Wenn Ihr Computer spinnt

Teil 3: Hardware Stabilitätsprobleme

Es ist paradox: Wenn der Rechner einfriert, ist er meist zu warm. Wenn draußen die Temperaturen steigen, wirkt sich das auch auf die Gradzahlen im Innern des Rechnergehäuses aus. Werden Prozessor, Chipsatz oder Festplatten zu warm, wird der PC instabil. Friert der Rechner ein, sollte man also zunächst die Temperaturen der Komponenten überprüfen. Aktuelle Mainboards sind ebenso wie Festplatten mit Sensoren bestückt, die von speziellen Programmen ausgelesen werden können und dem Anwender Auskunft darüber geben, wie warm welche Komponenten sind.

Hardware Stabilitätsprobleme

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Ein wirksames Programm für die Temperaturmessung bei CPU und Chipsatz ist das Freeware- Tool Everest, das in der Home Edition als kostenloser Download erhältlich ist. Sie erhalten das Tool unter http://www.lavalys.com. Wählen Sie dort "Products" aus und klicken Sie bei der "Everest Home Edition" auf "Download". Wählen Sie unter "Software Downloads" die erste Version aus, akzeptieren Sie die Lizenzbedingungen und laden Sie sie mit einem Klick auf "Download" herunter. Die Datei ist etwa 2,6 MByte groß.

Zur Installation klicken Sie auf die heruntergeladene Datei "everesthome110exe" und stimmen den Lizenzbedingungen zu. Danach klicken Sie jeweils weiter bis die Installation abgeschlossen ist.

Starten Sie das Programm durch einen Klick auf das entsprechende Desktop-Symbol. Im linken Fenster finden sich zahlreiche Menüpunkte von "Computer" bis "Benchmark". Klicken Sie auf das Kreuz vor "Computer", um das Untermenü zu öffnen und danach auf "Sensoren". Wenn Ihr PC neueren Datums ist und entsprechende Wärmesensoren besitzt, werden im rechten Fenster diverse Temperaturen angezeigt.

Der erste Wert zeigt die Mainboard-Temperatur an. Ein Wert von etwa 40 Grad, wie in unserem Beispiel zu sehen, ist absolut normal. Auch ein Wert von 50 Grad gibt noch keinen Grund zur Beunruhigung. Wird das Board aber wärmer als 50 Grad, kann das zur Instabilität des Rechners führen. Zu beachten ist, dass die Temperatur mit der Belastung des Rechners ansteigt. Deshalb sollten Sie die Temperatur gelegentlich überprüfen, wenn Ihr Rechner arbeiten muss. Beispiele dafür wären eine längere Spiele- Session oder das Umrechnen eines Films.

Außerdem ist die Temperatur in dem Raum von Bedeutung, in dem der PC betrieben wird. Gerade in den Sommermonaten wird es in vielen Büros sehr warm, wodurch der ohnehin warme Prozessor mit warmer Außenluft gekühlt werden muss.

Steigt die Temperatur auf dem Board über 60 Grad an, müssen Sie für bessere Kühlung sorgen. Hier bietet sich in erster Linie der Austausch des Prozessorlüfters gegen ein effektiveres Modell an.

Wählen Sie am besten einen CPU-Lüfter aus, der für einen schnelleren Prozessor ausgerichtet ist als den, der in Ihrem Rechner steckt. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass der Lüfter ausreichende Reserven aufweist.

Auch ein zusätzlicher Gehäuselüfter kann die Temperatur im Innern des Rechners erheblich senken. Besonders effektiv ist eine Kombination von zwei Lüftern, von denen einer vorn Frischluft in das Gehäuse zieht und ein zweiter die Warmluft hinten aus dem Gehäuse befördert. Beim Einbau müssen Sie auf die Strömungsrichtung der Luft achten. Diese Richtung ist in aller Regel durch einen Pfeil auf dem Lüfter gekennzeichnet.

War die Instabilität des Rechners tatsächlich auf zu hohe Temperaturen zurückzuführen, sollte der PC nach dem Einbau der neuen Lüfter nicht mehr abstürzen. Die dritte Temperatur, den das Programm Everest anzeigt, ist die Temperatur der eingebauten Festplatte. Diese Anzeige funktioniert allerdings nur, wenn die Festplatte neueren Baudatums ist und einen entsprechenden "Smart-Sensor" besitzt. Eine Temperatur von 50 Grad ist kein Grund zur Beunruhigung. Wird die Platte allerdings deutlich wärmer - besonders wenn Sie zum Beispiel beim Umrechnen eines Films stark beansprucht wird - sollten Sie über einen Festplattenlüfter nachdenken. Das kann zum Beispiel ein Gehäuselüfter sein, der direkt auf die Platte bläst. Zudem ist es sinnvoll, beim Einbau mehrerer Platten zwischen den Platten jeweils einen Einschubschacht leer zu lassen. Das gilt übrigens auch für optische Laufwerke.

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