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Teil 3: Mobiles Fernsehen

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  3. Teil 3: Mobiles Fernsehen
Mobiles Fernsehen

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DIE PROGRAMME

Bei watcha gibt es sechs Programme:

Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, der Nachrichtensender N24 und der Musikkanal MTV übertragen ihr volles Programm.

ProSiebenSat1 strahlt ein eigenes "Mobile"-Programm aus, das sich aus Serien, Comedy-Sendungen und Reportagen der Sender zusammensetzt.

bigFM2see ist ein so genannter Visual-Radio-Sender, der zum Musikprogramm passende Bilder und Informationen überträgt.

Im Showcase von DVB-H, der dauerhaft nur in Berlin zur Verfügung steht, sind unter anderem die kompletten Programme von ARD, ZDF, SAT.1, Pro 7, VOX, n-tv, N24, MTV, Eurosport sowie die Dritten Programme N3, BR, RBB zu empfangen. Darüber hinaus wird eine Reihe von öffentlich-rechtlichen und privaten Radioprogrammen ausgestrahlt.

MOBILE TV - DIE TECHNIK

DMBDigital Multimedia Broadcasting ist eine Erweiterung des Digitalradios DAB (Digital Audio Broadcasting). DMB kann im Frequenzbereich von 30 MHz bis 3 GHz eingesetzt und damit terrestrisch, via Satellit oder Kabel verbreitet werden. Im Gegensatz zur analogen Technik lassen sich mehrere Programme je Frequenzbereich übertragen. Die Datenrate von ca. 1 Mbit/s erlaubt bei DMB derzeit vier TV-Programme und ein Radioprogramm mit Visualisierungen. Um die Zahl der Programme zu erhöhen, werden mehrere Frequenzbereiche (Multiplexe) parallel genutzt. DMB ist speziell darauf ausgerichtet, Fernsehen auf sich schnell bewegende Empfänger beispielsweise in einem Zug oder Auto zu übertragen.

DVB-HBei Digital Video Broadcasting for Handhelds handelt es sich um eine Weiterentwicklung des DVB-T-Standards. DVB-H verwendet größere Frequenzbereiche als DMB, in denen sich derzeit wirtschaftlich sinnvoll mindestens 12 und maximal 24 Fernsehprogramme ausstrahlen lassen. Durch das so genannte TimeLacing ist die Datenübertragung bei DVB-H zudem Strom sparender.

DVB-H wird seit knapp drei Jahren in mehr als 40 Testnetzen weltweit erprobt. In Deutschland haben die Landesmedienanstalten bundesweite DVB-H-Lizenzen ausgeschrieben. Im August 2008 soll der Sendebetrieb beginnen. Besser als bei DMB sollen sich via DVB-H interaktive Dienste realisieren lassen.

DXBIm Rahmen eines Forschungsprojektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird am Digital Extended Broadcasting gearbeitet, das die digitalen Rundfunkstandards DAB bzw. DMB und DVB-T bzw. DVB-H sowie den Mobilfunkstandard UMTS miteinander verknüpfen soll. Der Grund: Dem Nutzer soll jederzeit ein multimedialer Rundfunkdienst angeboten werden, unabhängig von den momentanen Empfangsmöglichkeiten der Netze. Statt die Sendefrequenzen getrennt und somit doppelt zu belegen, könnten die Anbieter ein einheitliches Übertragungssystem für mobile Geräte aufbauen. Die Kunden würden von einem besseren Empfang, mehr TV- und Radio-Kanälen sowie kompatiblen Geräten profitieren.

MediaFLOEin weiterer Standard mit dem Namen Forward Link Only wird in Nordamerika erprobt. FLO ermöglicht eine gute Ausnutzung bestehender Rundfunkkapazitäten. Der amerikanische Chip-Hersteller Qualcomm hat eine Tochtergesellschaft mit dem Namen MediaFlo gegründet, die aktuell das Rundfunknetz in den USA aufbaut. In Europa testet Qualcomm mit der britischen BSkyB (British Sky Broadcasting) die mobile TV-Technologie.

WAS KOSTET MOBILE TV?

Derzeit steht nur der Dienst watcha via DMB zur Verfügung. Er wird von debitel, mobilcom und simply angeboten:

Bei www.debitel.de kann watcha mit den meisten Tarifen der vier Mobilfunkprovider für 5,- bis 14,95 Euro pro Monat gebucht werden. Das TV-Handy LG V9000 gibt es je nach Tarif subventioniert für 1,- oder 99,- Euro, ohne Vertrag kostet es 499,- Euro. Der einmalige Anschlusspreis beträgt 7,50 Euro, Mindestvertragslaufzeit sind 24 Monate.

www.Mobilcom.de bietet watcha für 5,- Euro im Monat zusammen mit seinen "SMS-Plus"-Tarifen an. Für einen Euro gibt es dazu das TV-Handy Samsung SGHP900. Das LG V9000 kann zusammen mit dem "Immer-35-Cent"-Tarif erworben werden. Mindestvertragslaufzeit: 12 Monate.

Bei www.simply.de kostet watcha monatlich 8,95 Euro und kann entweder zum Prepaid- oder Postpaid-Tarif von simply dazugebucht werden. Das Samsung SGHP900 bietet simply für 299,- Euro einmalig oder im Ratenkauf ab 12,46 Euro monatlich an.

Welche Kosten auf die Verbraucher bei DVB-H zukommen, lässt sich bisher kaum abschätzen. Einen Anhaltspunkt liefert der Blick auf einen Nachbarn:

In Italien, wo der landesweite Regelbetrieb bereits begonnen hat, gibt es abgestufte Abo-Gebühren von 2,- Euro pro Tag bis 49,- Euro für den unbegrenzten Zugang für ein halbes Jahr. Neben einem solchen "Flatrate"-System sind aber ebenso werbefinanzierte, also für den Kunden kostenlose oder Pay-per-View-Angebote denkbar.

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