Software:Betriebssysteme:Windows

Teil 3: Von Win 98/ME/2000 zu XP

Manche Anwendungsprogramme lassen sich nicht installieren oder starten nicht, wenn Sie merken, dass Windows XP aktiv ist. Starten Sie in diesem Fall den Programmkompatibilitäts-Assistenten unter Start/Alle Programme/Zubehör. Er gaukelt dem Anwendungsprogramm ein älteres Windows-System vor, wechselt zwischen verschiedenen Bildschirm-Auflösungen um und schaltet die XP-Designs für Fenster und Desktop ab. Der Assistent führt Sie durch die nötigen Arbeitsschritte.

Geübte Anwender kommen schneller zum Ziel, wenn sie die von der Inkompatibilität betroffenen exe-Dateien im Windows Explorer rechts anklicken und im Kontextmenü den Punkt Eigenschaften auswählen. Gehen Sie auf den Reiter Kompatibilität. Hier finden Sie alle Einstellungsmöglickeiten, die Ihnen der Assistent geboten hat. Aktivieren Sie das Kästchen Programm im Kompatibilitätsmodus ausführen für und wählen Sie das Betriebssystem aus, für das das Programm geschrieben wurde. Stehen mehrere zur Auswahl, versuchen Sie zunächst das neuere Betriebssystem zu simulieren. Der Programmkompatibilitäts-Assistent ist jedoch kein Allheilmittel. Gerade ältere DOS-Spiele und System-Tools sind häufig nicht dazu zu bewegen, unter Windows XP zu arbeiten.

Von Win 98/ME/2000 zu XP

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MIT DEM PROGRAMM-KOMPATIBILITÄTS-ASSISTENT täuschen Sie Anwendungen ältere Windows-Versionen vor.

Benutzerverwaltung

Für Umsteiger von Windows ME auf die Home Edition von Windows XP sind die Benutzerrechte eine wichtige Neuerung. Endlich können Sie damit auch als Heimanwender Ihre Daten einigermaßen wirksam vor anderen Benutzern schützen. Allerdings ist der Schutz standardmäßig nicht aktiviert. Klicken Sie auf Start/Systemsteuerung oder Start/Einstellungen/Systemsteuerung im klassischen Start-Menü. Wählen Sie das Modul Benutzerkonten. Windows XP legt standardmäßig ein aktives Administrator-Konto und ein nicht-aktives Gast-Konto an. Administratoren dürfen auf einem System alles, zum Beispiel Benutzerrechte ändern, Programme installieren und Desktop-Einstellungen anpassen. Ein Gast darf nur sein Kennwort und das Bild ändern, das auf der Willkommenseite erscheint. Das ist zu wenig, um richtig arbeiten zu können.

Deshalb gibt es einen dritten Typ: das eingeschränkte Konto. Mit ihm können Sie zusätzlich zu den Gast-Rechten Desktop-Einstellungen verändern und einen Blick in die Gemeinsamen Dateien aller Benutzer werfen. Typischerweise richtet man auf einem Familien-PC mit Neues Konto erstellen mehrere eingeschränkte Konten zum Arbeiten ein und nur ein Administrator-Konto für Reparatur und Konfigurationsarbeiten.

Auch wenn Sie Administrator sind, sollten Sie so oft wie möglich mit einem eingeschränkten Konto arbeiten. Damit haben Viren und Trojaner, auf die Sie beim Surfen im Internet eventuell stoßen könnten, genau wie Sie keine Administratorrechte. Diese bösartigen Programme können sich also nicht installieren, Systemdateien verändern oder die Daten anderer Benutzer löschen. Sind Sie dagegen als Administrator eingeloggt, können Hacker und Viren im System wie Sie frei schalten und walten.

Diese Regel galt auch für die früheren Versionen von Windows. Allerdings war hier das Umschalten zwischen verschiedenen Benutzerkonten nicht einfach. Zumindest unter Windows 2000 konnte der Anwender sich schnell für einen Konsolenbefehl als Administrator einloggen und anschließend mit beschränkten Rechten weiterarbeiten. Unter XP gibt es die schnelle Benutzerumschaltung. Dank dieser Funktion loggen Sie sich mit dem Befehl Start/Abmelden aus und als neuer Benutzer ein, wobei alle Programme, die Sie zuvor geöffnet hatten, weiter laufen. Sie brauchen nach getaner Arbeit nur zurückzuwechseln und können da weiter machen, wo Sie aufgehört haben. Die schnelle Benutzerumschaltung muss allerdings aktiviert werden. Klicken Sie dazu in der Systemsteuerung das Modul Benutzerkonten an, und wählen Sie Art der Benutzeranmeldung ändern. Im nächsten Menü aktivieren Sie Schnelle Benutzerumschaltung verwenden. Wenn Sie in einem Netzwerk arbeiten, funktioniert das nicht immer. Ist ihr PC zum Beispiel mit einem Novell-Netz verbunden, ist die Benutzerumschaltung gesperrt.

Standardmäßig haben das Administrator-Konto und die eingeschränkten Konten kein Passwort eine gefährliche Sicherheitslücke. Klicken Sie daher Ihre Konten im Benutzerkonten-Modul an, und wählen Sie für jedes die Option Kennwort erstellen. Geben Sie ein Passwort ein, ist Ihr Konto besser geschützt aber noch nicht gut genug.

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ÜBER DIESEN REGISTRY-SCHLÜSSEL verhindern Sie, dass Windows XP Benutzernamen beim Login anzeigt.

Das nächste Sicherheitsrisiko ist die Willkommenseite, die Windows XP anzeigt. Hier sind alle Konten mit Namen aufgelistet. Das ist eine Einladung an Passwort-Cracker, einmal alle Konten auszuprobieren, ob man nicht ein schwaches Passwort wie 12345 findet. Den Namen muss der Cracker nicht mehr erraten. Windows XP liefert ihn frei Haus. Klicken Sie also im Menü Benutzerkonten auf Art der Benutzeranmeldung ändern, und deaktivieren Sie Willkomenseite verwenden. Jetzt erscheint bei der Anmeldung ein Login-Menü, das der alten Windows-ME-Anmeldung ähnelt. Leider zeigt Windows XP immer noch den Namen des letzten Benutzers ein, der sich eingeloggt hat. Ein Einbrecher soll aber Kennwort und Benutzernamen raten müssen.

Um den Namen des letzten eingeloggten Benutzers aus der Anzeige zu entfernen, greifen Sie in die Registry ein. Klicken Sie auf

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MIT DEM BENUTZERKONTEN-MODUL der Systemsteuerung verändern sie bestehende Konten in Windows XP.

Start/Ausführen oder drücken Sie [Win-R]. Geben Sie im Ausführen-Dialog regedit ein, um den Registrierungseditor zu starten. Suchen Sie im linken Fenster den Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINESoftware MicrosoftWindowsCurrentVersion policiessystem und klicken Sie ihn an. Im rechten Fenster sehen Sie jetzt einen Eintrag dontdisplaylastusername Doppelklicken Sie auf ihn, und ändern Sie den Wert auf 1. Beim nächsten Login ist das Anmeldungsmenü leer. Wer in Ihren Rechner eindringen will, muss den Benutzernamen und das Kennwort erraten.

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