Impotent durch WLAN?

Teil 3: Impotent durch Datenfunk?

Tatsächlich werden Aussagen zu den Gesundheitsrisiken von Mobilfunknetzen nur durch Langzeituntersuchungen stichhaltig. Doch bisherige Studien legen mehrheitlich nahe, dass sich die Risiken für manche Krankheiten im Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern erhöhen. Die Symptome reichen von Nervosität und Kopfschmerzen über Schwächung des Immun- und Hormonsystems bis zu Krebserkrankungen und Genschäden. Erstaunlicherweise bleibt der Funkstandard WLAN bei der Diskussion um den Mobilfunk, um Sendemasten und strahlungsintensive Handys ausgeklammert.

Impotent durch Datenfunk?

© Archiv

Auf den ersten Blick ist die Strahlenbelastung durch WLAN-Geräte gering, da ihre Sendeleistung verhältnismäßig gering ist. Meistens funken sie mit Frequenzen von 2400 MHz (= 2,4 GHz), die maximal zulässige Leistung beträgt dabei nur 0,1 Watt. Seit Ende 2002 sind auch höhere Frequenzen um 5 GHz mit einer Leistung bis zu 0,2 Watt erlaubt. Die Reichweite liegt bei nur 100 bis 200 Metern.

Betrachtet man das Risiko von Funknetzen, spielt jedoch die Nähe zur Strahlungsquelle eine wichtige Rolle. Generell ist die Belastung mit wenigen Millionstel Watt pro Quadratmeter (_W/m2) sehr gering. Als kritisch gelten Werte ab 20.000 mühWatt pro Quadratmeter, 10.000 mühWatt pro Quadratmeter können bereits Gehirnfunktionen wie das Reaktionsvermögen beeinträchtigen, so das Ecolog- Institut in Hannover. Meistens werden diese Werte nicht erreicht, doch die Messergebnisse von Dr. Manfred Mierau im Auftrag der Zeitschrift Öko-Test haben bereits vor einiger Zeit offen gelegt, wo die größten Belastungen durch WLAN entstehen. Demnach ist das Risiko in Wohnungen und Büros oft deutlich höher als im Freien, da man sich viel näher an der Strahlungsquelle bewegt.

Im Haus eines Essener Architekten lag der WLAN-Sender im Zimmer der 14-jährigen Tochter auf dem Schreibtisch - wegen der Nähe zur Telefonbuchse. 20 Zentimeter von dem Gerät entfernt wurden 260.000 mühWatt pro Quadratmeter gemessen, in 50 Zentimeter noch 36.000 _W/m2. Das Kinderbett stand neben dem Tisch, im Kopfbereich des Bettes traten 7.500 mühWatt pro Quadratmeter auf.

Noch problematischer ist nach diesen Messungen das Notebook auf dem Schoß, mit dem Reisende per WLAN-Karte beispielsweise in der Flughafen-Lounge surfen. Dort wurde eine Strahlung von mehr als 100.000 _W/m2 gemessen - in unmittelbarer Nähe zu sensiblen Organen des Unterleibs.

Manche großflächigen HotSpots im Außeneinsatz, zum Beispiel auf Flughäfen, senden jedoch mit bis zu 1 Watt. Zum Vergleich: Das D-Netz für Handys sendet mit knapp 2 Watt, das E-Netz arbeitet mit 1 Watt. Damit lassen sich mehrere Kilometer überbrücken.

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