Günstige Zeiten

Teil 3: Preisbarometer: Spiele-PCs

Den Preisbereich deutlich jenseits der 1.500 Euro können wie relativ kurz abhandeln. Ein Spiele-PC für dieses Geld macht - zumindest aus rationalen Gründen - kaum Sinn. Das "Problem" in diesen Preisregionen ist, dass Sie für jedes zusätzliche Fitzelchen Geschwindigkeit Unsummen ausgeben müssen. Man muss also ein echter Freak (oder reich) sein, um 3.000 Euro für einen Rechner auszugeben, der gerade mal 20 Prozent schneller als einer für 800 Euro ist. Das ist insofern wichtig zu wissen, da es keine große Kunst ist, mal eben 5.000 Euro auszugeben - superteure, für einen Spiele-PC angeblich "unbedingt notwendige" Komponenten gibt es auf dem Markt jedenfalls genug. Hier ein Vorschlag, wie so ein Luxus-PC aussehen könnte. Für die knapp 700 Euro Aufpreis gegenüber unserem 900-Euro-System ist er zwar oftmals nur unwesentlich schneller, glänzt dafür aber mit hochwertigsten Komponenten und einer noch besseren Ausstattung.

Preisbarometer: Spiele-PCs

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Schon ein aktueller 800-Euro-PC meistert selbst technisch anspruchsvollste Spiele wie Ubisofts Assassin's Creed ohne große Probleme.

Gesamt: ca. 1.605 Euro

Preisbarometer: Spiele-PCs

  • Hauptprozessor: Intel Pentium Core 2 Quad Q9550, ca. 270 Euro
  • Leistungsstarker CPU-Kühler, ca. 50 Euro
  • Mainboard: Sockel 775 mit X48-Chipsatz, ca. 200 Euro
  • Arbeitsspeicher: 8 (4 x 2) GB DDR2-1066, ca. 180 Euro
  • Grafikkarte: Ati Radeon HD4870 X2, ca. 420 Euro
  • Festplatte: 3,5 Zoll SATA 2x500 GB RAID, ca. 120 Euro
  • DVD-Brenner: SATA 20-fach, ca. 30 Euro
  • DVD-Laufwerk SATA, ca. 20 Euro
  • Netzteil: 650 bis 750 Watt, ca. 115 Euro
  • Gehäuse: Hochwertiger Marken-Miditower inkl. Lüfter, ca. 140 Euro
  • Soundkarte: Creative X-Fi Gamer, ca. 60 Euro

Komplett gespart

Das bisher Gesagte bezog sich grundsätzlich auf "gestückelte" PCs, also Eigenbauten, bei denen Sie sich die Komponenten selbst zusammen suchen. Prinzipiell gilt für fertige Komplett-PCs das Gleiche. Gerade im günstigeren Preisbereich sind die Margen der Händler so gering, dass das Komplettangebot trotz Zusammenbau und evtl. beiliegendem Betriebssystem kaum oder gar nicht teurer kommt als ein selbst gebauter - vom wegfallenden Aufwand ganz zu schweigen. Nachteil: Eventuell entspricht das Angebot nicht exakt Ihren Vorstellungen. Zwar lassen sich inzwischen fast alle Komplettangebote - gleich ob vom Discounter oder von Marken wie Dell oder Alienware - konfigurieren. Doch hier ist Vorsicht geboten: Hier langen praktisch alle Anbieter kräftig zu und verlangen zum Beispiel schon mal für ein reines Festplattenupgrade mehr als die komplette Platte wert ist. Tendnziell lässt sich sagen: Passt Ihnen ein Komplettangebot in seiner Zusammenstellung so wie es ist, kann es ein echtes Schnäppchen sein. Mit jedem Änderungswunsch lohnt er sich gegenüber einem Eigenbau-PC zumindest finanziell immer weniger.

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Komplett-PCs in den niedrigen Preisbereichen sind mitunter sogar etwas günstiger als die einzeln aufaddierten Komponenten.

Das mit dem immer weniger lohnen gilt auch für die Highend-Klasse der Spiele-PCs. Je teurer die Kiste, desto mehr schlagen die Anbieter in der Regel auf den reinen Wert vergleichbarer Einzel-Komponenten drauf. Mit (bunt lackierten) Spezialgehäusen, penibel konfigurierte Systemen, extra sauberer Verarbeitung, umfangreichen Servicepaketen oder auch fachmännischem Extremtuning (samt Garantie darauf) lässt sich der Aufschlag zumindest teilweise rechtfertigen. Wenn es um die reine Leistung geht, lässt sich ein Highend-Rechner jenseits der 2000 Euro aber im Eigenbau deutlich billiger bewerkstelligen. So ist ein dem [int:article,77584]hier getesteten Alienware-Rechner[/int] ähnlicher Eigenbau schon für gut die Hälfte des Geldes zu bewerkstelligen.

Die Vorhersage: weiter heiter

Auf absehbare Zeit dürften Spiele-PCs auf dem erfreulich niedrigen Preislevel verharren. Bei den Schlüsselkomponenten wird es weiterhin Top-Leistung für angemessenes Geld geben. Dazu kommt, dass sich die Hardwarespirale weiter verlangsamt. Zwar wird es immer wieder Toptitel geben, welche die Anforderungen ein Stück nach oben schrauben. Die sind aber zunehmend seltener und kommen in immer größeren Abständen auf den Markt. Der Grund liegt auch bei den aktuellen Konsolen: Solange die aktuelle Generation auf dem Markt ist, orientiert sich das Gros der Spiele an der Hardwarebasis von Xbox 360 und PlayStation 3. Zumindest beim Preisniveau profitieren davon auch Zockrechner.

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Sie trägt entscheidend mit zum derzeitig niedrigen Preisniveau bei Spiele-PCs bei: Atis Radeon HD4870 bietet exzellente Performance zum akzeptablen Preisen ab 200 Euro.

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So sieht aktuell die Preis-Leistungs-Kurve bei Spiele-PCs aus. Deutlich unterhalb von 400 Euro sind sie generell zu schwach. Oberhalb von 1.500 Euro…

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