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Teil 3: Kopierschutz und Passwörter aushebeln

Ähnlich unsicher wie der Windows-Schutz selbst, sieht es beim Verschlüsseln von Dokumenten aus. Ein Beispiel: Sie verschicken einen Vertrag an einen Geschäftspartner per E-Mail. Weil dieser nachträglich natürlich nichts mehr an dem fertigen Werk verändern soll, schützen Sie es mit einem Passwort. Ein solches Vorgehen erlaubt sowohl die Textverarbeitung von Microsoft als auch die meisten Programme zum Erstellen von PDF-Dateien, was in der Büropraxis von vielen Firmen nichtwissend um die Gefahren auch rege benutzt wird.

Kopierschutz und Passwörter aushebeln

© Archiv

Rund 200 Euro kostet die Vollversion der „Advanced Office Password Recovery“ von Elcomsoft.

Denn sicher vor Veränderungen sind solche verschlüsselten Daten nicht. Die Klassiker der Knackprogramme stammen von der russischen Firma Elcomsoft, die sie auch in Deutschland ganz seriös auf ihrer Website (www.elcomsoft.de) vertreibt. Zwar ist die Software mit Namen wie "Advanced Office Password Recovery" oder "Advanced Office Password Breaker" mit bis zu 400 Euro nicht gerade billig. Dafür wirbt der Hersteller mit Schlagworten wie "garantiert und ganz gleich, wie lang und komplex das Kennwort ist", selbst wenn der Angriff mitunter mehrere Tage dauert.

Professionell ist das Programm auch deshalb, weil es erst gar die verschiedenen Passwortkombinationen ausprobiert. Statt dessen beschränkt es sich auf die möglichen digitalen Schlüssel, die sich aus den Passwörtern ergeben. Das reduziert die Zahl der Möglichkeiten und damit die benötigte Zeit um ein Vielfaches. Außerdem ist es dabei völlig belanglos, wie lang der Zugangsschutz ist. Ähnliche Programme hat Elcomsoft zum Entschlüsseln geschützter PDF-Dateien oder gepackter Archive im Portfolio.

Schließlich existieren eine Reihe weiterer Sicherheitslöcher, wie beispielsweise die weit verbreiteten drahtlosen Netzwerke. Die besondere Gefahr ist hier, dass jemand in Ihrem Namen irgendwelche Straftaten im Internet begeht. Hier hilft nur, die Verbindung so gut wie möglich zu verschlüsseln.

Das heißt aber auch, dass Sie über einen Hardware-Tausch nachdenken sollten, wenn Ihr Router oder Ihr WLAN-Adapter im Rechner nur den alten und weit weniger sicheren WEP-Standard unterstützt. WPA ist mittlerweile Stand der Technik.

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