Ihr neuer Rechner selbst gebaut

Teil 3: Top-PC für billige 196 Euro

4. Schritt: Peripheriegeräte einbauen

Sehr viel mehr ist nicht mehr zu tun und die schwierigsten Aufgaben sind geschafft. Sie müssen lediglich den DVD-Brenner und die Festplatte einbauen. Für den Einbau des DVD-Laufwerk sollten Sie die obere Blende vorn am Gehäuse entfernen. Dazu greifen Sie am besten von innen ins Gehäuse und drücken die obere Blende sanft nach vorn heraus.

Schieben Sie den DVD-Brenner von vorn ins Gehäuse hinein. Wollen Sie die Blende weiter verwenden, müssen Sie das Laufwerk vor dem Festschrauben so weit ins Gehäuse hineinschieben, dass die Blende direkt vor der Front des Laufwerks sitzt. Öffnen lässt sich das Laufwerk über den silbernen Druckknopf an der Blende. Ansonsten schrauben Sie das Laufwerk so hinein, dass die Front des Laufwerks mit der des Gehäuses abschließt. Diese Alternative erscheint uns als die bessere. Schrauben Sie das Laufwerk mit vier passenden Schrauben fest. Anschließend schieben Sie die Festplatte von innen in den dafür vorgesehenen Schacht unterhalb des DVD-Laufwerks. Achten Sie darauf, dass die Anschlüsse in Richtung Mainboard zeigen. Schrauben Sie die Festplatte mit jeweils zwei Schrauben links und rechts am Festplattenrahmen fest.

Nun verbinden Sie jeweils eine SATA-Stromversorgung vom Netzteil kommend mit dem DVD-Brenner und der Festplatte und jeweils ein SATA-Kabel mit den Schnittstellen am Mainboard. Die Kabel sind so codiert, dass ein falsches Aufstecken nicht möglich ist. Stellen Sie unbedingt sicher, dass die Kabel fest sitzen, damit sie sich nicht von selbst lösen können. Schrauben Sie die Seitenwände wieder fest. Der Rechner ist nun einsatzbereit (Bild 18). Stecken Sie das Netzkabel ein und schalten Sie den Netzschalter am Boden des Gehäuses ein. Was noch fehlt, ist das Betriebssystem. Wenn es gratis sein soll, probieren Sie doch einfach mal Linux aus.

Den Rechner fertigstellen

© Archiv

Die SATA-Stecker lassen sich dank L-förmigem Anschluss nicht falsch einstecken.

5. Schritt: So gut ist der neue PC

Ihr neuer PC Marke Eigenbau kostet - ohne Betriebssystem - unter 200 Euro. Das ist angesichts der guten Ausstattung ein ausgezeichneter Preis. Zusätzlich lässt sich der PC später für wenig Geld relativ einfach ausbauen. Ein schnellerer Prozessor ist nicht teuer, den gebrauchten Sempron können Sie dann ganz einfach über eBay verkaufen und so noch ein wenig Geld sparen.

Der PC ist für alle Office-Aufgaben schnell genug. Im PC Mark 2006 erreichte er 2768 Punkte, damit ist er Mini-PCs mit Atom-PC deutlich überlegen. Festplatte und DVD-Laufwerk sind äußerst schnell, das Umrechnen einer Musik-CD ins MP3-Format gelang in 138 Sekunden. Ein viermal teurerer Quad-Core-Rechner schafft das nicht schneller. Wer spielen möchte, der kann zu Preisen ab 60 Euro eine brauchbare PCI-Express-Grafikkarte nachrüsten. Abschließend sei noch ein Nachteil unseres Eigenbau-Rechners erwähnt: Der Netzteil-Lüfter ist nicht gerade leise. Wer es flüsterleise mag, der sollte den Rechner lieber unter dem Tisch postieren oder auf ein Gehäuse mit ausgewiesen leisem Netzteil zurückgreifen.

Den Rechner fertigstellen

© Archiv

Fertig ist der Rechner! Mit etwas Geschick ist die Arbeit in 60 Minuten erledigt.

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