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Teil 3: Schnelle Alternativen zu DSL

Schneller surfen per TV-Kabel

Jeder, der sein TV-Programm per Breitbandkabel ins Haus bekommt, hat theoretisch auch die Möglichkeit, Internet- und Telefon- Dienste über dieses Kabel zu bestellen. Praktisch kann aber auch hier der Rückkanal - also der Weg vom Anwender-PC zum Internet-Provider - Probleme bereiten, denn ursprünglich waren die Kabelnetze nicht rückkanalfähig, weil das für die Versorgung mit Fernsehprogrammen nicht notwendig ist. Zwar haben die Kabelnetzbetreiber ihr Netz inzwischen rückkanalfähig ausgebaut, deren Netz endet aber an der Hausanschlussdose. Einfach gelagert ist der Fall bei Mietern oder Besitzern eines Einfamilienhauses. Dort ist die Hausverkabelung überschaubar, kann vom Fachmann leicht getestet und gegebenenfalls rückkanalfähig ausgebaut werden. Mieter in Mehrfamilienhäusern erkundigen sich zu diesem Thema am besten zunächst beim Vermieter oder der Hausverwaltung. Im günstigsten Fall, etwa bei einem Neubau, klappt alles auf Anhieb. Im ungünstigsten Fall müssen Kabel, Dosen und Verstärker getauscht werden und die Eigentümergemeinschaft sträubt sich gegen die notwendigen Investitionen. Aber lassen Sie sich nicht entmutigen: Nachfragen kostet nichts, und wenn nicht nur einer, sondern viele Mieter über das Kabel surfen wollen, steigt die Chance, dass die nötige Infrastruktur im Mietshaus aufgebaut wird.

Endlich schnell surfen

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TV-Kabeldose mit zusätzlicher Datenleitung.

Anbieter von Internet via TV-Kabel

Jeder große Breitbandkabel-Anbieter lockt seine Kunden auch mit Triple-Play-Angeboten. Diese bündeln Digital-TV, Internet und Voice over IP, also das Telefonieren über die Internet-Verbindung. Interessantester Punkt der Offerten: Es handelt sich um Angebote mit Download-Raten mit bis zu 32.000 kbit/s - doppelt so schnell, wie ADSL2 - und Upload- Raten von bis zu 2.000 kbit/s. Die Internet-Verbindung "kommt" dabei aus der TV-Dose. Daran angeschlossen wird das Kabelmodem, das in der Regel kostenlos vom Anbieter gestellt wird. An das Modem kann man einen WLAN-Router anschließen (wird häufig zum reduzierten Preis angeboten), der den Internet-Zugang überall in der Wohnung schnurlos verfügbar macht. Unsere Tabelle auf der nächsten Seite listet Premium-Angebote der Breitbandkabel- Anbieter. Zumeist haben diese auch noch günstigere Tarife mit geringeren Datenraten im Angebot.

(1) Internet-Flat inklusive Telefon-Flat für Festnetzgespräche (2) inklusive Pay-TV-PaketStand: 12.2008

Anbieter Produkt Download Upload Monatspreis Info
Kabel Deutschland Paket Comfort (1) 20.000 kbit/s 1.000 kbit/s 29,90 Euro www.kabeldeutschland.de
Kabel Deutschland Paket Deluxe (1) 32.000 kbit/s 2.000 kbit/s 39,90 Euro www.kabeldeutschland.de
Kabel BW Clever Kabel 16 (1) 16.000 kbit/s 1.000 kbit/s 29,90 Euro www.kabelbw.de
Kabel BW Clever Kabel 32 (1) (2) 32.000 kbit/s 2.500 kbit/s 49,90 Euro www.kabelbw.de
Unitymedia 2play 20000 (1) 20.000 kbit/s 1.000 kbit/s 30,- Euro www.unitymedia.de
Unitymedia 2play 32000 (1) 32.000 kbit/s 1.000 kbit/s 55,- Euro www.unitymedia.de
PrimaCom Internet 10000 10.000 kbit/s 512 kbit/s 39,90 Euro www.unitymedia.de
Tele Columbus Internet 10000 10.000 kbit/s 512 kbit/s 29,99 Euro www.telecolumbus.de
Cablefon cablesurf 16000 fon (1) 16.000 kbit/s k.A. 29,85 Euro www.cablefon.de
Cablefon cablesurf 25000 fon (1) 25.000 kbit/s 1.600 kbit/s 39,85 Euro www.cablefon.de

Überall im Internet mit UMTS

Auch der Mobilfunkstandard UMTS kann inzwischen als DSL-Ersatz einspringen - zumindest dort, wo das Netz schon mit dem UMTS-Turbo HSDPA ausgestattet ist. Dann werden nämlich Downloadraten von bis zu 36.000 kbit/s erreicht, in noch wenigen Fällen sogar 72.000 kbit/s und auch der Upload ist mit maximal 1.450 kbit/s sehr ordentlich. Allerdings geht das eben nur da, wo das UMTS-Netz entsprechend ausgebaut ist - meist eben in Großstädten. Die Grundausbaustufe von UMTS liefert lediglich 384 kbit/s Dowloadrate und wo gar kein UMTS verfügbar ist, muss man sich mit dem GPRS-Turbo EDGE und maximal 220 kbit/s begnügen. Wer prüfen will, ob es den schnellen Netzausbau in seiner näheren Umgebung bereits gibt, beziehungsweise wie schnell das Netz dort ist, kann sich mithilfe der Netzausbaukarten der Mobilfunkbetreiber (4 - 7) einen Überblick verschaffen. Konkrete Aussagen bekommt man in den Shops der Mobilfunk-Provider. Um UMTS zu Hause zu nutzen, kann man einen UMTS-Router einsetzen. Der stellt die Verbindung zum UMTS-Netz her und kann selbst per WLAN angesprochen werden. So kann jeder andere Rechner in der Wohnung auf die Internet-Verbindung zugreifen. Unterwegs mit dem Notebook bietet sich ein Surfstick an, der an eine USB-Buchse des Notebooks angeschlossen wird und die Verbindung zum Mobilfunknetz hält.

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Ein Kabel-Modem wird installiert.

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