Linux schwarz auf weiß

Teil 3: Tintenstrahler im Linux-Einsatz

Der Stylus DX4050 bietet zum Preis von 99 Euro die Kombination von Drucker, Scanner und Kopierer. Er arbeitet mit separaten Patronen für die verschiedenen Farben, was Freunden blauen Himmels oder grüner Wiesen einiges Geld sparen kann.

Auch hier gilt: Bevor Sie die ersten ansehnlichen Fotos erhalten, müssen Sie einige Ausdrucke durch das Gerät jagen. Die ersten Prints sind etwas streifig, was sich nach und nach oder nach ein paar Reinigungsdurchläufen legt. Der DX4050 druckt Bilder auf Fotopapier mit Farben, die sehr nahe an der Originalvorlage sind. Dies fällt besonders bei der Widergabe von Hautfarben auf.

Tintenstrahler im Linux-Einsatz

© Archiv

Der Epson Stylus DX4050 bringt nur das Nötigste mit, beherrscht dies jedoch gut.

Aber auch gemischte Grafik/Text-Seiten bringt er in überzeugender Qualität schon auf Normalpapier. Beim reinen Textdruck hingegen kann man schon mit bloßem Auge feine Satelliten-Tröpfchen entdecken.

Zwischenlösung: Canon Pixma IP3300

Der IP3300 ist mit 80 Euro der günstigste Einzeltinten-Drucker von Canon. Nachdem der Hersteller für die letzte Drucker-Generation Linux-Treiber entwickelt hatte, ist diese Annäherung an die Linux-Gemeinde auch schon wieder vorbei. Wir haben deshalb die alten Treiber mit dem IP3300 getestet, jedoch ohne Erfolg.

Tintenstrahler im Linux-Einsatz

© Archiv

Der IP3300 ist ein Kompromiss zwischen Einsteigergeräten und den beliebten 4x00-Modellen.

Der IP3300 lässt sich derzeit nur mit dem TurboPrint-Treiber für den IP4300 nutzen, liefert dann aber durchaus ansprechende Ergebnisse, wenn auch die hohen Qualitätsstufen und der Druck auf Spezialpapier derzeit nicht zur Verfügung stehen. Der Entwurfsmodus des TurboPrint-Treibers sollte wirklich nur als solcher genutzt werden, bei der Einstellung mittlere Qualität erscheinen Fotos in stimmigen, kräftigen Farben, nur leichte Streifen stören beim genauen Hinsehen etwas. Grafik und Fotodruck auf Normalpapier weisen eine sehr gute Qualität auf, Texte zeigen jedoch etwas unsaubere Kanten und Satellitentröpfchen.

Sparmodell: Canon Pixma IP1700

Das Einsteigermodell IP1700 bietet eine deutlich geringere Ausstattung als der 30 Euro teurere IP3300. Als einziger Drucker aus dem Hause Canon kann er nicht mit Einzelpatronen aufwarten. Derzeit lässt er sich unter Linux jedoch nur mit dem TurboPrint-Treiber nutzen, wobei im kostenpflichtigen Modus ein krasses Missverhältnis zwischen dem Preis des Druckers und dem des Treibers entsteht (50 zu 30 Euro).

Tintenstrahler im Linux-Einsatz

© Archiv

Ein echtes Sparmodell ohne jeglichen Schnickschnack ist der Pixma IP1700.

In der Demo-Version bringt TurboPrint immerhin ein halbwegs anständiges Schriftbild zustande, das bei näherer Betrachtung zum Ausfransen neigt. Bilderdruck sollte man im kostenlosen Modus vermeiden. Der Druck ist viel zu blass, außerdem stören leichte Streifen, besonders am Ende des Blattes, wo die günstige Mechanik nicht mehr vernünftig greifen kann. Dies gilt aber auch für den kostenpflichtigen Treiber, der ansonsten eine deutlich bessere Bildqualität liefert. Insgesamt ist der Drucker mit Bildern überfordert und auch nicht dafür ausgelegt. Für den schnellen Druck nebenbei reicht er jedoch allemal und erreicht eine sehr hohe Druckgeschwindigkeit.

Fazit

Der ständige Modellwechsel bei Druckern tut dem Linux-Anwender nicht besonders gut. Modelle, für die er endlich Treiber gefunden hat, bekommt er nicht mehr im Handel, wenn er zwei Tage über den Kauf nachdenkt. Linux-freundlich ist derzeit nur HP, Epson versteckt seine Treiber leider auf japanischen Websites. Bei den beliebten Canon-Druckern steht der Anwender immer recht lange Zeit im Regen.

Bei den All-in-One-Geräten empfehlen sich die HP-Produkte. Deren Treiber installieren als einzige das komplette Paket mit Druckertreiber, SANE-Plug-in und Kartenleser. Außerdem stimmt hier die Druckqualität beim Text- und Bilddruck.

Nicht ganz so komfortabel ist Epson. Treiber sind vorhanden, müssen aber für Drucker- und Scanner-Betrieb separat installiert werden. Die Druckqualität ist gut, die Farbwiedergabe nicht ganz so bunt wie bei den HP-Geräten, Bilder weisen jedoch feinste Streifen auf.

Die Canon-Drucker lassen sich nur mit den kostenpflichtigen TurboPrint-Treibern nutzen. Der IP3300 überzeugt dabei mit einer wenig aufdringlichen Farbgebung und hoher Foto/Grafik-Qualität, der TurboPrint-Treiber bietet für Anpassungen an den eigenen Geschmack jedoch diverse Einstellmöglichkeiten. Beim IP1700 stimmt das Verhältnis zwischen Preis des Druckers und TurboPrint einfach nicht.

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