VIREN UND SPYWARE ENTFERNEN

Teil 3: PC verseucht - was tun?

Bevor man zur Behandlung schreitet, muss man wissen, welche Schädlinge sich ins System eingenistet haben. Die Palette reicht hier von harmlosen Tracker-Cookies und Adware über Würmer, Trojaner, Keylogger, bis zu sehr bösartigen und heimtückischen Schädlingen wie Rootkits und RATs (Remote Access Tools = Software zum Fernsteuern Ihres Rechners). Der besseren Übersicht wegen, kann es angebracht sein, sein System von den harmlosen Tracking-Cookies und eingeschleppter Sypware zu reinigen.

PC verseucht - was tun?

© Archiv

Die ungewollte Fernsteuerung von außen macht den Rechner zu einem Zombie-PC.

Zu dem Zweck setzen Sie einen Cleaner wie den kostenlosen und gut funktionierenden CCleaner (www.ccleaner.com) ein. Er beseitigt nicht nur Sypware Cookies, sondern auch Schädlinge, die sich in temporären Ordnern aufhalten. Auf jeden Fall macht er die Arbeit für die klassischen Virenscanner etwas einfacher und man muss sich nicht durch lange Logdateien quälen.

Nachdem die harmloseren Schädlinge weg sind, kann man die weitere Arbeit einem kommerziellen Scanner überlassen. Je nach Voreinstellung wird dieser beim Scannen schon die meisten Schädlinge in Quarantäne schieben oder löschen. Schon nach kurzer Zeit sieht man, dass der eigene Rechner von einer Vielzahl von Schädlingen befallen ist. An dieser Stelle wird es sehr spannend. Denn jetzt muss der Anwender entscheiden, ob sein System voraussichtlich noch zu retten ist oder ob man es besser neu aufsetzt, die Platte formatiert und alle Programme von einem sauberen Datenträger neu aufspielt. Hatman sehr viele Programme installiert, zum Teil via Downloadservern und vielleicht auch exotische Hardware eingerichtet, aber die eine oder andere Treiber-CD nicht mehr zur Hand, ist es eine Güterabwägung: Entweder man riskiert, mit einem kompromittierten, nur scheinbar gesäuberten System weiterzuleben, wo sich bis dato unbekannte Schädlinge noch aufhalten können (was bei Online-Banking sehr gefährlich sein kann). Oder man sitzt etliche Tage am Wiederaufbau des Systems - auf die Gefahr hin, den PC nicht mehr in den Originalzustand zurücksetzen zu können. Der oft geäußerte Ratschlag, bei Schädlingsbefall sein System auf jeden Fall "platt zu machen" ist hier wenig hilfreich. Grundsätzlich gilt: Je höher der Infektionsgrad und je bösartiger die Schädlinge, desto schwieriger gestalten sich Desinfektion und Reinigung des Systems, und desto mehr Spezialwissen und Spezialtools sind vonnöten.

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