Suche auf dem Desktop

Teil 3: Google für zu Hause

Etwa gleichzeitig mit Google Desktop ist Blinkx auf den Markt gekommen (www.bxfinden.de). Dieses Suchtool hat ein anderes Konzept. Neben dem eigentlichen Suchprogramm klinkt es sich als kleine Buttonleiste in Fenster von Browser oder Word ein. Hat der Anwender einen Text geöffnet, sucht Blinkx im Hintergrund passende Dokumente. Sobald es welche gefunden hat, leuchten die entsprechenden Buttons auf. Diese stehen im Einzelnen für die verschieden Fundstellen: lokale Dokumente, News (nur Englisch), Web, TV (nur Englisch) und Blogs.

Google für zu Hause

© Archiv

Dies lässt sich auf Bereiche eines Dokuments einschränken: Der Anwender markiert beispielsweise ein einzelnes Wort, das er nicht versteht. Sofort macht sich Blinkx auf die Suche danach. Bei längeren Passagen versucht es, den Sinn zu verstehen, um ähnliche Dokumente on- und offline zu finden. Hier kommt das Tool aber schnell an seine Grenzen und oft bleiben die Buttons weiß: kein Ergebnis.

Daneben gibt es ein reguläres Suchtool. Der Anwender gibt seine Suchbegriffe ein und automatisch startet die Suche. Er kann sie einschränken auf Dokumentenart oder erweitern um die Websuche. Die Trefferliste ist interaktiv: Sobald der Anwender mit der Maus über einen Eintrag streicht, öffnet sich ein Kasten, der die ersten Sätze des Textes wiedergibt.

Sehr schön ist, dass Blinkx PDF-Dokumente indiziert und auch MP3s und Bilder findet. Netzwerkordner machen ihm im Gegensatz zu Desktop-Google keine Probleme. Jedoch fehlen RTF- und HTML-Texte. Außerdem ist der Anwender auf die Überwachung einer einzigen E-Mail-Adresse beschränkt und kann diese nach der Installation nicht mehr wechseln. Wer von diesen Beschränkungen nicht betroffen ist, findet in Blinkx einen schnellen und cleveren Suchgehilfen.

Die Beta der nächsten Version bietet eine Suche in P2P-Netzen. Leider funktionieren die deutschen Umlaute in dieser Version noch nicht. Es gibt noch weitere Suchtools, z.B. Filehand oder eine entsprechende Funktion in der neuen Version von AOL. Der Anwender sollte genau nachsehen, welche Dokumenttypen er verwendet und suchbar haben möchte. Oft finden sich interessante Berichte oder Statistiken im PDF-Format, andere Anwender benötigen einen schnellen Zugriff auf Tausende von E-Mails und ein Webmaster möchte in seinen HTML-Seiten suchen. Je nach Anwendung eignet sich ein anderes Tool. Was noch fehlt, ist ein Suchtool fürs richtige Suchtool...

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