Test: Top-Navigationsgeräte

Teil 3: Top-Navis im Test

Die meisten Navigationsgeräte besitzen einen Touchscreen von 3,5 Zoll mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixel (QVGA). Darauf lassen sich Karten recht gut darstellen, die Software-Tastatur zur Eingabe von Adressen kann noch mit dem Finger bedient werden.

Top-Navis im Test

© Archiv

Das gesamte Gerät bleibt einigermaßen handlich, sodass man es noch in die Tasche stecken kann. Fujitsu-Siemens hat das bislang kleinste mobile Navigationsgerät gebaut. Das Display des Pocket Loox N100 hat nur 2,8 Zoll bei der gleichen QVGAAuflösung und kann im Hoch- oder Querformat verwendet werden. Das Gerät sieht gut aus, versperrt an der Windschutzscheibe nicht die Sicht und lässt sich auch komfortabel in der Hand oder auf dem Fahrrad verwenden. Der Nachteil: Der Kartenausschnitt ist klein, für die Eingabe über die Tastatur ist ein Stift notwendig.

Den umgekehrten Weg gehen die Hersteller der Top-Navis. Sie bauen große, flache Geräte mit einem 4,3-Zoll-Display und einer Auslösung von 480x272 Pixel. Dabei verwenden sie nicht etwa ein Hochformat, das längere Straßenabschnitte darstellen könnte, sondern stets das Breitbildformat 16:9, weil das den Sehgewohnheiten entgegenkommt. Das große Display bietet dann tatsächlich, wie beim Blick aus dem Fenster, mehr Informationen zur Umgebung der Route. Weitere Elemente, wie Richtungspfeile und Entfernungsangaben lassen sich bevorzugt an den Rändern des breiten Touchscreens unterbringen. Ein Split-Screen wie bei Navman, der auf der linken Bildschirmhälfte die Richtungspfeile und rechts die Karte zeigt, macht erst bei 4,3-Zoll-Displays wirklich Spaß.

Genauer als bisher ist die Sprachausgabe per Text to Speech. Damit heißt es bei Navigationsansagen nicht nur "biegen Sie nach 300 Metern rechts ab", sondern: "Biegen Sie nach 300 Metern rechts ab in die Turmstraße" oder "Nehmen Sie die Ausfahrt auf die A9 Richtung Nürnberg". Bei Text to Speech handelt es sich um eine Technik, bei der Text durch den Computer in synthetische Sprache umgewandelt wird. Dazu ist eine Datenbank notwendig, die lediglich Sprachsegmente enthält. Herkömmliche Navigationsgeräte arbeiten mit Sprachaufnahmen ganzer Wörter, die zusammengefügt werden. Das klingt meist holperig und erlaubt nur ein begrenztes Repertoire. Text to Speech ist dagegen so ausgereift, dass natürlich klingende Stimmen erzeugt werden, die einen Text flüssig vorlesen können.

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