Hardware kaufen, aber richtig

Teil 3: Große Kaufberatung

  1. Große Kaufberatung
  2. Teil 2: Große Kaufberatung
  3. Teil 3: Große Kaufberatung

Komplettsysteme - Zukunftssicher

Bei einem neuen PC kann man zwischen einem Desktop-PC oder einem Notebook wählen. Wenn der PC nicht mobil sein muss, profitiert man bei einem Komplettsystem von großer Erweiterbarkeit.

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Komplettsysteme

Einschlägige IT-Warenhäuser und PC-Hersteller bieten eine schier unübersichtliche Modellvielfalt von Komplettsystemen an. Über das Internet bekommt man sogar maßgeschneiderte Modelle, beispielsweise von Dell oder von Alternate). Allerdings sollte man sich, wie eigentlich bei jeder Neuanschaffung, bereits vor dem Gang zum Händler oder der Bestellung über das Internet in groben Zügen darüber im Klaren sein, was man möchte.

Gehen Sie beim Kauf eines Komplettsystems keine Kompromisse ein. Das Komplettsystem sollte dem neuesten Technikstandard entsprechen und mit seinen Erweiterungsmöglichkeiten die Zeit bis zur endgültigen "Abschreibung" auf hohem Gebrauchs- und technischem Niveau überstehen.

Einsatz und Ausstattung

Komplettsysteme, die in der Regel aus stationärem PC, Tastatur und Maus bestehen, lassen sich grob in drei Kategorien aufteilen, den Office-PC, den Allround-Rechner und den Computer für Spiele-Fans. Von einem Office-PC sollte man eine schnelle Rechenleistung verlangen, der Allround-PC muss allen Anforderungen gewachsen sein und der Gaming-PC benötigt eine hohe Rechen- und Grafikleistung. Eine Nebensparte konnte sich bisher noch nicht richtig durchsetzen, sogenannte Barebone-Systeme, leise Mini-PCs fürs Wohnzimmer. Diese nutzen den Fernseher als Monitor und erlauben einfache Anwendungen sowie Multimedia- und Internetzugang bequem von der Wohnzimmer-Couch aus.

Der Familien-PC

Wer sich einen PC für zu Hause sowie für die Familie zulegen möchte, sollte sich für einen Allround-PC entscheiden. Diese Systeme decken in der Regel alle Anforderungen ab, die im Alltag benötigt werden. Neben kleinen Office-Aufgaben, beispielsweise Text- und Rechenanwendungen für die Familie oder die Schule ist eine gute Verbindung zum Internet gefragt. Ein Allround-PC sollte Multimedia-Anwendungen, wie Musik- und Filmwiedergabe beherrschen und auch spieletauglich sein. Für so manches Hobby erweist sich der PC ebenfalls als guter Partner. Mit ihm lassen sich digitale Fotos bearbeiten und verwalten sowie Familienfilme zusammenschneiden und auf DVD-Player-taugliche Medien brennen.

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Lassen Sie sich von Angeboten nicht hinreißen, sondern lesen Sie auch das Kleingedruckte

Weiterhin sind Desktop-PCs sehr erweiterungsfreundlich. Über Steckplätze lassen sich bei Bedarf Komponenten nachrüsten oder austauschen. Damit ist man in der Regel auch für einige Jahre auf dem neuesten Stand der Technik. Kaufen Sie kein billiges System mit oft veralteten Komponenten. Ein neues Komplettsystem sollte immer auf dem aktuellsten Stand der Technik sein.

Das Alltags-System für Beruf, Familie und Freizeit

Die Planung beginnt beim Gehäuse und dem Netzteil. Für den Normalgebrauch ist ein so genanntes Midi-Gehäuse ausreichend. Es beansprucht wenig Platz, bietet aber einige wichtige Erweiterungsmöglichkeiten für eventuelle technische Modernisierungen in der Zukunft.

Das Netzteil darf bei den heutigen und zukünftigen Anforderungen die 400-Watt-Grenze nicht mehr unterschreiten. Mit einem Arbeitsspeicher von mindestens 1 GByte, besser 2 GByte, ist man den Anforderungen moderner Anwendungen und Betriebssystemen gewachsen.

Für die Grafikumsetzung sollte man auf spezielle Grafikarten zurückgreifen. Sie besitzen einen eigenen Arbeitsspeicher. Moderne Soundchips auf dem Mainboard genügen aber in der Regel den Normalanforderungen. Bei der Festplatte ist ein Speicherplatz von mindestens 250 GByte angebracht. Als Laufwerk ist ein DVD-Multinorm- Brenner Pflicht. Ein neuer PC muss netzwerkfähig sein, je nach Bedarf kabelgebunden oder kabellos.

Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale für ein Allround-System stellen wir Ihnen hier zur Verfügung, damit Sie beim Händler die wichtigsten Kaufargumente kompakt zur Hand haben.

Gehäuse: mindestens Midi-Tower mit 2x 5,25-Zoll-Einbauschächten für Laufwerke, intern mindestens 2 Einbauschächte für 3,5-Zoll-Festplatten, ideal sind Frontanschlüsse: 2x USB 2.0, 1x FireWire, Line-In/Out/Mikro/Kopfhörer
Prozessor: Intel Core 2 Duo 3 GHz oder AMD Athlon 64 X2 2,6 GHz
Arbeitsspeicher: 1 bis 4 Gigabyte für Windows XP (32-Bit) , 2 bis 4 Gigabyte für Windows Vista (32-Bit)
Netzteil: mindestens 400 Watt
Mainboard: Formfaktor ATX, Steckplätze 1x PCI-Express x16, 3x PCI, 4x Serial-ATA-II/300 (für 4 S-ATA-Festplatten oder CD/DVD-Laufwerke/Brenner), 1x IDE (für 2 IDE-Laufwerke wie etwa 1x Festplatte und 1x CD/DVD-Laufwerk/Brenner), 2 oder 4 Steckplätze für Arbeitsspeicher- Riegel
Festplatte: Minimum 250, besser 500 GByte oder mehr
Laufwerk: DVD-Multinorm-Brenner
Grafik: mit eigenem Arbeitsspeicher von mindestens 128 MByte, besser 512 MByte

Drucker - Gut und günstig

Drucker haben sich rasant entwickelt, die Preise sind gefallen. Lassen Sie sich sich aber beim Kauf nicht vorrangig vom Preis, sondern von der Ausstattung und den Folgekosten leiten.

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Drucker

Wer einen PC besitzt, möchte in der Regel auf einen Drucker nicht verzichten. Der Drucker ist immer noch das Ausgabegerät Nummer eins. Hier sind besonders die Laser- und Tintenstrahldrucker im Einsatz. Neben den einfachen Druckern boomen zurzeit die Multifunktionsgeräte (MFGs). Diese Alleskönner vereinen Drucker, Scanner und Kopierer sowie je nach Ausstattung auch das Faxgerät unter einem Dach. Lesen Sie hier, welche Modellklasse und Drucktechnik für den Heimanwender geeignet ist und auf welche Funktionen sowie Ausstattungsdetails man beim Kauf achten muss.

Tinte oder Toner

Diese Entscheidung rückt immer mehr in den Focus, seit sich s/w- und Farblaserdrucker in einem Preisspektrum bewegen, das auch für den Heimanwender interessant ist. Vor der Kaufentscheidung muss deshalb wie immer eine Eigenbedarfsanalyse stehen. Beispielsweise sollte man sich fragen: Was will ich drucken (Papier, Format, s/w, Farbe)? Wie hoch ist mein Druckaufkommen? Wie oft wird gedruckt? Ist Multifunktionalität gefragt? Wie viel Platz steht für den Drucker zur Verfügung? Wie wird der Drucker angeschlossen? Erst nachdem diese Fragen geklärt sind, sollte man sich für den Gerätepreis und die anfallenden Folgekosten, hier hauptsächlich für die jeweilige Druckfarbe, interessieren.

Tintendrucker sind bis auf die Oberklasse der Business-Geräte hauptsächlich für den Farbdruck ausgelegt. Für einen Tintendrucker spricht die bedruckbare Medienvielfalt, hier besonders die von starken, schweren Medien wie beispielsweise glanzbeschichtetes Fotopapier oder Etikettenvorlagen. Mittlerweile gibt es Tinten, die mit dem entsprechend kompatiblen Papier, wasserfeste Ausdrucke gestatten. Das war bisher eine Domäne der Laserdrucker. Weiterhin sind mit den meisten Modellen randlose Fotoausdrucke in den verschiedensten Standardformaten (9x13, 10x15 und DIN-A4) möglich.

Ein Tintenstrahldrucker muss aber in der Regel oft in Gebrauch sein. Nutzt man das Gerät nur gelegentlich, können die Tinten eintrocknen oder die Druckköpfe, die aus winzigen Düsen bestehen, verstopfen. Eine Alternative für Wenigdrucker ist je nach Bedarf ein s/w- oder Farblaserdrucker. Der Toner, die Druckfarbe, ist lange haltbar und auch nach längerem Stillstand voll funktionstüchtig. Trotz einiger Spezialpapiere ist aber ein Fotodruck mit dem eines Tintenstrahlers nicht zu vergleichen. Während die Tinte einen schönen Farbverlauf bietet, besteht ein Laserdruckfoto aus winzigen Rasterpunkten. Weiterhin ist ein Randlosdruck aufgrund der Druck- und Papierführungstechnik nicht möglich. Für den Text- oder Grafikdruck ist ein Laserdrucker aber auch für zu Hause erste Wahl.

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Kaufen Sie nicht nach dem Preis, sondern informieren Sie sich u?ber Funktionen und Folgekosten

Die Verbrauchskosten im Auge behalten

Die Folgekosten, hier hauptsächlich der Tinten- oder Tonerverbrauch, sind mittlerweile für ein einfaches Schwarz-Weiß-Dokument bei aktuellen Laser- und Tintendruckern nahezu identisch. Man muss dabei jedoch beim Tintendrucker auf eine direkte s/w-Funktion zurückgreifen können, die wirklich nur die schwarze Tinte nutzt. Ist das nicht möglich, wird das Schwarz aus allen verfügbaren Farben zusammengesetzt, was den Gesamtverbrauch naturgemäß in die Höhe treibt.

Beim Farbdruck arbeiten Farblaser in der Regel kostengünstiger. Es wird weniger Toner benötigt, weil die Farbpartikel auf der Oberfläche des Papiers fixiert werden. Tinten (bis auf wenige Pigment-basierte Tinten) hingegen dringen in das Normalpapier oder die Oberflächenbeschichtung von Fotopapieren ein, was zu einem Mehrverbrauch führt.

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Ein Familiendrucker sollte mit den verschiedensten Druckmedien zurechtkommen

Wer also seine Fotos zu Hause drucken möchte, kommt um einen Tintenstrahldrucker nicht herum, alle anderen Druckaufgaben lassen sich mit den mittlerweile sehr günstigen Laserdruckern bewältigen, ob mit einem s/w- oder Farbgerät. Gleiches gilt auch für Multifunktionsgeräte.

Was Sie beim Kauf eines Tintenstrahlers für den Hausgebrauch beachten sollten, lesen Sie gesammelt im Kasten.

Druckauflösung: mind. 4.800x 1.200, besser 9.600x2.400 dpi
Tinte: getrennte Tintentanks (jede Farbe eine Patrone), zusätzliche Schwarzpatrone für Textdruck (pigmentierte Tinte), optional: zusätzliche Fotofarben für den Fotodruck (oft Foto-Cyan und Foto-Magenta)
Papiervorlage: einstellbar auf Papiergröße, offenen Papiervorlage staubanfällig, besser: geschlossene Papierkassette 1 bis 4 Gigabyte für Windows XP (32-Bit) , 2 bis 4 Gigabyte für Windows Vista (32-Bit)
bedruckbare Medien: Kopierpapier (Normalpapier), Fotopapier (matt, Satin, Glanz), Etikettenvorlagen, Durchsichtfolien, Briefumschläge, optional: CD/DVD-Druck
Medienformate: 9x13, 10x15, 13x18, A4, Standard-Briefum-schläge, Randlosdruck auf Standard-Fotopapier bis A4, optional: automatischer Zweiseitendruck (Duplexdruck)
Anschlüsse: USB 2.0, PictBridge (für den Direktdruck von kompatiblen Kameras und Camcordern), Kartenleser, integriertes Netzteil, bei Bedarf: Netzwerkanschluss für kabelloses (WiFi) oder kabelgebundene Netzwerke

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