Wie auf Schienen

Teil 3: PHP-Alternativen: Ruby on Rails

Aus der Implementierung mit Java ergibt sich auch die Möglichkeit, Ruby-Anwendungen auf einem normalen Java-Application- Server laufen zu lassen. Einige, wie beispielsweise Glassfish, bieten bereits fertig konfigurierte Pakete dazu an. Dadurch eröffnet sich Ruby-Entwicklern eine breite Palette an stabilen und für den Enterprise-Einsatz konzipierten Servern.

JRuby ist im Übrigen nur ein Beispiel für die gelungene Integration von Ruby in eine andere Plattform. Mit Ironruby () existiert eine weitere Ruby-VM, in diesem Fall für die .NET-Plattform von Microsoft.

Zwar ist diese virtuelle Maschine noch nicht so weit, um das Rails- Framework ablaufen lassen zu können, ist aber auf einem guten Weg dorthin. Erste Erfolgsergebnisse lassen hoffen, dass dies in Kürze möglich sein wird. Im Falle von Ironruby lassen sich .Net-Klassen in Ruby-Programme integrieren.

Entwicklungswerkzeuge

Die Entwicklung von Anwendungen wird erst dann so richtig komfortabel, wenn es die notwendigen Werkzeuge dazu gibt. Ruby-on-Rails-Entwickler können sich hier glücklich schätzen. Die Menge an guten Werkzeugen ist groß.

Dies beginnt schon damit, dass alle bekannten IDEs wie Eclipse, Neatbeans oder auch IntelliJ einen umfassenden Ruby-on-Rails-Support bieten oder sich über Plug-ins entsprechend nachrüsten lassen.

Daneben existieren weitere, teilweise kostenpflichtige Entwicklungsumgebungen, die sich rein auf Ruby und Rails spezialisiert haben. Als gute Entwicklungsumgebungen bieten sich die folgenden Programme an:

• Rad Rails: Ein Eclipse-Plug-in, das es in einer freien und einer kostenpflichtigen Pro-Version gibt (). • Die Netbeans-IDE gibt es in einer sehr leistungsfähigen Rails-Variante, die auf JRuby basiert (). • Die populäre, kostenpflichtige Java-IDE IntelliJ besitzt ebenfalls eine hervorragende Ruby-Unterstützung (). • 3rd Rail: Eine kostenpflichtige Entwicklungsumgebung, die von Borland entwickelt und mittlerweile von Embarcadero weitergeführt wird ().

Die Entwicklung einer Anwendung ist immer nur der erste Teil der Geschichte. Im Laufe der letzten Jahre ist ein ganzes Sammelsurium an Werkzeugen rund um Ruby und Rails entstanden. So lässt sich mit Capistrano () eine Anwendung sehr einfach auf verschiedene Server deployen.

Die Software ist sehr flexibel und kann per Ruby-Konfigurationsdatei nahezu beliebig angepasst werden.

Auch Continuous Integration Systeme wie Cruise Control bieten Ruby-Support, sodass auch große Projekte mit verteilten Entwicklungsteams eine stabile Plattform für die Entwicklung besitzen.

Das DdRY-Prinzip

Eine der Grundideen hinter Rails ist das DRY-Prinzip. Das schließt nicht nur die Grundfunktionen des Webframeworks ein, sondern auch Bibliotheken für die täglichen Aufgaben. Ein Manko für Ruby-Entwickler der ersten Stunde war, dass es nur wenig Zusatzsoftware gab.

PHP-Alternativen: Ruby on Rails

© Archiv

Ruby-on-Rails-Support in der Netbeans-Entwicklungsumgebung.

Volltextsuche, PDF- oder Excel-Erzeugung, das alles sind Dinge, die für viele Anwendungen Grundvoraussetzungen sind und anfangs gar nicht oder nur ansatzweise vorhanden waren. Durch das stetige Wachstum der Community sind für Ruby jedoch mittlerweile eine Menge an hochqualitativen Zusatzbibliotheken entstanden.

Viele von ihnen lassen sich sehr einfach als Plug-in für das Rails-Framework nachrüsten. Zudem hat man durch das JRuby-Projekt immer die Möglichkeit, auf eventuell vorhandene Java- Bibliotheken zurückzugreifen.

Fazit

Ruby on Rails ist den Kinderschuhen entwachsen und hat sich zu einem stabilen System gemausert. Der erste Hype ist zwar abgeklungen, der Popularität des Frameworks hat dies aber keinen Abbruch getan. RoR kommt immer häufiger auch für Enterprise- Projekte zum Einsatz, was unter anderem auch an der immer besseren Versorgung an zusätzlichen Bibliotheken und Werkzeugen liegt. So sind auch Webseiten mit sehr vielen Nutzern bereits mit Rails entwickelt worden.

Prominentes deutsches Beispiel ist hier Xing, das zumindest teilweise auf Rails-Basis erstellt ist und immer weiter in Richtung RoR umgestellt wird. Die in diesem Artikel vorgestellten Möglichkeiten geben selbstverständlich nur einen Teil der Möglichkeiten von Ruby on Rails wieder.

Auch Ruby als Programmiersprache kann durchaus begeistern. In ihr lassen sich viele Dinge mit deutlich weniger Quelltext realisieren, als dies in anderen Programmiersprachen der Fall ist.

Wer oft Projekte mit integrativem Charakter realisiert und in diesen auf Java-Backends zugreifen muss, für den ist das JRuby- Projekt einen genaueren Blick wert. Die aktuellste Version ist durchaus für den produktiven Einsatz geeignet.

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