Kleine und mächtige Tools für Google

Teil 3: Microformats und RDFa - Einfachere Verschlagwortung für Google

Die Spezifikation ist in mehrere Dokumente aufgeteilt. Den Einstieg mit verständlicher Erklärung bietet der Primer (). RDFa benötigt einen Anknüpfungspunkt für die RDF-Informationen. Dieser Anknüpfungspunkt sind wie bei Microformats XHTML-Attribute. Allerdings erweitert RDFa hier einfach die XHTML-Spezifikation um eigene Attribute. Das heißt, die Liste der Attribute und damit der Möglichkeiten ist wesentlich länger:

Microformats und RDFa - reif für die Praxis?

© Archiv

Genutzt: Der Suchaffe von Yahoo ist der Pionier in Sachen Microformats in Suchmaschinen.

about - gibt eine Adresse an, für die die Metadaten gedacht sind. Standardmäßig ist das das aktuelle Dokument. Es stellt aber auch einen Bezug zwischen Erklärungen und Daten her. • datatype - gibt den Datentyp eines Textes an. • href, src und resource - geben eine andere Ressource an. • property - gibt eine Eigenschaft für den Inhalt eines Elements an. Diese Eigenschaft kann zum Beispiel ein bestimmter Typ sein. • rel und rev - werden wie bei den Microformats eingesetzt, um Informationen zu Beziehungen anzugeben. • content - enthält Inhalt für ein Element. • typeof - gibt den RDF-Typ einer Ressource an.

Einige der Tags sind schon bei den Microformats von microformat.org bekannt und können auch genauso eingesetzt werden. Beispielsweise wäre der licence-Link auch eine valide RDFa-Information:

<a href="http://creativecommons.org/
licenses/by/2.0/" rel="license">CC 2.0</a>

Wenn allerdings mehr Informationen hinzukommen sollen, ist dieses Konzept nicht beliebig ausbaufähig. Deswegen definiert RDFa weitere Attribute. Mit dem Attribut property können Sie beispielsweise eine Eigenschaft für ein XHTML-Element festlegen. Das folgende Beispiel zeigt das:

<div xmlns:dc="http://purl.org/dc/
elements/1.1/"><h1 property="dc:title">
Microformats</h1><p property="dc:creator">Tobias
Hauser</p></div>

Hier wird in der Überschrift <h1> ein Titel angegeben und als solcher ausgezeichnet, im ersten Absatz der Autor. Die Auszeichnungen sind hier nicht selbst gemacht, denn dann wären die Informationen nicht wirklich standardisierbar verwendbar, sondern basieren auf einem Standard der Dublin Core Metadata Initiative (). Diesen Standard findet man häufiger in den meta-Tags einer Site. RDFa erfindert hier also das Rad nicht neu, bringt es aber für die gesamte XHTML-Seite ins Rollen.

Microformats vs. RDFa

Sieht man sich die syntaktischen Unterschiede zwischen Microformats und RDFa an, bleibt als Ergebnis, dass sie doch sehr gering sind. Ein Blick auf eine vCard-Kontaktinformation beweist das: Im Falle von RDFa wird am Anfang der XML-Namespace definiert. Ein weiterer Unterschied ist, dass RDFa zum Beispiel über das about-Attribut noch mehr Informationen mitliefern könnte. Außerdem kommt statt class auf den unteren Ebenen property zum Einsatz:

<div class="vcard" xmlns:contact=
"http://www.w3.org/2001/vcard-rdf/3.0#" about="http//www.firmaY.de/personX"><div property="contact:fn">Person X</div><div property="contact:org">Firma Y</div><div property="contact:tel">089/
123456789</div><a property="contact:url" href=
"http://www.firmaY.de/"> http://www.firmaY.de/</a></div>

Die Konvertierung vom einen in das andere Format ist - technisch gesehen - unproblematisch. Ein XSLT-Skript oder eine andere einfache Skriptlösung erledigt das sehr schnell und automatisiert.

Die Spezifikation GRDDL (Gleaning Resource Descriptions from Dialects of Languages, ) bietet solche entsprechenden Ansätze. Eine Konvertierung per XSLT von hCard in RDF wird Ihnen zum Beispiel unter der Internetadresse angeboten.

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