Haifischbecken Mittelklasse

Teil 3: Test: LCD- und Plasma-TV

Die Schwarzdarstellung des LGs ist verbesserungswürdig

Im Vergleich zum LG 42 LF 75 können diese Werte aber immer noch glänzen. Der Schwarzwert von 1 cd/m2 ist der schlechteste, der uns seit langer Zeit unter die Messsonde kam. Auch die Aktivierung des Raumlichtsensors bringt da keine Wunder mehr. Die ungleichmäßige Ausleuchtung verstärkt den milchigen Bildeindruck zusätzlich: In homogenen Flächen sind deutliche Leuchtflecke zu erkennen, die den Bildspaß trüben. Vor allem dann, wenn sie als stehende Muster in bewegten Szenen zu erkennen sind.

Sony und Toshiba stechen in der B asisdisziplin Kontrast positiv hervor. Auch wenn man deren Hintergrundlampen in dunklen Räumen fast auf den kleinsten Wert zügeln muss, belohnen sie dann mit vergleichsweise satten Schwarztönen. Einziges Manko des Toshibas: Der Zuschauer sollte nicht zu weit aus der direkten Betrachterachse rücken, da der vergleichsweise enge Blickwinkel das Bild sonst gräulich tüncht.

Test: LCD- und Plasma-TV

© Archiv

Labortest-Vergleich

Bevor wir zum Thema Farbe kommen, eines vorweg: Dieses Testfeld gibt einmal mehr ein gutes Exempel dafür ab, wie viel Bildqualität eine Kalibrierung aus einem Display herauskitzeln kann. Da Hitachis Plasma umfassende Einstellungen für solche Korrekturen bietet, haben wir uns die Zeit genommen, sowohl Farbtemperatur als auch Farbraum auf die Sendenorm anzupassen. Das Ergebnis zeigt ein Bild, das hinsichtlich seiner Richtigkeit keine Fragen offenlässt. Vor allem nicht im direkten Vergleich mit den LCD-Fernsehern, die es mit der Norm bei Farbraum (Sony) und Farbtemperatur (Toshiba) nicht so wichtig nehmen. Als Referenz dient uns die HD DVD des Spartaner- Spektakels "300". Hier handelt es sich um eine Comic-Verfilmung, deren Stil Regisseur Frank Miller auch farblich hervorragend auf 35 mm umgesetzt hat. Das Ergebnis sind extrem schwierige Farbstimmungen, die bei falscher Darstellung Kraft und Aussage verlieren. Hitachis P 42 T 01 punktete hier auf ganzer Linie. Vor allem die Schwarz-Weiß Szenen setzte er als einziges Gerät wirklich neutral um.

Sonys Bravia deckt einen zu großen Farbraum ab, der die Farben zu bunt und aufdringlich herausarbeitet. Aufgrund der korrekten Farbtemperatur kann man das jedoch noch verschmerzen. Toshibas Z-Serie sättigt die Farben zwar korrekter, kippt durch die schlechte Anpassung der Farbtemperatur jedoch ins Rötliche. LG brächte durch eine korrekte Werksabstimmung zwar die besten Voraussetzungen mit, ein sichtbarer Grünstich lässt von der düsteren Comic-Atmosphäre nicht mehr viel übrig.

Testergebnisse

Sony Bravia KDL 40

Sony KDL-40 V 3000
Sony
2.000 €

40-Zoll-LCD-Fernseher

Weitere Details

69 Prozent

Fazit:Der neue Bravia ist nicht nur ein bunter Hund, sondern auch ein Fernseher mit Konzept und hervorragendem Bild

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
sehr gut

Die Darstellungsqualität von Analogsignalen legt deutlich zu

In Sachen Detailreichtum und Schärfe ließ keiner der Kandidaten, zumindest mit HD-Material, viel Raum für Kritik. Bei allen Geräten muss allerdings erst eine Einstellung vorgenommen werden, um das Bild skalierungsfrei, "Pixel-to-Pixel" darstellen zu können. Bei Hitachi und Sony trifft der Nutzer diese im Menü, bei LG und Toshiba muss das Format leider jedes Mal neu auf 1:1-Pixel oder TrueScan justiert werden. Allerdings machen die beiden letzteren beim Auflösungstest die bessere Figur. Hitachi verschenkt Bilddetails durch die geringe Horizontalauflösung von 1024 Spalten, Sony scheint intern noch am Signal zu feilen. Doch schon aus einem Betrachtungsabstand von zwei Metern dürften selbst gute Augen Probleme haben, diese kleinen Defizite zu sehen. Im Gegenteil: Gerade Sonys Bravia zaubert wie von Geisterhand eine Plastizität und Klarheit in sein Bild, wie man es bisher nur auf Plasmaschirmen sah. Der Plasmavertreter dieses Tests sieht dagegen fahl aus, wobei auch er ? vor allem mit der hervorragenden Farbabstimmung ? ein durchauscineastisches Sehvergnügen bereiten kann. LGs helles und schwarzarmes Bild lässt Bildtiefe nahezu komplett vermissen. Das kann Toshiba um einiges besser, wenn man auch nicht mit Sony mithält.

Das Zuspiel analoger Scart- oder Komponentensignale bringt bei allen Probanden einen sehr großen Bildbeschnitt zum Vorschein ? zum Teilmehr als fünf Prozent, wobei zwischen zwei und drei eigentlich richtig wären. Toshibas 42 Z 3030 schneidet links und rechts sogar mehr vom Bild ab als oben und unten. Darsteller wirken übergewichtig, Fußbälle leicht in die Breite gezerrt. Die Güte der Analog/Digital-Wandlung spiegeltt die großen Fortschritte der letzten zwei Jahre wider. Vor allem Sony und Toshiba spielen hier auf Topniveau. Die knackigen Bilder sind von digital zugespielten kaum zu unterscheiden. LG unterzieht das Bild einer starken Nachschärfung, was sich in Doppelkonturen und Schatten um Objekte herum zeigt. Bei Hitachi waren im Testimmer wieder Farbartefakte zu sehen, die da nicht hingehörten. Ein letztes Wort zum Thema Ton: Auch hier spielt das Testensemble auf hohem Niveau. Gerade Sonys V-Serie tönt ausgewogen. Im tosenden Schlachtgetümmel des "Gladiator" zeichnet er Details wie den Ruf der Schlachthörner oder das Surren von Pfeilen erfrischend detailreich nach. Auch an Volumen mangelt es ihm nicht. Hitachi und Toshiba teilen sich eine Klangcharakteristik: voluminös und zerrfrei, aber im Bassbereich zu flach. LGs Designspeaker schallen etwas zu höhenbetont, verschlucken jedoch immer wieder Gesprächsfetzen. Dafür rüsten gute Presets für verschiedene Anwendungsszenarios.

Testergebnisse

Toshiba 42 Z 3030 D
Toshiba
2.000 €

42-Zoll-LCD-Fernseher

Weitere Details

66 Prozent

Fazit:Toshiba fügt in der Z-Serie alle aktuellen Trendtechnologien zum fairen Preis zusammen.

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
sehr gut

Klassenkameraden. Wer sonst noch mitspielt:

Samsung LE-40 R 81 B: Samsungs formschöner R 81 gefiel im Test mit seinem durchzeichneten und kontrastreichen Bild. 24p gibt er zwar nicht in der Originalrate, aber immerhin flüssig wieder. Insgesamt ein innovatives WXGAGerät 1366x768 Pixel), der nur durch seine schlechte Tunerqualität negativ auffiel.

Sony KDL-40 D 3000: Der Hauptunterschied zum getesteten V 3000 ist die niedrigere Auflösung der D-Klasse (1366x768), die sie jedoch über ein 100-Hz-Panel mit MotionCompensation inklusive 24p-Darstellung ausgleicht. Ein rundum gelungener Fernseher auf dem Stand der Technik.

Fazit

Sonys Fernseher sind zurück an der Spitze. Fast über jeden Zweifel erhaben, übernimmt der V 3000 nicht nur in der Disziplin Bildqualität die Führung, auch bei Ausstattung und Ton liefert der neue Bravia Spitzenleistung. Toshiba realisiert in seiner Z-Serie erstmals ein 100-Hz-Panel in 42 Zoll zum Preis von 2.000 Euro. Sowohl dessen Qualität als auch das Gesamtkonzept überzeugen. LGs 42 LF 75 fußt auf einem soliden Konzept, legt sich durch das veraltete Panel jedoch selbst Steine in den Weg. Hier hätten wir uns zu diesem Preis bessere Reaktionszeiten und Kontrastwerte gewünscht.

Testergebnisse

Hitachi P 42 T01
Hitachi
1.500 €

42-Zoll-Plasma-TV

Weitere Details

65 Prozent

Fazit:Ein solider Plasma zum fairen Preis. Wer noch in eine Kalibrierung investiert, wird großzügig belohnt.

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
sehr gut

Der Preiscoup gelingt Hitachi mit ihrem fast FullHD auflösenden Plasma. Lediglich der Schwarzwert und der Analogtuner, an dem sichtlich gespart wurde, trüben hier den guten Eindruck.

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