Aus alt mach neu!

Teil 3: Praxis: Computer aufrüsten

Grafikkarte aufrüsten

Die Grafikkarte befindet sich in einem Steckplatz auf dem Mainboard. Sie soll das Bild nach Möglichkeit flüssig und ohne Ruckler anzeigen. Ist der Grafikchip zu leistungsschwach, laufen viele Anwendungen und Spiele nicht flüssig ab.

PCs aufrüsten: Grafikkarten

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Mainboards besitzen unterschiedliche Steckplätze speziell für Grafikkarten. Ist Ihr PC älter als drei Jahre, dürfte noch ein alter, etwas langsamerer AGP-Steckplatz vorhanden sein. Neuere Boards setzen auf die schnellere PCI-Express-Schnittstelle. Einige Mainboards kommen ohne AGP- oder PCI-Express-Slot aus, weil sie eine vergleichsweise leistungsschwache Onboard-Grafik besitzen. Eine AGP- oder PCI-Express-Grafikkarte lässt sich auf solchen Boards nicht einsetzen.

Schritt 1: Neue Grafikkarte einbauen

Schauen Sie im Handbuch des Mainboards nach, welche Grafikkartenschnittstelle auf Ihrem Board vorhanden ist. Alternativ können Sie in den Eigenschaften ihrer Grafikkarte nachsehen. Mit der rechten Maustaste klicken Sie dazu auf den Desktop und dann mit der linken auf "Eigenschaften/Einstellungen". Über "Erweitert" gelangen Sie auf die Eigenschaften der Grafikkarte. Unter "Grafikkarte" sehen Sie im Feld "Chiptyp", welcher Sockel sich auf dem Board befindet.

Grafikkarten Steckplätze

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Oben die Kontakte einer AGP-Karte, unten PCI-Express. Zu verwechseln sind sie nicht.

Trennen Sie Ihren PC vom Stromnetz und entfernen Sie das Monitorkabel und öffnen Sie das Gehäuse. Die alte Grafikkarte ist fast immer mit einer Schraube an der Hinterseite des Gehäuses verschraubt. Lösen Sie diese Schraube. Sollte am Mainboard am Ende des Grafikkarteneinschubs ein kleiner Hebel angebracht sein, der die Karte fixiert, drücken Sie diesen herunter. Nun lässt sich die Karte ganz einfach mit zwei Fingern aus dem Steckplatz ziehen. Die neue Karte befindet sich in einer Antistatikhülle, um Schäden durch Stromentladungen zu vermeiden.

Verschmutzungen oder Staubkörner am Slot beseitigen Sie am besten, indem Sie kurz über den Steckplatz pusten. Erden Sie sich wie zuvor beschrieben, nehmen Sie die Karte vorsichtig aus der Hülle und stecken Sie diese in den Steckplatz. Wenden Sie dabei keine Gewalt an, denn die Karte muss auch bei sanftem Druck in den Steckplatz rutschen. Die Karte sitzt dann korrekt im Slot, wenn die kleine Halterung am Ende des Steckplatzes einrastet. Dadurch wird die Karte stabil im Slot gehalten und kann nicht mehr herausrutschen. Nehmen Sie die Schraube und befestigen Sie die neue Karte damit am Gehäuse.

Grafikkarte einsetzen

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Stecken Sie die neue Grafikkarte in den Steckplatz und schrauben Sie sie am PC-Gehäuse fest.

Schritt 2: Neue Grafikkarte optimieren

Die meisten neuen Grafikkarten besitzen eine eigene Stromversorgung mit einem kleinen 6-fach-Anschluss. Der Stecker sollte der Grafikkarte beiliegen. Verbinden Sie das eine Ende des Stecker mit einem passenden Anschluss Ihres Netzteiles und das andere mit der Grafikkarte.

Bringen Sie das zuvor abgenommene Seitenteil Ihres Gehäuses wieder an und verbinden Sie alle zuvor entfernten Kabel mit dem Rechner. Nachdem die neue Grafikkarte installiert ist, benötigen Sie die neuesten Grafikkartentreiber, damit die Karte optimal läuft.

Sobald Sie Ihren PC nach dem Einbau der neuen Grafikkarte starten, wird eine neue Grafikkarte von Windows erkannt. Installieren Sie die aktuellen Treiber von der mitgelieferten CD oder laden Sie sie aus dem Internet herunter. Die aktuellsten Treiber für Grafikkarten, die auf nVidia-Chips basieren, bekommen Sie von der Seite www.nvidia.de. Nachdem Sie die Datei vollständig heruntergeladen haben, starten Sie die Installation durch einen Doppelklick auf die exe-Datei.

Steckt in Ihrem Rechner eine ATI-Grafikkarte, finden Sie die Treiber unter www.ati.de. Im Menü "OpenGL" des ATI-Konfigurationstools befindet sich ein Regler, den Sie zwischen den Punkten "Leistung" und "Qualität" verschieben können. Läuft die Grafik nicht flüssig, verschieben Sie die Regler Richtung "Leistung" und probieren Sie, ob sich eine Verbesserung einstellt.

Ist keine Verbesserung erkennbar, klicken Sie auf den Button "Standardeinstellungen", um den Ausgangszustand wiederherzustellen. Auch bei "Direct3D" lassen sich die Einstellungen verändern. Gehen Sie wie zuvor vor. Beim Reiter "Main Settings" sollte der Regler auf "Leistung" stehen. Wenn keine Darstellungsprobleme auftauchen, belassen Sie die Einstellungen.

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