Vergleichstest High-Tech Fernseher

Teil 3: LCD, Plasma, Rückpro

Samsung LE40 F86 BD

Mit FullHD und 100 Hertz gelingt Samsung zum ersten mal die Verschmelzung der Trendtechnologien des Jahres. Auch sonst hat der LE 40 F 86 BD noch einige Leckerbissen an Bord.

Samsung LE 40 f 86 BD

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Samsung LE 40 f 86 BD, 2.600,- Euro, 562 Punkte

Ausstattung

Schon das Einschalten gerät zu einer wahren Freude, wenn ein ringförmiges Band unter dem Panel wie von Geisterhand aufleuchtet. Genau wie die Tasten am Rahmen, die der Bedienung dienen und genau genommen auch keine Tasten sind. Schnell stellt der neugierige Nutzer fest, dass es sich um echte Touchflächen handelt, die auf Druck oder auch ein neugieriges Streicheln reagieren. Gleich daneben runden Applikationen aus durchsichtigem Acrylglas das Design ab.

Weiter geht es mit Ausstattungshighlights, wie den drei HDMI-Eingängen. Anynet+ als Samsungs HDMI-CEC-Variante ist für die HDMI-1.3-Schnittstellen dabei genauso selbstverständlich wie ihre Offenheit für 1080p24-Signale. Wer einen PC am Fernseher betreiben will, kann bei Samsung sogar die VGA-Schnittstelle nutzen, da diese im Gegensatz zu den meisten Mitbewerbern Full-HD-Signale perfekt auf das Panel bringt. Ebenfalls an Bord: Eine USB-Schnittstelle, an der Digitalkamera, MP3-Player oder USB-Sticks andocken können. Steuern lassen sich die Diashows in voller HD-Qualität oder MP3-Wiedergabelisten über Samsungs Wiselink-Oberfläche. Sie ist nicht nur übersichtlich, sondern auch schnell. Ein DVB-T-Tuner, in dieser Klasse inzwischen ebenfalls obligat, rundet das Portfolio des F 86 BD ab.

Samsungs F-Serie

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Das illuminierte Band unter dem Display unterstreicht das schicke und moderne Antlitz von Samsungs F-Serie

Bildqualität

Untypisch für LCD-TVs ist die reflektierende Scheibe vor dem Panel des F 86 BD. Sie ist Teil des neuen Super Clear-Panels, dessen glänzende Oberfläche aus Diffusormaterial besteht. Dieses soll den Einfluss von externen Lichtquellen auf Schwarzwert und Farbe mindern. Der gemessene Schwarzwert ist mit 0,19 cd/m2 noch keine Sensation, aber immerhin auf derzeitigem LCD-Topniveau. Für dunkle Räume sei der Stromsparmodus "gering" empfohlen - wer das Backlight dazu herunterregelt, kann den F 86 BD auf 0,13 cd/m2 drücken.

So oder so ist das Schwarz kräftig für einen LCD - die glänzende Scheibe unterstützt den plastischen Bildeindruck. In dieser Disziplin kommt jedoch auch Samsungs Bemühen, ein möglichst normgerechtes Bild zu bieten. Die Verteilung der Helligkeit (Gamma) ist im Film-Modus ab Werk hervorragend gelungen. Ob helle oder dunkle Bildinhalte, alle Partien werden im richtigen Verhältnis ausgeleuchtet - das Bild wirkt damit bestechend echt.

Berührungssensitive Felder

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Berühr mich: Wer den Samsung-Fernseher einmal über die berührungssensitiven Felder gesteuert hat, will nicht mehr zur Fernbedienung greifen

Ebenso optimal gelingt dem F 86 BD die Farbdarstellung. Vor allem im Vergleich zu den übergroßen Farbräumen des JVC und des Panasonic spielt das naturgetreue Bild die ganze Kraft seiner realitätsnahen Colorierung aus.

100-Hz-Technologie

Und wie wirkt sich nun die viel gepriesene 100-Hz-Technik aus? Gut, denn im Gegensatz zu den meisten Konkurrenzprodukten überlässt Samsungs F 86 BD dem Nutzer, wie stark die Schaltung eingreifen soll. "Mittel" und "Stark" zeichnen Bewegungen in Filmen schon übertrieben weich - echte Cineasten verschmähen den daraus resultierenden TV-Look. Zudem erzeugen diese beiden Modi so genannte Geisterschatten, die der Einstellung entsprechend "mittel" bis "stark" auftreten. Sehr viel besser gefällt dem Tester die Einstellung "gering". Ein hervorragender Kompromiss aus weichen und scharfen Bewegungsabläufen, die trotzdem ihren Kinolook behalten. Vor allem "gepulldowntes" Material (60 Hz von allen HD-Playern, die noch keinen 24p-Ausgang besitzen), das sonst vor allem auf LCD-TVs stark ruckelt, bügelt der 100-Hz-Modus glatt. Sehr gut ließen sich die Auswirkungen beispielsweise mit der HD-DVD "Batman Begins" evaluieren - während der Schwenk über Gotham City normal unangenehm zappelt und stockt, gleitet er auf dem F 86 BD dahin wie frisch geölt. Wer doch schon einen HD-Player mit 24p-Ausgang sein Eigen nennt, wird sich ebenfalls freuen - der F 86 BD stellt die Originalbildrate mit 96 Hz korrekt dar. Wem das aus dem Kino bekannte Filmruckeln nicht gefällt, kann sich auch das mit dem 100-Hz-Modus herausrechnen lassen.

Insgesamt ergänzt Samsungs 100-Hz-Modus die ohnehin schon knackige Bilddarstellung perfekt. Full-HD-Auflösung, ein hervorragender De-Interlacer und die gute Skalierung tun ihr Übriges - nur in Objektkanten dürfte der F86 BD noch etwas knackiger zeichnen. Ein qualitativ besserer Analogtuner könnte den hervorragenden Bildeindruck des Fernsehers abrunden.

Testbericht

Samsung LE 40 F86 BD
Samsung
2600 Euro

40-Zoll-LCD-Fernseher

Weitere Details

66 Prozent

Fazit:Der F86BD ist ein Top-Modell, der hervorragende Bildqualität mit neuster Technologie vereint.

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
sehr gut

Ton

Auch wenn die schmalen Lautspecherstreifen jetzt Unterstützung von einem rückseitig angebrachten Subwoofer bekommen, bleibt ein externes Soundsystem unerlässlich. Volumen und Druckstärke in den tieferen Tonlagen sind gesichert, allerdings hapert es gewaltig an der Sprachverständlichkeit. Dialoge vor einer Geräuschkulisse sind kaum mehr hörbar.

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