Vergleichstest: MP3-Flash-Player 4 GByte

Teil 3: MP3-Player-Kino

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  3. Teil 3: MP3-Player-Kino

Der GoGear von Philips ist das größte Modell im Testfeld. Neben dem sehr klaren Farbdisplay von 5,6 cm ist ein ausreichend großes und leicht zu bedienendes Scrollrad auf der Vorderseite integriert. Die Lautstärke regelt man mit einem kleinen Kippschalter an der oberen Gehäusekante. Die USBSchnittstelle und der Kopfhörerausgang befinden sich in der unteren Gehäusekante. Schließt man Ohr- oder Kopfhörer an, erweitert sich an dieser Stelle die Gehäusebreite nochmals um die jeweilige Länge des Steckers. Da wird es in der Hemdtasche schon recht eng.

Die Übernahme von Musikdateien auf den Player kann über den Windows- Explorer per Drag & Drop oder über die Synchronisationsfunktion des Windows Media Players ab Version 10 erfolgen. Die beiliegende Konvertierungs-Software bringt Filme in ein Player-taugliches Format. Mit der Recording-Funktion lassen sich über das integrierte Mikro Sprachnotizen oder Radiosendungen mitschneiden. Die Klangausgabe über die beiliegenden Ohrhörer sowie über den Referenzkopfhörer ist sauber, was auch die Messergebnisse des Frequenzgangs und des Klirrfaktors bestätigten. Das Kabel der Ohrhörer ist mit 70 cm recht kurz.

FAZIT: Wer es nicht unbedingt winzig mag, bekommt mit dem GoGear von Philips ein rundum gelungenes Multimediapaket. (Platz 5; 139 Euro; www.philips.de)

TEAC MP-380

Mit 44 Gramm und der Größe einer Streichholzschachtel passt der MP-380 von TEAC in jede Hemdtasche. Dennoch ist es den Technikern gelungen neben einem Mikrofon auch einen Lautsprecher zu integrieren. Natürlich kann man von solchen Miniboxen keine Wunderdinge erwarten, aber zur Kontrolle oder der Abschrift von Sprachaufzeichnungen ist diese Eigenschaft durchaus nützlich. Der Lautsprecher bietet bei normaler Lautstärke eine gute Sprachqualität.

Die Klangqualität über die beiliegenden Ohrhörer ist gut, das untermauern auch die Messergebnisse sowie der Hörtest. Allerdings sitzen die beiliegenden Ohrhörer schlecht. Die Fotowiedergabe am 5-cm-Display ist gut, bei Videodateien mussten wir allerdings oft ein leichtes Ruckeln notieren. Die Bedieneinheit und der Aufbau des Player-Menüs sind gewöhnungsbedürftig. Es stehen fünf Tasten mit einem hohen Druckpunkt zur Verfügung. Weiterhin haben wir etwas Zeit benötigt, um uns in der Menüstruktur und der Ansteuerung zurechtzufinden. Das interne Radio bietet 25 Senderspeicherplätze, Mitschnitte sind möglich.

FAZIT: Die Stärken des MP-380 liegen eindeutig bei der Audiowiedergabe. Die Bedienung des Players ist gewöhnungsbedürftig. Der integrierte Lautsprecher ist praktisch für die Kontrolle von Sprachnotizen. (Platz 6; 98 Euro; www.teac.de)

Sony Walkman NW-A806

Beim Walkman von Sony fällt sofort das sehr übersichtlich angeordnete und gut beschriftete Bedienfeld ins Auge. Die beiden Gehäuseschalen des Walkmans sind in ein Metallband eingefasst. Das sieht nicht nur edel aus, sondern verleiht dem Player ein gewisses Maß an Schutz und Stabilität. Die Menüführung und -ordnung ist vorbildlich gelöst, man findet sich gut zurecht, trotz der vielen Optionen. Die beiliegenden In-Ear-Ohrhörer neigen dazu, in der Grundeinstellung ein wenig zu klirren.

Mit den Referenzkopfhörern erzielten wir ein hörbar besseres Klangspektrum. Ein Nachteil: DRM-geschützte Titel lassen sich auf dem Walkman nicht wiedergeben. Sehr gut: MPEG-4- und AVC-Videos können per Drag & Drop direkt auf den Player gezogen werden, ohne die Konvertierungs- Software zu benutzen. Das Display des Players ist mit 5 cm in der Diagonale recht breit und wird in der Regel komplett ausgenutzt. Das Bild ist hell und klar. Eine Radio- oder Recording-Funktion sucht man allerdings vergeblich. Das USB-Kabel ist auf der Player-Seite mit einem Spezialstecker versehen.

FAZIT: Sonys Walkman ist ein solide verarbeiteter Player, der nahezu alle Ansprüche an einen Mini-Multimedia-Player erfüllt. Schmerzlich vermisst wird allerdings eine Radio- und Sprachnotizfunktion. (Platz 7; 229 Euro; www.sony.de)

Creative Zen V plus

Der Zen V plus spielt nicht nur Audio-Dateien, sondern zeigt auf dem hellen aber dennoch sehr kleinen 3,8-cm-OLED-Display auch Fotos und Videos. Sehr erfreulich: Die Bedienung für die Hauptfunktionen und die Menü-Navigation sind auf nur zwei Tasten und einen Mini-Joy-Stick reduziert. Der Hebel am Joy-Stick ist allerdings sehr kurz und leicht ins Gehäuse eingelassen - für stärkere Finger recht unkomfortabel. Das Menü hingegen ist übersichtlich geordnet.

Nicht gefallen konnte die Verzögerung beim Einschalten von knapp 13 Sekunden. Neben den Abspielfunktionen lassen sich mit dem Player auch Sprachnotizen mit dem integrierten Mikro aufzeichnen sowie über die Line-In-Buchse andere externe Wiedergabegeräte für einen Mitschnitt anschließen. Ein FM-Tuner mit 32 Senderspeicherplätzen gehört zur Grundausstattung des Zen V plus.

Dem Klang über die mitgelieferten Ohrhörer fehlen etwas die Höhen, was auch der Referenzkopfhörer bestätigte. Die Messergebnisse zeigten einen akzeptablen Klirrfaktor, der Frequenzgang im Tief- und Hochtonbereich jedoch einige Unregelmäßigkeiten.

FAZIT: Der Flash-Player sieht schick aus und bietet viele Funktionen und ein übersichtliches Menü. Er erreichte jedoch bei der Klangqualität durch eine basslastige Wiedergabe nur mittelmäßige Bewertungen. (Platz 8; 160 Euro; www.creative.com)

Thomson EM-2804

Der Aufbau des EM-2804 erinnert in vielen Details an den iPod nano, bietet aber mit 4,6 cm eine größere Display-Diagonale. Die Bedienung erfolgt ausschließlich über ein Touchfeld. Es ist kaum beschriftet und sehr eng. Will man die Lautstärke regeln, aktiviert man oft andere Funktionen. Während der Wiedergabe eines Songs ist ein Titelsprung vorwärts oder zurück kaum möglich, der Player stellte bei etlichen Versuchen den Betrieb ein.

Der Neustart dauert mit 16 Sekunden sehr lang. Ein Titelsprung gelingt ohne Probleme, wenn man die aktuelle Wiedergabe zuvor in die Pause schickt. Die Navigation im Player-Menü ist durch die sehr sensible Touch-Steuerung gewöhnungsbedürftig. Die Klangqualität mit den beiliegenden, gut sitzenden In-Ear-Ohrhörern und der Referenz von Sennheiser ist selbst bei passendem Equalizer-Preset zu dumpf. Die Messung des Frequenzgangs lieferte zudem eine sehr unruhige Kurve im Tief- und Hochtonbereich. Bei der Video-Wiedergabe ruckelt selbst der Demo-Film des Herstellers, Fotos wirken pixelig. Aufnahmen sind über das integrierte Radio und Mikro sowie über die Line-In-Buchse möglich.

FAZIT: Der EM-2804 bietet viele Funktionen. Allerdings konnte das Gesamtkonzept mit seinen vielen kleinen Unzulänglichkeiten nur in Ansätzen überzeugen. (Platz 9; 179 Euro; www.thomson.de)

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HiFi & MP3:MP3-Player/iPod

Für die Sansa-e200-Serie gibt es einen Akku-Wechselsatz. Er enthält einen Akku, Schraubenzieher und vier neue Schrauben.

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