Keine Angst vorm Online-Banking

Teil 3: Online-Banking: Komfortabel, billig - sicher?

Fazit: Sicher, wenn ...

Sie kennen nun die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verfahren fürs Online- Banking und können entscheiden, ob Sie bei Ihrer Bank sicher aufgehoben sind. Unterstützt sie keine der sicheren Banking-Methoden, sollten Sie über einen Wechsel zu einem anderen Geldinstitut nachdenken. Vergessen Sie aber nicht: Unabhängig von der Bank müssen Sie immer selbst für Sicherheitsmaßnahmen auf Ihrem PC sorgen und mit gesunden Menschenverstand handeln, damit Ihr Geld nicht in fremde Hände gerät. Links & Tools zu diesem Artikel finden Sie unter www.magnus.de/go/09091521

Wichtig: Grundausstattung für die Sicherheit Ihres Computers

Die Basis für die Sicherheit eines jeden PCs bilden eine aktuelle Anti-Viren-Software sowie eine Firewall. Noch besser: Installieren Sie statt einzelner Programme gleich eine Paketlösung (Internet-Security-Suite) und halten Sie diese mit Updates immer auf dem neuesten Stand.

Tipp: Sparen mit den richtigen Konten - ein Vergleich lohnt!

Haben Sie schon einmal nachgerechnet, was Ihre Konten übers Jahr kosten? Möglicherweise lohnt sich für Sie der Wechsel zu einer anderen Bank. "Focus Money online" hat 48 Girokonten verglichen - die Resultate finden Sie gratis unter . Giro-, Tagesgeldund andere Konten können Sie auch auf Websites wie Konten- Check24.de und Girokonto-News.de vergleichen.

Laptop Geld Online-Banking

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Adlerauge, sei wachsam! Worauf Sie beim Online-Banking selbst achten müssen

Ihre Aufmerksamkeit ist die wichtigste Voraussetzung für die Sicherheit des Online-Bankings. Die besten Verfahren und Tools nützen nichts, wenn Sie selbst Fehler machen, die Gaunern den Zugang zu Ihren Konten ermöglichen. Beachten Sie folgende Regeln:Sensible Daten geheim halten! Verraten Sie die Zugangsdaten zum Online-Banking niemandem, auch nicht den besten Freunden. Sie kennen ja den Ausspruch: Beim Geld hört die Freundschaft auf. Passwörter bzw. PINs müssen Sie sich merken, ohne sie aufzuschreiben. Listen mit Transaktionsnummern (TANs) gehören an einen sicheren Ort, am besten in eine Geldkassette oder einen Tresor daheim.

E-Mails von der Bank niemals beantworten, in denen es um Ihre Kontodaten geht! Anwender fallen immer wieder auf gefälschte E-Mails herein. Doch Ihre Bank fragt niemals per E-Mail nach PINs, TANs oder anderen sensiblen Daten - das tun nur Betrüger.Aufpassen, mit wem Sie es zu tun haben! Die meisten Betrugsfälle beim Online-Banking sind nach wie vor auf gefälschte Websites zurückzuführen. Achten Sie immer darauf, dass Sie sich tatsächlich auf der Website Ihrer Bank befinden, indem Sie die Web-Adresse (URL) im Browser kontrollieren. Dabei helfen auch Tools wie die Firefox-Erweiterung Locationbar2. Am besten tippen Sie die Adresse immer in die Adresszeile ein, anstatt die Website per Lesezeichen aufzurufen. Regelmäßig aufs Konto sehen! Loggen Sie sich mindestens einmal wöchentlich, besser täglich ein, und prüfen Sie die Abbuchungen von Ihrem Konto. Kommt Ihnen etwas verdächtig vor, rufen Sie sofort bei Ihrer Bank an, um den Vorfall zu klären. Notfalls lassen Sie Ihr Konto sperren - das geht auch über die Hotline fürs Online- Banking, deren Nummer Sie in der Regel auf der Banking-Website finden. Richtig abmelden nach dem Online-Banking! Auf die automatische Abmeldung nach einigen Minuten Inaktivität sollten Sie nicht warten. Wenn Sie fertig sind, sollten Sie den "Abmelden", "Logout" oder ähnlich beschrifteten Knopf auf der Banking-Website anklicken.

Die Voraussetzung für sicheres Banking mit HBCI

Das HBCI-Verfahren allein ist keine Garantie für sicheres Online-Banking. Erst der neueste Standard namens Secoder setzt Kartenleser voraus, welche die Transaktionsdaten zur Kontrolle anzeigen und damit eine Fälschung der Daten unmöglich machen. Passende Kartenleser, etwa den cyberJack Secoder vom Hersteller Reiner SCT (siehe Abbildung), erhalten Kunden in der Regel von ihrer Bank gegen Entgelt. Sie sind aber auch unabhängig von der Bank erhältlich. Auftrags kann es sich theoretisch auch um eine von einem Trojaner manipulierte Transaktion handeln, auch wenn das eher unwahrscheinlich ist. Erst der neueste Standard Secoder setzt Kartenleser voraus, welche die Transaktionsdaten zur Kontrolle anzeigen. Wird der Secoder- Standard von Ihrer Bank unterstützt, ist das Online-Banking eine sichere Sache. Viele Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken bieten mittlerweile HBCI mit Secoder- Kartenleser an.

Sicheres Online-Banking

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Sicher: ChipTAN, Sm@rtTAN plus

Neben den Verfahren mit Handy und dem HBCI-Verfahren mit Secoder-Kartenleser gibt es einen dritten technischen Ansatz, der vollständige Sicherheit fürs Online-Banking garantiert. Bei den Sparkassen heißt er Chip- TAN, bei den Volks- und Raiffeisenbanken Sm@rtTAN plus. Anwender erhalten von der Bank ein zusätzliches Gerät, den TAN-Generator. Dieser generiert aus einem von der Bank vorgegebenen Zahlencode und Transaktionsdaten, wie zum Beispiel einigen Stellen der Ziel- Kontonummer, eine TAN, die nur für den aktuellen Auftrag gilt. Will ein Trojaner durch Manipulation der Überweisungsdaten heimlich Geld auf ein anderes Konto überweisen, dann passt die TAN nicht mehr zum Auftrag - Betrug wird unmöglich.

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Sicherheit & Internet:Sicherheit:Viren, Malware &…

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