Sicherheit ohne Microsoft

Teil 3: Sicherheit ohne Microsoft

Ein weiteres Ärgernis findet sich in vielen Mail- Programmen: Outlook XP, Outlook Express und Mozilla sowie bei vielen Web-Mailern wie Web.de, Lycos und Yahoo. Sie alle laden Bilder in Html-Mails von fremden Servern. Ein Adresshändler kann darüber feststellen, welche E-Mail-Adressen gültig sind. Er sieht es anhand der Bilder, die von seinem Server geladen wurden. Ein solches verräterisches Bild nennt man Web-Bug. Outlook 2003 und Thunderbird blockieren Web-Bugs erst einmal. Der Anwender bekommt eine Warnung, kann aber das betreffende Bild per Klick nachladen.

Sicherheit ohne Microsoft

© Archiv

Der Hauptgrund für die Verbreitung von Viren sind jedoch Anhänge, die der Anwender unbedarft anklickt und öffnet. Gerade ein nettes Spielchen verbirgt oft einen Trojaner. Ein Wurm nimmt sich beliebige Absenderadressen aus dem Adressbuch des Befallenen, so dass die Empfänger der Meinung sind, sie bekommen die Mail von einem Bekannten.

Einen Anhang sollten Sie also nur öffnen, wenn Sie eine entsprechende Datei erwarten. Wenn nicht, fragen Sie nach: "Hey, was schickst Du mir da?" Bekommen Sie die Antwort "Keine Ahnung. Nichts!", können Sie davon ausgehen, dass der Anhang einen Virus enthält. Der Absender ist wohl in Wirklichkeit nicht Ihr Bekannter, könnte jedoch auch ein potenzieller Empfänger des Virus sein. Sie sollten ihn also warnen.

Microsoft geht zur Bekämpfung der Nachlässigkeit der Empfänger einen sehr fragwürdigen Weg. Die Firma verbietet den Anwendern, Mails mit bestimmten Endungen zu empfangen (z.B. .exe, .vb, .mdb und viele weitere). Das geht am Kern des Problems aber vorbei. Denn ein Anwender, der gewillt ist, einen Anhang zu öffnen, wird sich nicht davon abhalten lassen, wenn er diesen vorher aus einer Zip-Datei entpacken muss. Das Problem wird also nach hinten verschoben und die Virenoder Trojanerattacke tritt nicht mehr in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Namen Outlook auf. Das hat einen positiven Marketingeffekt. Mehr nicht.

Bei Thunderbird entscheidet der Anwender selbst, was mit Anhängen geschehen soll. Sinnvoll ist es, virenträchtige Attachments zuerst auf der Platte zu speichern und von einem Antivirenprogramm prüfen zu lassen.

Viele Gefahren bleiben auch bei der Verwendung von Open-Source-Programmen. Gefährliche Anhänge haben wir bereits erwähnt. Einige Viren verbreiten sich auch über Lücken im Windows-Betriebssystem selbst. Dagegen hilft eine Personal Firewall und das Einspielen der aktuellen Patches von Microsoft.

Generell gilt für alle Internet-Tools, sie aus Sicherheitsgründen auf dem neuesten Stand zu halten. Viele Programme bieten eine automatische Update-Funktion an, die das einfach und komfortabel löst. Inzwischen gab es Gerüchte, dass Microsoft Updates für den IE nur noch im Rahmen von XP-Updates verteilt, also nicht mehr für ältere Betriebssysteme. Eine Sprecherin von Microsoft in Deutschland dementierte dies jedoch gegenüber unserem Magazin: "Solange Betriebssystem und Internet Explorer einschließlich der Service Packs von uns supported werden, solange werden wir auch noch Sicherheitsupdates zur Verfügung stellen."

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