarbeitung entsprechend zu vereinfachen, gibt es bei großen CMS auch vordefinierte Rollen wie Herausgeber, Administrator et cetera. Um die Limitierung fertiger Rollen auszugleichen, kann man die Bearbeitungsrechte feintunen und somit den eigenen Bedürfnissen anpassen. Das Frontend ist so konzipiert, dass es mit verschiedenen Arten von Nutzern zurechtkommt. Hierzu müssen Anwender sich nicht in das System über das passende Log-in legitimen Zugang verschaffen, sondern unter Umständen für bestimmte Sonderdienste im System registrieren.

Auf diese Weise behält der Administrator die Kontrolle darüber, wer bestimmte Aufgaben erfüllen darf.

Warum robuste Dateisysteme wichtig sind, erfahren Sie auf Seite 4...

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