Funktions-Füllhorn

Teil 3: Neue Vista-Funktionen im Überblick

Die auffälligste Änderung ist die Benutzerkontensteuerung (User Account Control, UAC). Auch wenn Sie als Administrator eingeloggt sind, können Sie nicht alles mit Ihrem System tun. Für bestimmte Funktionen müssen Sie erst eine Sicherheitsabfrage bejahen. Sind Sie kein Administrator, geben Sie an dieser Stelle das Administratorkennwort ein. Ergänzt wird die Benutzerkontensteuerung durch den sicheren Desktop. Wenn die Abfrage erscheint, wird sie von allen anderen Programmen abgeschottet. Es kann also kein Virusprogramm selbstständig auf Fortsetzen klicken.

Neue Vista-Funktionen im Überblick

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Im Begrüßungscenter von Windows Vista haben Sie Zugriff auf alle wichtigen Funktionen, die man zur Einrichtung eines PCs braucht.

Über Mandatory Integrity Control werden alle Programme in verschiedene Vertrauensstufen eingeordnet, der Internet Explorer 7 zum Beispiel fristet sein Leben in einer sehr niedrigen Stufe. Für einen Aufstieg in der Vertrauensstufe braucht eine Software typischerweise die explizite Zustimmung des Anwenders. Allerdings kann kein Programm auf die Vertrauensstufe von Betriebssystemprogrammen kommen. Ergänztwird die Technik durch User Interface Privilege Escalation (UIPE). Dank UIPE kann kein Programm einer niedrigen Stufe Software einer höheren Stufe aufrufen. Abgerundet werden die Funktionen durch Code Integrity, eine Prüffunktion, die verhindert, dass zum Betriebssystem gehörende Dateien verändert werden.

Mit Service Hardening werden die Rechte einzelner Windows Services soweit beschnitten, dass sie im Falle einer Beschädigung oder eines Angriffs nicht das ganze restliche System in den Abgrund reißen können. Über Data Redirection werden Zugriffe auf wichtige Systemdateien wie die Registry auf ungefährlichere Orte wie das Anwenderprofil umgeleitet. Windows Vista signalisiert den jeweiligen Anwendungen, dass der Zugriff erfolgreich war, legt die Daten aber in Wahrheit an einem anderen Ort ab.

In der Enterprise- und Ultimate-Edition von Vista gibt es die Festplattenverschlüsselung BitLocker. Das Besondere an dieser Technik: Die Schlüssel werden in einem TPM-Baustein (Trusted Platform Module) auf dem Mainboard des jeweiligen PCs gespeichert. Mit Bit- Locker verschlüsselte Festplatten kann man deshalb nur mit dem Original-PC verwenden. Keine Sicherheit ohne Backup. Mit dem Assistent zum Sichern von Dateien legen Sie Backup-Kopien Ihrer Dateien und Ordner an. Complete-PC macht eine Sicherheitskopie des gesamten Systems, die auch unter der neuen Version von Windows PE (Preinstallation Environment) wiederherstellbar ist. Complete- PC ist nicht in der Basic oder Home Premium- Version von Vista enthalten.

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